Homburg

Homburger Faschingsauftakt: Gute Laune in schwierigen Zeiten

Der HCV ließ sich etwas Besonderes einfallen: Ein virtueller Sessionsbeginn um 11.11 Uhr und eine Fahrt des Prinzenpaars durch den Ort am frühen Abend. 
Schriftführerin Melanie Gersitz (links) und Silke Gerstenberger vom Homburger Carneval-Verein feiern den Faschingsbeginn.
Foto: Louis Schäfer | Schriftführerin Melanie Gersitz (links) und Silke Gerstenberger vom Homburger Carneval-Verein feiern den Faschingsbeginn.

Der Homburger Carnevals-Verein (HCV) hat sich als einer von über 40 Vereinen in Main-Spessart der Bewegung "A bissl was geht immer" angeschlossen und mit einer besonderen Aktion die Karnevalssession eingeläutet. Zum offiziellen Beginn der Faschingszeit am 11.11. um 11:11 Uhr erschien ein Video in den sozialen Netzwerken, in dem Sitzungspräsident Udo Wirsching und das amtierende Prinzenpaar Susi I. und Stefan III. (Ehepaar Dornbusch) die Faschingssession 2020/2021 einläuten – getrennt durch eine Plexiglasscheibe. „Wir wollen versuchen, die Faschingstradition – so gut es geht – zu wahren“, so Silke Gerstenberger, HCV-Vorstand Brauchtum.

Dieses Jahr gebe es keine Abkrönung, sondern eine „Durchkrönung“ der amtierenden Herrscher, so Wirsching. Dies gab es in der Geschichte des Vereins erst ein einziges Mal, als 1991 die Session aufgrund des Golfkrieges ausfallen musste.

Auch Fasching geht online: Sitzungspräsident Udo Wirsching (links, maskiert) und Heiko Friedrich (recht) bereiteten ein Youtube-Video vor, dass pünktlich um 11.11 Uhr online ging.
Foto: Louis Schäfer | Auch Fasching geht online: Sitzungspräsident Udo Wirsching (links, maskiert) und Heiko Friedrich (recht) bereiteten ein Youtube-Video vor, dass pünktlich um 11.11 Uhr online ging.

Die Sessionseröffnung erfolgte nicht nur virtuell: Alle Bewohner sind dazu aufgerufen, ihre Fenster mit fastnachtlicher Dekoration zu schmücken. Bei einer Fahrt durch den Weinort am Mittwoch um 18.11 Uhr zeigte sich das Prinzenpaar zusammen mit dem Kinderprinzenpaar Linus I. und Sophia I., um das schönste Fenster zu prämieren. Als Hauptpreis winkt eine Mini-Sitzung, vor der eigenen Haustüre – selbstverständlich corona-konform. Das Prinzengefährt verkündete bei seiner Dorftour jedem die frohe Kunde über den Start einer neuen und bisher nie dagewesenen Faschingszeit. Angeführt wurden die Regenten dabei von der Homburger Feuerwehr, die als lautstarke Vorhut mittels Durchsagen auf den Trupp aufmerksam machte.

Der HCV plant auch für die weitere Saison kurzfristige fastnachtliche Aktionen, wie Gerstenberger berichtet: „Wir wollen mit unseren Ideen natürlich auch die gute Laune zurück zu den Menschen bringen.“ In Zeiten von Corona durchaus eine Aufgabe mit Bedeutung. Gerade der HCV, der im Jahr 2019 mit dem Bau eines eigenen Vereinsheims begann (wir berichteten) ist durch die entfallenen Veranstaltungen finanziell arg gebeutelt. Die Vorstandschaft hofft daher auf die Beteiligung der HCV-Mitglieder, sich bei sämtlichen gebotenen Alternativen zu engagieren. Nicht nur der Finanzen, sondern auch des Zusammenhaltes wegen. So erhält man in der Vorweihnachtszeit zum Beispiel bei jedem Einkauf im Homburger Weingut Huller und der Bäckerei Maxl-Bäck einen „Vereinsschein“, mit dem man den HCV unterstützen kann. A biss´l was geht eben immer.

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