Gemünden

Gymnasiasten erforschten winzige Teilchen

Schüler auf der Suche nach den Nanopartikeln. Trifft der Laserstrahl auf nanokleine Teilchen, so wird dieser von seiner Bahn abgelenkt oder gestreut – ein Nachweis für die Welt des Unsichtbaren.
Foto: Judith Saur, FLG | Schüler auf der Suche nach den Nanopartikeln. Trifft der Laserstrahl auf nanokleine Teilchen, so wird dieser von seiner Bahn abgelenkt oder gestreut – ein Nachweis für die Welt des Unsichtbaren.

Ein Nanometer ist gerade einmal 0,000000001 Meter – eine unvorstellbar kleine Zahl. Dennoch spielen diese winzigen Stoffe bereits heute eine große Rolle in unserem Alltag. Ob Handy, Zahnpasta oder Pflaster: Es gibt kaum einen wirtschaftlichen Bereich, der inzwischen nicht von der Nanotechnologie profitiert.

In die winzige Welt der Nanostrukturen tauchten in den vergangenen zwei Wochen 42 Neuntklässler des Friedrich-List-Gymnasiums aus Gemünden ein. Unter Anleitung des Teams der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) und ihrer naturwissenschaftlichen Lehrern erhielten sie einen fundierten Einblick in die weitreichenden Möglichkeiten der Nanotechnologie, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zum Auftakt erläuterten Doktoranden der Universität Würzburg am Spickzettel der Natur den Neunt- und Zehntklässlern, wie Nanoeffekte in der Wirtschaft eingesetzt werden. So sind moderne Dachziegel genauso wasser- und schmutzabweisend wie die Blätter der Lotuspflanze; Klebebänder erhalten nach dem Geckoprinzip hohe Haftkraft. Aktuell werden winzige Nano-Roboter entwickelt, die gezielt Krebszellen angreifen und diese zerstören.

Um die Faszination Nanotechnologie selbst zu erleben, führten die Schüler Experimente mit Effekten auf der Nanometerskala durch. Sie stellten schmutz- und wasserabweisende Oberflächenbeschichtungen her, untersuchten das Lösungsverhalten eines Stoffes in verschiedenen Zerteilungsgraden, charakterisierten den UV-Schutz verschiedener Sonnencremes oder lösten die Mikrostrukturierung einer CD-Oberfläche auf, in der sich die digitalen Informationen verbergen.

In der Projektphase erarbeiteten die Neunklässler dann in Zweierteams Posterpräsentationen nach wissenschaftlichem Vorbild zu verschiedenen Themen aus dem Nanokosmos wie Nanosilber, Graphen, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Superkleber, Nanospeicher, keimfreier Verband, Superstahl oder Nanopartikeln in Lebensmitteln.

Am zweiten Besuchstag der Forscher präsentierten sie ihre Ergebnisse vor der Klasse und diskutierten im Plenum über Chancen und Risiken der Nanotechnologie. Die Poster sind ab 30. Januar in der Aula des Gymnasiums zu sehen.

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