Karlstadt

Nächtliches Tempolimit: Entlastung für Stetten

Bürgerinitiative gegen die B26n feiert "kleinen Erfolg", fordert aber weiter greifende Maßnahmen. Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nur für Stetten und Teile von Halsheim.
Das Foto wurde in Stetten aufgenommen.
Foto: Katharina Vautrin-Hofmann | Das Foto wurde in Stetten aufgenommen.

Armin Beck, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative „Bürger und Kommunen gegen Westumgehung Würzburg (B26n)“,  freut sich in einer Pressemitteilung über "einen kleinen Erfolg". Die Regierung von Unterfranken hat einer nächtlichen Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen 22 und 6 Uhr auf Tempo 30 für Stetten und Teile von Halsheim zugestimmt. 

Im Juni 2018 hatte die Bürgerinitiative eine Petition an Landrat Thomas Schiebel übergeben, die eine Entlastung von verschiedenen Ortsdurchfahrten in Main-Spessart forderte. Grundlage der nun erfolgten Entscheidung sind Berechnungen des staatlichen Bauamtes. Die Umsetzung obliegt dem Landratsamt.

„Wir freuen uns über diesen kleinen Erfolg", schreibt Armin Beck. Allerdings könne es sich dabei nur um einen ersten Schritt in die richtige Richtung handeln. "Die vom Durchgangs-, insbesondere Lkw-Verkehr geplagten Anwohner müssen und können auch ohne B26n entlastet werden,“ so der Karlstadter Stadtrat.

Weitere Forderungen

In der Petition fordert die Bürgerinitiative Fahrverbote für den Lastwagen-Durchgangsverkehr auf mehreren Straßenabschnitten: für die B26 durch die Werntalgemeinden und die Arnsteiner Straße in Karlstadt, für die Staatsstraße 2435 durch Wiesenfeld und Steinbach, für die Staatstraße 2299 durch Billingshausen und Birkenfeld, sowie für die Kreisstraße MSP 7 durch Retzbach und Retzstadt. Außerdem fordert die BI ein Lkw-Nachtfahrverbot oder Tempo 30, falls kein generelles Durchfahrverbot für den Lkw-Transitverkehr möglich ist. Die Bürgerinitiative hatte zudem das Landratsamt aufgefordert, für den kurzfristigen, bedarfsgerechten Bau von Querungshilfen einzutreten. 

Nach den Lärmberechnungen des Staatlichen Bauamts ist die Anwohnerbelastung nur in Stetten und Teilen von Halsheim hoch genug für eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Armin Beck kritisiert: „Politiker aus ganz Main-Spessart setzen sich seit Jahren für den Neubau der B26n ein, angeblich um das Werntal zu entlasten. Anscheinend setzt sich jedoch keiner für konkrete und sofortige Entlastungen ein.“  Ein Verbot des Lkw-Transitverkehrs oder zumindest das generelle Tempolimit 30 durch die Werntalgemeinden und durch Billingshausen, Birkenfeld, Wiesenfeld und Steinbach sei die klima- und umweltfreundlichste Sofort-Maßnahme für die Region. 

Die Bürgerinitiative hat sich mit einer Petition zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs im Werntal an den Bayerischen Landtag gewandt.

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