Nantenbach

Mainfränkische Werkstätten Nantenbach: Einzug 2022 geplant

Aufsichtsratsvorsitzender Ulli Arnold (rechts) und Geschäftsführer Dieter Körber (Zweiter von rechts) stellten den Neubau der Mainfränkischen Werkstätten in Nantenbach vor. 
Foto: Thomas Josef Möhler | Aufsichtsratsvorsitzender Ulli Arnold (rechts) und Geschäftsführer Dieter Körber (Zweiter von rechts) stellten den Neubau der Mainfränkischen Werkstätten in Nantenbach vor. 

Der Neubau der Mainfränkischen Werkstätten in Nantenbach soll im Spätherbst 2022 fertig für den Einzug sein. Das kündigte das Unternehmen bei einem Pressetermin am Mittwoch auf der Baustelle an. Die Kosten dafür sind von ursprünglich zehn auf zwölf Millionen Euro gestiegen.

Als Ersatz für den maroden Bau an der Gartenstraße in Gemünden sollen auf einer Grundfläche von fast 4000 Quadratmetern eine Werkstatt für 120 Menschen mit Behinderung und eine Tagesförderstätte für 18 Menschen mit schwerer Behinderung entstehen. Ferner wird es einen Bürotrakt mit 50 Arbeitsplätzen für Betreuung, Bildung, Qualifikation und Verwaltung geben.

Die Rohbauarbeiten begannen nach monatelanger Verzögerung in November 2020. Dafür verantwortlich war unter anderem ein Gutachten über das Vorkommen von Zauneidechsen auf dem Baugrundstück. Diese konnten zwar nicht nachgewiesen werden, vorsichtshalber wurde aber trotzdem ein Habitat für sie eingerichtet.

Schlecht-Wetter-Verzögerungen sind inzwischen aufgeholt

Wegen des schlechten Wetters im Winter kam es zu weiteren Verzögerungen, die nach Angaben des Architekten Manuel Haus vom Büro Gruber, Hettiger, Haus (Marktheidenfeld) bereits wieder aufgeholt wurden. Mitte August solle der Rohbau stehen. In circa zwei Wochen komme das Dach auf Tagesförderstätte, Sozialtrakt und Speisesaal, so dass dort der Innenausbau beginnen könne.

Ende August solle das Trapezblech für das Dach auf der Werkhalle geliefert werden. Allerdings gebe es Lieferschwierigkeiten bei Stahl, aber er hoffe, dass bis Herbst das Dach auf der Werkhalle fertig sei. Mit der bisherigen Kostensteigerung sei man angesichts explodierender Baukosten "noch gut weggekommen". Ein Großteil der Ausschreibungen sei mittlerweile erfolgt, so Haus.

"Man sieht, es geht voran", meinte Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten. Die Kostenerhöhung muss, laut ihm, zunächst das Unternehmen tragen. Die Fördersumme von rund 5,2 Millionen Euro erhöhe sich dadurch nicht. Allerdings könne ein Antrag auf eine Förderung der Mehrkosten gestellt werden. Der Eigenanteil von fünf Millionen Euro und mögliche Mehrkosten "bereiten dem Aufsichtsrat Sorgen", erklärte sein Vorsitzender Ulli Arnold.

Mit Spenden soll angeschafft werden, was nicht staatlich gefördert wird

Dieter Körber stellte die Aktion "Spendensteine" für den Neubau vor. Mit dem Kauf symbolischer Steine für jeweils 50 Euro unterstützten die Spender unmittelbar die Mitarbeiter im Neubau. Mit dem Geld werde angeschafft, was nicht staatlich gefördert werde, beispielsweise die Ausstattung für Werkstatt und Tagesförderstätte. Die Aktion läuft bis zum 1. Juli 2022, Ziel sind laut Körber 100 000 Euro. Die Aktion darf nach den Worten von Ulli Arnold nicht mit der Förderstiftung Mainfränkische Werkstätten verwechselt werden, der er ebenfalls vorsteht. Die Stiftung unter dem Dach der Sparkassenstiftung werde die gewerblichen Partner ansprechen. Mit dem eingesammelten Geld solle unter anderem der Grundstückskauf finanziert werden.

Was mit dem Grundstück an der Gartenstraße in Gemünden nach dem Umzug passiert, ist noch offen. Ziel sei eine Lösung mit der Stadt, sagte Körber. Arnold forderte Gemünden auf, sich zur Zukunft des Grundstücks zu äußern.

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