(nn) Über die Auswirkungen der Gesundheitsreform informierte sich Staatsminister Eberhard Sinner, zusammen mit Bezirksrat Klaus Bittermann und Kreisrat Elmar Kütt bei einem Besuch der Augen-Laser-Klinik Dr. Armbrust in Lohr. Sie wurden begleitet von der CSU-Landtagskandidatin Gabriele Hofstetter und Bezirkstagskandidat Johannes Sitter. Die Augen-Laser-Klinik in Lohr ist eines der wenigen Häuser in Deutschland mit LASIK-TÜV-Zertifizierung.
Dr. Michael Armbrust stellte den Besuchern die Laser-Klinik, die Gemeinschaftspraxis und das angeschlossene augenärztliche Operationszentrum vor. Im Jahre 1979 übernahm er nach seiner Rückkehr aus Namibia die Augenarztpraxis seines Schwiegervaters Dr. Schreiber und baute sie Zug um Zug aus. Das jetzige Klinikgebäude entstand 1990 und wurde in den Jahren 2002/2003 auf eine Nutzungsfläche von über 2000 Quadratmeter erweitert. 2006 übergab er die Klinikleitung des Operationszentrums und die Gemeinschaftspraxis an seine Nachfolger Dr. Stephan Münnich und Dr. Tilman Littan. Zuletzt wurde die augenärztliche Versorgung in Karlstadt und Marktheidenfeld mit übernommen.
Dass es nicht einfach ist, qualifizierte Augenfachärzte anzuwerben, machte Dr. Armbrust gleich zu Beginn deutlich. Das sei auch der Grund für die Situation in Karlstadt und Marktheidenfeld, wo es bislang nicht gelungen sei, Nachfolger für die dortigen Praxen zu finden und diese jetzt von den Augenärzten aus Lohr weitergeführt werden. Ebenso hält Dr. Armbrust sozialistische Strukturen für wenig geeignet, Lösungen im maroden Gesundheitssystem herbeizuführen. Das derzeitige Honorarsystem und die gesetzliche Limitierung der Praxisleistungen bestraften fleißige und innovative Ärzte, beklagte Dr. Münnich.
Staatsminister Eberhard Sinner ging auf den Spagat ein, den die Politik zwischen hochwertiger ärztlicher Versorgung, leistungsgerechter Bezahlung und stabilen Beitragssätzen leisten müsse. Gerade die jüngsten Protestaktionen machten deutlich, dass hier Differenzen zwischen Haus- und Fachärzten, den Krankenhäusern und anderen Leistungserbringern gelöst werden müssen.
Mit Interesse vernahmen die CSU-Politiker auch das soziale und umweltpolitische Engagement der Augenklinik. So fliegt Dr. Armbrust im Herbst wieder nach Namibia, um dort mit zwei OP-Helferinnen unentgeltliche Augenoperationen durchzuführen. Die Flug- und Aufenthaltskosten übernimmt die Augenklinik und die Helferinnen opfern für das soziale Engagement ihren Urlaub. Auch wird auf Klimaneutralität Wert gelegt. Für die durch die Klinik und den Betrieb unvermeidbare Umweltbelastung, zum Beispiel durch Temperierung der OP- und Patientenräume, wird im Rahmen des CO2-Handels ein Projekt in Brasilien unterstützt.