ESSELBACH

Mobilfunkmast spaltet Gemeinde

Bürgermeister Richard Roos hatte eine kurze, zusätzliche Gemeinderatssitzung anberaumt, um im Vorfeld der Sitzung am nächsten Dienstag schon einmal aktuelle Informationen und Routineangelegenheiten abzuarbeiten. Wilhelm Väth, der für den ausgeschiedenen Gemeinderat Kurt Hefter in das Gremium nachrückt, wird bei der nächsten Sitzung vereidigt.

Eine Umfrage zur Errichtung eines Mobilfunkmasts auf einem Grundstück der Gemeinde und zur damit verbundenen Verbesserung des Empfangs von Mobiltelefonen im Gemeindegebiet scheint Esselbach in offenbar zwei etwa gleichgroße Lager zu teilen. Bürgermeister Roos berichtete, dass sich immerhin 488 Teilnehmer an einer im Amtsblatt veröffentlichten Umfrage beteiligten. 230-mal wurde dabei ein besserer Mobilfunkempfang gewünscht. 219 Bürger hielten dies nicht für notwendig. 249 Personen hatten auf dem anonymen Fragebogen angekreuzt, dass sie gegen die Errichtung eines zusätzlichen Mobilfunkmasts sind.

Dieses kontroverse Meinungsbild schlug sich am Dienstagabend in einer kurzen, engagierten und emotional geführten Debatte im Gemeinderat nieder. Bürgermeister Roos möchte mit der Bürgerinitiative gegen eine solche Anlage einen Informationsabend zu denkbaren Gefährdungen durch Mobilfunkanlagen durchführen. Noch in diesem Jahr rechnet er mit einem Angebot der Telekom, über das der Gemeinderat dann entscheiden müsse.

Fußweg über Autobahnbrücke

Verstärkte Wachsamkeit versprach das Ortsoberhaupt in Bezug auf die neue Brücke über die Autobahn zwischen Esselbach-Kredenbach und dem Marktheidenfelder Stadtteil Michelrieth. Die Ausschreibungsunterlagen hätten insofern aufschrecken lassen, da sie mit dem Brückenbauwerk über die Autobahn bei Rettersheim identisch seien, wo der begleitende Fuß- und Radweg auf der Brücke verschwunden sei.

Unterlagen bei der Stadt Marktheidenfeld zeigten aber, dass sowohl der Fußweg, als auch die alte Kreisstraße als Radweg erhalten bleiben sollten. Dies sei Marktheidenfeld wie Esselbach schriftlich bestätigt worden. Bürgermeister Roos versprach weiterhin in dieser Sache sehr achtsam zu sein, da dieser traditionelle Verbindungsweg zwischen einstigen Grafschaftsgemeinden auch heute noch große Bedeutung für die Bürger besitze.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte am 23. September die Jahresrechnung 2013 geprüft. Vorsitzender Jan Eichner hatte wenige Anmerkungen, die geklärt werden konnten, so dass die Jahresrechnung mit einem einstimmigen Beschluss bei Enthaltung des Bürgermeisters festgestellt wurde.

Die wasserrechtliche Erlaubnis zum Betrieb von Erdwärmesonden auf einem Grundstück in Steinmark wurde nach Ablauf der Genehmigungsfrist für weitere zehn Jahre erteilt.

Bürgermeister Roos informierte darüber, dass zum weiteren Betrieb der Erdaushubdeponie in Esselbach nach Ermittlung der genehmigten Höhen kurzfristig die erforderlichen Planierarbeiten erledigt werden konnten. Bauhofleiter Werner Bachmann sah dadurch die Voraussetzungen gegeben, die Deponie weitere zwei bis drei Jahre betreiben zu können. Die Kosten von 9120 Euro hat der Gemeinderat genehmigt.

Verdienstmedaille für Kuntscher

Siegfried Kuntscher, langjähriger Zweiter Bürgermeister und Gemeinderat, wird demnächst mit der kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet, wozu die Gemeinderatskollegen und der Bürgermeister herzlich gratulierten.

Im Ortsteil Kredenbach wurde die Bepflanzung zur Gestaltung eines Platzes bereits ausgeführt, die sich nach der Ansicht des Bürgermeisters schon recht gut mache. Die Arbeitsgruppe zur Gestaltung der Plätze in Kredenbach wird in Kürze wieder zusammenkommen, um weitere Schritte zu beraten.

Vorausgegangen war eine gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeinderat Bischbrunn und dem Stadtrat Marktheidenfeld zur Sanierung des Verbandsschulgebäudes in Bischbrunn (s. Bericht S.27).

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