Himmelstadt

Gemeinderat in Himmelstadt: Pfützen nach teuren Straßenausbesserungsarbeiten

Ungewöhnlich lange diskutierte der Gemeinderat in Himmelstadt über zwei Rechnungen für Straßenausbesserungsarbeiten. Das lag daran, dass mehrere Räte mit der Ausführung der Arbeiten, insbesondere am Hirtengarten, unzufrieden sind. Aufgrund einer Kante im Asphalt gibt es dort nun Stellen, an denen sich bei Regen flache Pfützen bilden. Ein Gemeinderat sprach gar von "Seen".

Die Rechnungen fielen mit über 21 000 Euro auch höher aus erwartet, das zuvor eingeholte Angebot soll nur etwas über 8000 Euro betragen haben. Dazu erklärte Bürgermeister Herbert Hemmelmann, die Baufirma habe sich die Stellen vorher zwar angeschaut, letztlich sei es aber mehr Fläche gewesen als gedacht und vielfach seien aufwändigere Vorarbeiten nötig gewesen.

Letztlich lief die Kritik ins Leere, weil es um eine nachträgliche Rechnungsgenehmigung ging. Die Bauverwaltung hatte die Rechnungen längst geprüft und neun Tage vor der Sitzung auch bezahlt. So genehmigte der vollständig versammelte Rat die Rechnung der Firma August Ullrich aus Elfershausen für Straßenausbesserungen im Wiesenweg über 8740 Euro mit neun zu vier und die für den Hirtengarten über 12 500 Euro mit acht zu fünf Stimmen.

Keine Diskussion gab es es zur Rechnung der Firma Ralph Scheb aus Himmelstadt für die Umlegung einer Wasserleitung am Friedhofsweg im Zuge der Erschließung der Bauplätze am Friedhof über 5650 Euro. Sie wurde einstimmig genehmigt. Der Bürgermeister gab später bekannt, dass die Erschließung nahezu fertig ist.

Drei Bauanträgen von privaten Bauherren stimmte der Gemeinderat zu: Dem Abbruch eines Wohnhauses in der oberen Ringstraße 56 mit Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage, dem Neubau einer Garage in der Hauptstraße 43 und der Errichtung eines Geräteschuppens in der Hauptstraße 91. Für letzteres wurde eine isolierte Abweichung erteilt, weil die gesetzlich erlaubte Länge der Grenzbebauung von 16 Metern auf dem Grundstück bereits ausgeschöpft war. Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Herbert Hemmelmann gekannt, dass auch der Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelcarport am Friedhofsweg 10 das gemeindliche Einvernehmen erhielt.

Damit ein Grundstück am "Häuslesacker" bebaubar wird, muss der Bebauungsplan geändert werden. Weil sich auf dem Grundstück (beziehungsweise darunter) ein Regenüberlaufbecken befindet, ist dieser Teil nicht bebaubar. Deshalb sieht der Planentwurf ein Baufenster für ein eingeschossiges Einzel- oder Doppelhaus mit Sattel oder Krüppelwalmdach vor. Der Gemeinderat billigte einstimmig die Änderung und beauftragte die Verwaltung mit der Offenlegung.

Auch Himmelstadt wird die bayerische Gigabitrichtlinie zumindest für die Markterkundung und Bestandsaufnahme nutzen, die komplett gefördert wird. Wie schon in den Nachbargemeinden ging der Auftrag dazu zum Preis von 1785 Euro an das Büro Dr. Först aus Würzburg. Dabei wird ermittelt, in welchen Bereichen die Verlegung eine Glasfasernetzes bis in die Häuser geförderter werden könnte, mit einem Fördersatz von dann 90 Prozent. Laut Bürgermeister Hemmelmann sind das alle Bereiche, die aktuell keinen Zugang mit mindestens 250 Mbit/s erhalten können (was bei kurzen Kupferleitungen per ADSL und Supervectoring technisch machbar ist).

Bei seinen Informationen gab der Bürgermeister außerdem bekannt, dass die Andacht an Allerheiligen samt Kranzniederlegung in diesem Jahr coronabedingt ausfällt. Die Rede zum Volkstrauertag wird ersatzweise im Mitteilungsblatt abgedruckt.

Er berichtete außerdem von Besprechungen zur Digitalisierung der Grundschule, eine Ausschreibung für die Verkabelung folgt. Geplant sind Besprechungen zum Sondergebiet Lebensmittelmarkt und zum Himmelstadter Bahnhof, letzteres mit dem Liegenschaftsverwalter der Deutschen Bahn auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann.

Vergeben wurde vom Gemeinderat der Auftrag für den Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr, als Bauplatz verkauft der Spielplatz Waldstraße. Der Verkaufserlös wird für die Gestaltung der anderen Spielplätze verwendet.

Gut an kam laut Hemmelmann das Festvideo "Ein Hoch auf uns" als kleiner Ersatz für die Feierlichkeiten zur ausgefallen Jubiläumsfeier 1200 Jahre Himmelstadt. Auch aus Duttenbrunn habe es eine Gratulation gegeben.

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