Obersinn

Obersinn: Neue Lösung für Holz- und Gartenabfälle gesucht

Der Markt Obersinn betreibt für die Ortsbürger eine Möglichkeit, die auf den Wohngrundstücken anfallenden Grünabfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Dafür sind an der Eisenbahnbrücke in der Vimbach zwei Container für Laub und Grasschnitt aufgestellt. Weiterhin wurde im Bereich des ehemaligen Müllplatzes am Hartberg eine Fläche zur Ablagerung von Baum-, Hecken- und Strauchschnitt geschaffen. Das Entgelt für das Häckselgut sollte die Entsorgung decken. Nachdem trotz zahlreicher öffentlicher Ermahnungen dieser Lagerplatz durch nicht zulässige Materialien missbraucht wurde, beendete die Gemeinde die kostenlose Anlieferung der Holzabfälle.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung thematisierte Bürgermeisterin Lioba Zieres den Zustand des Lagerplatzes. Gartenabfälle, Laub, Schilf, Grasschnitt, Buchsbaum, Kleinabfälle in Plastiksäcken oder gar alte Fenster haben dort nichts verloren, erklärte sie sichtlich verärgert. Diese Materialien sind nicht häckselbar, sodass die Gemeinde den Unrat kostenintensiv entsorgen musste. Vor einigen Jahren versteckte ein Umweltsünder unter Ästen gar ein Eisenteil, sodass die Hackmaschine Schaden nahm.

Jetzt sei ihre Geduld am Ende, der Lagerplatz sei geschlossen und wurde eingeebnet, sagte Zieres. In den vergangenen drei Jahren kostete die aufwändige Entsorgung der Ablagerungen rund 6000 Euro pro Jahr. Die letzte Aktion schlug gar mit 9700 Euro zu Buche. "Dies ist absolut zu teuer. Die Allgemeinheit wird jetzt wegen einiger Unvernünftigen bestraft", wetterte Zieres. Trotzdem suchte das Gremium nach Alternativen, um wilden Ablagerungen in der Flur entgegen zu wirken. So soll im Frühjahr bei passender Witterung der Lagerplatz modelliert, geschottert und eingezäunt werden. In diesem abgesperrten Bereich kann zu festen Öffnungszeiten unter Aufsicht gegen eine kleine Gebühr Baum- und Strauchschnitt angeliefert werden. Hier werden auch die beiden Container für Grasschnitt und Laub platziert, die ebenfalls nur noch zu festen Öffnungszeiten befüllt werden können. Die Höhe der Gebühr wird noch kalkuliert.

Die Bauanträge auf Errichtung von Dachgauben auf dem bestehenden Wohnhaus am Hartberg 10 sowie dem Wohnhausneubau mit Carport in der Eller 24 billigte das Gremium. Die Erweiterung der Holzlagerhalle Hauptstraße 1 hatte der Gemeinderat bereits in einer vorherigen Sitzung genehmigt. Jetzt forderte das Landratsamt die Übernahme von Teil-Abstandsflächen auf dem benachbarten gemeindlichen Grundstück, dem das Gremium zustimmte.

Spessartstraße könnte Solarleuchte bekommen

Bürger bemängelten die schlechte Ausleuchtung in der Spessartstraße beim ehemaligen Wohnhaus Kühn. Das von Bürgermeisterin Zieres eingeholt Angebot der RhönEnergie berechnete 3034 Euro für den Mast einschließlich Leuchte, dazu komme die Verlängerung der Kabelverbindung zur letzten Straßenlampe für 4700 Euro. Dieser Preis war dem Gremium entschieden zu teuer. Man möchte mit dem Stromversorger die Alternative einer Solarleuchte prüfen. Weiter soll mit dem neuen Hauseigentümer über die Verwendung des abgeschalteten Leuchtenarms gesprochen und ein Anschluss an das nähere Mittelsinner Ortsnetz versucht werden.

Lioba Zieres veröffentlichte das Schreiben eines Bürgers, dessen Feld durch Büsche auf einem gemeindlichen Entwässerungsgraben beeinträchtigt werde. In einem weiteren Brief widerspricht der Bürger der Feststellung, es wären keine Bauflächen vorhanden. Er besitze ein größeres Areal, welches als Bauland genutzt werden könne. Er möchte aber die gesamte Fläche am Stück verkaufen. Die Gemeinde möchte nicht als Makler auftreten, sagte Zieres. Nach ihren Worten hätten alle vorhandenen Bauinteressenten an diesem Areal kein Interesse. Gerne könne die Gemeinde mit ihrem Netzwerk vermitteln. Das Gremium empfahl, die möglichen Bauflächen in die Flächenbörse der Sinngrundallianz einzustellen.

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