Retzbach

Politiker: Benediktushöhe Retzbach muss Bildungseinrichtung bleiben

Der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (links) und Zellingens Bürgermeister Stefan Wohlfart setzen sich für den Erhalt der Benediktushöhe (im Hintergrund) als Bildungseirichtung in ihrer Gemeinde ein.
Foto: Michael Dominik/Büro Hoffmann | Der Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (links) und Zellingens Bürgermeister Stefan Wohlfart setzen sich für den Erhalt der Benediktushöhe (im Hintergrund) als Bildungseirichtung in ihrer Gemeinde ein.

Zu einer Standortbestimmung und zur genauen Abstimmung des weiteren Vorgehens in Sachen Benediktushöhe haben sich Zellingens Bürgermeister Stefan Wohlfart und Bundestagsabgeordneter Alexander Hoffmann, der auch Mitglied des Marktgemeinderates Zellingen ist, getroffen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Abgeordnetenbüros hervor. Beide hatten demnach in gegenseitiger Absprache nach Bekanntwerden der Schließungspläne jeweils eigene Schritte mit dem Ziel der Standortsicherung unternommen.

Bürgermeister Stefan Wohlfart stehe in Kontakt zur Diözese, die auch Bereitschaft signalisiert habe, die Marktgemeinde in Entscheidungsprozesse eng einzubinden. Alexander Hoffmann wiederum hat schriftlich Generalvikar Jürgen Vorndran um ein persönliches Gespräch gebeten. Derzeit wird ein Termin gesucht, da auch Bischof Franz Jung daran teilnehmen soll. Die beiden Zellinger wollen mit den Bistumsvertretern die grundsätzliche Frage erörtern, ob es Nutzungsperspektiven geben kann, die eine kirchliche Trägerschaft auch für die Zukunft sicherstellen. Wohlfahrt und Hoffmann wollen die Bedeutung des Bildungshauses Benediktushöhe für den Wallfahrtsort Retzbach herausstellen und dass sich die Existenz des Bildungshauses natürlich auch in der Wertschöpfung im Ort niederschlägt.

Gemeinde und Gemeinderat müssen eingebunden werden

Laut Bürgermeister Wohlfart müsssen bei jedweder Nachnutzung Gemeinde und Gemeinderat alleine schon wegen der bauplanungsrechtlichen Fragestellungen eingebunden werden. Aktuell weist der Flächennutzungsplan für das Bildungshaus eine Gemeinbedarfsfläche aus. Solche Festsetzungen haben auch immer unmittelbare Auswirkungen auf die Werthaltigkeit und die Verkehrsfähigkeit einer Immobilie, heißt es in der Pressemitteilung.

Parallel treten beide Politiker an verschiedene Bildungsträger in ihrem Wirkungskreis heran, wie zum Beispiel an die Bayerische Verwaltungsschule oder an die Bundesagentur für Arbeit. „Da die Diözese bereits angekündigt hat, das Objekt auf dem Immobilienmarkt anzubieten, halten wir es für klug, auch selbst an potentielle Investoren heranzutreten. Es wäre naiv, hier wichtige Zeit verstreichen zu lassen“, machen Wohlfart und Hoffmann deutlich. Beide haben als oberstes Ziel: „Die Benediktushöhe muss Bildungseinrichtung bleiben!" - ein Ziel, bei dem sie sich der Unterstützung weiterer Kommunalpolitiker sicher sein können.

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