Homburg

Joseph Beuys-Abend in Homburg mit der Koryphäe U We Claus

Abschluss der Sommerakademie bei Künstlerin Elvira Lantenhammer. Trotz Corona-Bedingungen ein erfolgreicher Veranstaltungsreigen.
Zum Abschluss der Sommerakademie gastierte U We Claus auf Schloss Homburg mit einem „Joseph Beuys-Abend“.
Foto: Holger Watzka | Zum Abschluss der Sommerakademie gastierte U We Claus auf Schloss Homburg mit einem „Joseph Beuys-Abend“.

Zum Abschluss der Sommerakademie bei Künstlerin Elvira Lantenhammer gab es im Homburger Schoss einen „Joseph Beuys-Abend“. Knapp 20 Besucher waren gekommen, um am Semiar mit U We Claus teilzunehmen. Der Referent arbeitet seit mehreren Jahren an der Sommerakademie in Homburg bei Elvira Lantenhamer mit, ist Künstler, Philosoph und hat acht Jahre mit Joseph Beuys (1921 – 1986) zusammengearbeitet.

Claus ist Mitarbeiter der FIU (Free International University) und im „board of directors“ der FIU Amsterdam. Als versierter Kenner des Werks von Joseph Beuys, Sammler, Übersetzer, Künstler und Schriftsteller hält er Vorträge und Lesungen in den Niederlanden, Großbritannien, Italien und den USA. Bei seinem Seminar in Homburg gab er Einblicke in das Denken und die Kunstauffassung von Joseph Beuys und ließ an seinen Erfahrungen, seinem Erlebten als dessen damaliger Assistent teilhaben. Seinen Erfahrungsschatz bereicherte er mit umfangreichem kunsthistorischem und literarischem Wissen.

Elvira Lantenhammer bezeichnete Claus als eine Koryphäe. Heiter präsentierte Claus sein Seminar. Das Heilen stand im Mittelpunkt. Freilich wurde gelacht. Heinz Sielmann, der Tierfilmer, und Beuys waren Freunde. Jeder rauchte 60 bis 80 filterlose Zigaretten am Tag. Tabak, man kann ihn rauchen, schnupfen, kauen und trinken. Als Heilmittel ist er mehr als umstritten.

Naturerfahrungen auf der Schlosswiese

Trotz Corona war die Sommerakademie 2020 auf Schloss Homburg ein Erfolg. So das Seminar „Bella Natura“. Die Natur lässt sich am besten im Freien studieren. So war das Einhalten der Corona Vorsichtsmaßnahmen, z.B. „Abstand halten“ ein Leichtes, auch dank der reduzierten Teilnehmerzahl. Im Anblick des Homburger Kallmuth, auf der Schlosswiese, konnten sich die Kursteilnehmer auf die intensive Beobachtung der Vielfalt der Pflanzen- und Blumenblätter einlassen und diese zeichnerisch in Kohle oder Bleistift, im Skizzenheft festhalten.

Im nächsten Schritt war man den Farben auf der Spur. Die prächtigen Grüntöne … das klappt nur mit dem Farbenmischen. Das schließlich gewonnene Form- und Farbrepertoire befähigte die Kursteilnehmer zu den eigenen Kompositionen und Bildfindungen: beispielsweise „Hommage an die Linde“, „Mein Weinberg“, „Rose“.

Aus Erinnerungsstücken kleine Werke geschaffen

Bemerkenswert auch „It`s all memories now“. Manche Dinge liegen Zuhause, bei denen es uns schwerfällt sie wegzuwerfen, da sie mit Erinnerungen an Vergangene verknüpft sind. Doch wohin damit? In diesem Workshop erarbeiteten die beiden Teilnehmerinnen aus ihren mitgebrachten Erinnerungsstücken kleine Werke, die sie jetzt unbelastet in ihren Alltag integrieren können.

Zum einen entstanden zwei handgearbeitete Hefte, in denen jeweils Kinderzeichnungen, Fotografien, Notizzettelchen und gar Schwimmabzeichen der beiden Söhne eingeheftet wurden mit dem Titel „Alles drin!“.  Aus der Knopfsammlung von Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Kind entwickelte sich spielend die liebevolle Arbeit „Knopf-Generationen“ und aus den vor Jahren angeschafften Materialien zum Nähen einer Eule für die Tochter ist schmunzelnd ein gerahmter „Baukasten“ mit dem Titel „Meine Eule für Lucie“ entstanden.

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