Triefenstein

Leserforum: mRNA-Impfstoff ist ein Licht am Ende des Tunnels

Zum Artikel "Steinfeld ist ein Ausreißer" vom 1. März und zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie erreichte uns die Zuschrift eines pensionierten Mediziners:

Ein Jahr leben wir bereits im Tunnel, down-gelocked, abgeschottet, auf Abstand, mit strengen Hygienekonzepten und minutiös gemeldeten Inzidenzzahlen. Fieberhafte Forschung weltweit. Endlich ist gelungen, was kaum erhofft werden konnte. Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen, das Altern kann mit keinem Gegenmittel aufgehalten werden, der Krebs ist noch nicht besiegt. Doch genau in der Krebsforschung steckt das Potential für einen Hoffnungsschimmer am Ende des Tunnels.   

Die große Politik hat es geschafft, massive Geldmittel zu mobilisieren, mit denen diese spezielle Forschung auf ihrem Weg zur Tumorbekämpfung abgebogen ist, um den Menschen Abwehrmechanismen gegen ein winziges, stachliges Virus in die Hand zu geben. Diese Forschungen haben die Mechanismen erhellt, die es ermöglichen, den tödlichen Feind schnell und präzise zu erkennen und unschädlich zu machen.

Alles ist so einfach – wenn man die Sprache, die Struktur und die Informationspolitik des Feindes kennt und wenn man mit ein paar eigenen Körperzellen irgendwie sprechen kann, um sie als Verbündete zu gewinnen. Genau dies ist gelungen und es ist eine wirksame Waffe entwickelt worden – der mRNA-Impfstoff. Diese Substanz ist kein abgeschwächtes Virus, kein Gegengift, kein Antikörper. Es ist nichts anderes als ein Befehl an einige Muskelzellen im Oberarm, ihre Proteinfabriken mal kurz umzustellen und ein bisher noch nicht zusammengebasteltes Zuckereiweiß zu bilden und in die Blutbahn abzugeben.

Die Bauanleitung wird mit einer dünnen Nadel in den Muskel gespritzt. Der Impfstoff enthält tatsächlich nichts anderes als ein Backrezept in einer Sprache, die die Zelle aus ihrer täglichen Arbeit kennt und die unsere Wissenschaftler auch perfekt beherrschen. Eine Sprache, die aus lediglich vier Buchstaben besteht und als Alphabet des Lebens bekannt ist. Wörter und Sätze können leicht zusammengestellt werden und über einen Boten (die mRNA) überbracht werden. Das einzige technische Problem ist, den Zettel mit den Anweisungen so zu verpacken, dass er bis in die Muskelzelle hinein lesbar erhalten bleibt. Eine Nano-Folienverpackung mit feinsten Fettpartikeln macht's möglich, die fettfreundlichen Zellwände empfangen den Boten gerne. Sie schleusen die enthaltene Information für die Eiweißfabrik in der Zelle bereitwillig ein.

Nebenwirkungen? Sind keine zu erwarten, weil ja nur eine Information verschickt wird. Unverträglichkeit? Was soll an einer Botschaft in winzigen Fetttröpfchen nicht vertragen werden? Wirkung? Die mRNA überbringt harte Befehle, die werden unverzüglich ohne Widerrede ausgeführt. Das Zuckerprotein wird zuverlässig gebacken und ans Blut abgegeben. Und genauso verlässlich wird es hier vom Immunsystem als "körperfremd" erkannt und eliminiert.

Und was soll das Ganze jetzt. Wo ist der Clou? Was hat die Menschheit davon, wenn sie Zuckerwerk aus der Blutbahn eliminiert?

Geht Ihnen jetzt ein Licht auf? Nein? Klar, Sie können ja nicht wissen, das genau dieses Zuckerstückchen ein Baustein der Stacheln ("Spikes") des Covid-19-Virus ist. So ist es aber. Wenn jetzt ein Virus in einen durch eine mRNA-Impfung vorinformierten Körper gelangt, wird das Immunsystem sofort aktiv und greift diese Zuckerproteine an. Das macht die Viren unschädlich, noch bevor sie selbst eine Zelle befallen und sich vermehren können.

Gentechnik ist das insofern als man die Sprache der Gene benutzt, allerdings ohne diese irgendwie zu beeinflussen, denn die sitzen im Zellkern und kriegen das was draußen im wässrigen Zellmilieu passiert, nicht mit.

Genial diese Idee, ein Leuchtturm in der Forschung, der uns alle bald aus dem Coronatunnel führen wird.

Dr. med. Bruno Hock
97855 Triefenstein

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