Marktheidenfeld

Starke Stimme für die „kleinen Leute“

Eine ganze Reihe von Mitgliedern war zu einer vorweihnachtlichen Versammlung des VdK-Ortsverbands Marktheidenfeld gekommen, um persönlich für langjährige Mitgliedschaften geehrt werden zu können.
Foto: Martin Harth | Eine ganze Reihe von Mitgliedern war zu einer vorweihnachtlichen Versammlung des VdK-Ortsverbands Marktheidenfeld gekommen, um persönlich für langjährige Mitgliedschaften geehrt werden zu können.

Am Mittwoch sollten bei einer vorweihnachtlichen Mitgliederversammlung des VdK-Ortsverbands Marktheidenfeld im Hotel „Zur schönen Aussicht“ die personellen Weichen für die Zukunft des Sozialverbands gestellt werden. Bei seiner letzten Wahl hatte Vorsitzender Manfred Schick bereits angekündigt, dass er sein Amt dieses Mal nach zwölf Jahren an der Spitze aufgeben werde. Die Suche nach einem Nachfolger blieb bislang erfolglos.

Nun möchte man die 791 Mitglieder in einem Schreiben über die aktuelle Lage informieren und um Mitarbeit bitten. Danach soll bei einer eigens einberufenen, außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neues Führungsteam für den VdK-Ortsverband gewählt werden.

Eingangs hatte Schick den Mitgliedern den neuen Sozialberater an der Geschäftsstelle des VdK Main-Spessart, Kai Kellershohn, vorgestellt. Das Totengedenken war besonders von der Erinnerung an das kürzlich verstorbene Vorstandsmitglied und zugleich Vertreter des Stadtteils Marienbrunn, Jürgen Schmitz, geprägt.

Der scheidende Vorsitzende Manfred Schick bedauerte es in seinem Rückblick, dass sich in seiner zwölfjährigen Amtszeit die Schere zwischen Arm und Reich in der Gesellschaft weiter geöffnet habe. Die Lohnentwicklung in Deutschland hinke im europäischen Vergleich hinterher, zumal die Politik einen umfangreichen Niedriglohnsektor auf dem Arbeitsmarkt etabliert habe. Dies führe zu sozialen Konsequenzen und hohen Armutsrisiken. Sorge bereite ihm auch die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt, auf dem Wohnungen mit erschwinglichen Mietpreisen zur Mangelware würden.

Arbeit blieb nicht wirkungslos

Schick dankte seiner Frau Sybille, die als Schriftführerin sein Engagement über die Jahre mitgetragen hatte, wie auch den weiteren bisherigen Vorstandsmitgliedern. Zuletzt waren dies Günter Staub als Stellvertreter, Peter Schmitt als Kassenverwalter und Vertreter des Stadtteils Zimmern, Inge Weis als Frauenbeauftragte, Claudia Strasser-Metzler als Vertreterin der jüngeren Generation und Hannelore Schäfer für den Stadtteil Glasofen. Ein kurzer Kassenbericht wurde von den Mitgliedern zur Kenntnis genommen.

Marktheidenfelds Dritter Bürgermeister Martin Harth dankte Manfred Schick mit seinem Vorstandsteam, da sie immer als starke Stimme für die „Belange kleiner Leute“ zu vernehmen waren. Er hob die Bemühungen der Stadt um zwei soziale Wohnbauprojekte hervor.

Der Vorsitzende des VdK-Kreisverbands Main-Spessart, Elmar Rüb aus Karlstadt, würdigte das große Engagement des bisherigen Vorsitzenden und des gesamten Führungsteams des Ortsverbands.

VdK-Kreisgeschäftsführerin Aurica Gruber meinte, auch wenn es in den letzten Jahren nicht den Ruck in der Sozialpolitik hin zu entscheidenden Verbesserungen gegeben habe, sei die Arbeit des VdK und seiner Ortsverbände nicht wirkungslos geblieben. Man habe viele kleine Hilfen und Beratungen anbieten können. Manchmal sei es wichtig, einfach einmal nach den Menschen im persönlichen Umfeld zu sehen, um mehr Menschlichkeit zu bewirken.

Dies griff auch Schriftführerin Sybille Schick in ihrem Jahresrückblick auf und berichtete von vielen Besuchen zu runden Geburtstagen von Mitgliedern. Mehrmals war der Vorstand zusammengekommen, um Veranstaltungen vorzubereiten. Schulungen und Tagungen anderer Verbandsgremien wurden besucht.

Positiv verlief die Beteiligung am Bürgerfest „Miteinander = Füreinander“ der Stadt im Mai. Der VdK-Kreisverbandstag wurde in Marktheidenfeld ausgerichtet. Eine Tagesfahrt führte ins Ahrtal. Man besuchte das VdK-Sozialforum in der Lohrer Stadthalle. Eindrucksvoll verlief im Oktober die Feier des 70. Gründungsjubiläums des VdK-Kreisverbands mit VdK-Präsidentin Ulrike Mascher in der Aula der Realschule.

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