Gemünden

Stadtrat Gemünden: Das Wasser wird kommendes Jahr teurer

Im Stadtrat ging es außerdem um zusätzliche Gelder für die neue Spielstätte der Scherenburgfestspiele. Anfragen gab es zu Impfzentren und zum Heilig-Blut-Häuschen.
Kommendes Jahr kostet das Trinkwasser in Gemünden 3,68 netto pro Kubikmeter. (Symbolbild)
Foto: Oliver Berg | Kommendes Jahr kostet das Trinkwasser in Gemünden 3,68 netto pro Kubikmeter. (Symbolbild)

Auf Basis einer Neukalkulation, die in der Regel alle vier Jahre stattfindet, beschloss der Gemündener Stadtrat am Montag einstimmig (23:0), die Bezugsgebühr für Trinkwasser ab Januar 2021 auf 3,68 Euro netto pro Kubikmeter zu erhöhen (bislang 3,10 Euro netto). Auch die je nach Abnahmemenge unterschiedlichen Grundgebühren steigen.

Beim Abwasser, das sich aufteilt in Schmutzwasser und Niederschlagswasser (Niederschläge, die über versiegelte Flächen in den Kanal abfließen) bleibt es bei einer Schmutzwassergebühr von 3,22 Euro pro Kubikmeter; die Niederschlagswassergebühr steigt auf 0,35 Euro pro Quadratmeter (bislang 0,32 Euro).

Weil seit Herbst 2016 in Gemünden die mechanischen Wasserzähler nach und nach durch elektronische Funkwasserzähler ersetzt werden, wurde eine Änderung der Wasserabgabesatzung des Kommunalunternehmens Stadtwerke fällig. Der Stadtrat gab einstimmig grünes Licht.

In der Stadtratssitzung am Montag wurden noch folgende Themen behandelt:

  • Scherenburgfestspiele: Der geplante Neubau einer Spielstätte für die Scherenburgfestspiele wird laut Kostenberechnung 1,6 Millionen Euro kosten. Die Stadt Gemünden und der Landkreis Main-Spessart waren in der ursprünglichen Kalkulation mit Zuschüssen von je 40 000 Euro vertreten. Da der Bezirk Unterfranken an die Förderung durch den Landkreis und die Stadt gekoppelt ist, käme somit eine Bezirksförderung von 80 000 Euro und damit eine Finanzierungslücke von 40 000 Euro zustande. Vor diesem Hintergrund folgte der Stadtrat einstimmig dem Vorgehen des Landkreises und erhöhte den Zuschuss auf 50 000 Euro, was wiederum bedeutet, dass der Bezirk 100 000 Euro übernimmt. Die Kostenkalkulation für die 1,6 Millionen Euro teure neue Spielstätte sieht nun so aus: Eigenmittel der Scherenburgfestspiele gGmbH: 240 000 Euro; Bund: 600 000 Euro; Kulturfonds Bayern: 360 000 Euro; EU-Leader-Förderung: 200 000 Euro; Bezirk Unterfranken: 100 000 Euro; Landkreis Main-Spessart: 50 000 Euro; Stadt Gemünden: 50 000 Euro.
  • Gewerbeflächen: Zwei Grundstückseigentümer möchten für die gewerblichen Flächen am Kapellenweg und für die ehemalige Industriefläche am ehemaligen Bahnhof Wernfeld auf ihre Kosten einen Bebauungsplan aufstellen. Auf den Grundstücken sollen zwei großflächige Lagerhallen mit Zu- und Abfahrt auf die B26 im Bereich der Einfahrt der Mainfränkischen Werkstätten entstehen. Der Stadtrat befürwortete die Aufstellung des Bebauungsplans "Kapellenweg" einstimmig. Sobald der Bebauungsplan-Entwurf erstellt ist, wird er dem Gremium vorgestellt.
  • Matthias Risser  (CSU) regte an, dem Landkreis die Scherenberghalle als zweites Impfzentrum anzubieten. Dem hielt Bürgermeister Jürgen Lippert (Bündnis für Bürgernähe) entgegen, dass die Stadt die Halle selbst benötige, beispielsweise für Stadtratssitzungen. Wenn allerdings Not am Mann wäre, wäre es keine Frage, die Halle abzugeben, so der Bürgermeister. 
  • Bernd Rützel (SPD) schlug vor, den Bereich um das Heilig-Blut-Häuschen etwas herzurichten und vom Unkraut zu befreien. Er werde gucken, was mit überschaubarem Aufwand zu machen sei, sagte der Bürgermeister.
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