Wiesthal

Von Kanaltausch bis Glasfaserausbau: Bürgerversammlung in Wiesthal gut besucht

Mit 61 Bürgerinnen und Bürgern war die Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Wiesthaler Kulturhalle gut besucht. In 45 Minuten informierte Bürgermeister Karl-Heinz Hofmann über die Arbeit des Gemeinderates der Jahre 2020/21, über das aktuelle Geschehen und die Aussichten für die kommenden Jahre.

So soll 2023 sobald wie möglich mit dem Bau der Trinkwasserverbindungsleitung nach Krommenthal begonnen werden. Die Pläne dafür liegen dem Landratsamt. Sobald sie zurück sind, wird das Ingenieurbüro mit den Ausschreibungen beginnen. Ebenfalls in 2023 sollen die Arbeiten in der Bahnhofsstraße mit dem Kanaltausch beginnen. Die Straße wird während den Bautätigkeiten voll gesperrt.

Auch beginnt die Planung für den Glasfaserbau in Wiesthal und Krommenthal durch die Telekom. In Wiesthal erledigt das Unternehmen den Ausbau in Eigenregie, der Gemeinde entstehen hier keine Kosten. Für Krommenthal wird laut Hofmann noch mit der Telekom verhandelt. Die Bauarbeiten sollen 2024 starten.

Neuer Bauhof als großes Ziel

Ein großes Ziel in den nächsten Jahren ist die Errichtung eines neuen Bauhofs. An der Bedarfsermittlung arbeitet eine Projektgruppe des Gemeinderates. Hergerichtet werden soll der alte Friedhof in Wiesthal. Die alte Treppe soll abgebrochen werden und ein schmaler Weg soll künftig serpentinenartig nach oben führen.

2024/25 soll die Ortsdurchfahrt in Krommenthal ausgebaut werden. Dies soll in zwei Abschnitten erfolgen, da am Kirchberg eine neue Wasserleitung verlegt werden muss und auch der Kanal getauscht wird. Daneben stehen Straßensanierungen auf der Agenda. Ein großer Brocken ist zudem die Erweiterung der Kläranlage.

Finanziell verfügte die Gemeinde am 31. Dezember über Rücklagen in Höhe von 843.852 Euro. Der Schuldenstand lag bei 649.950 Euro, was pro Kopf 502 Euro ausmacht. Größter Einnahmeposten ist die Einkommensteuerbeteiligung, die in den letzten drei Jahren kontinuierlich über 800.000 Euro lag. Stark angestiegen ist die Kreisumlage, die heuer 810.600 Euro beträgt. 2021 waren es 521.525 Euro.

Auf 1358 angestiegen ist die Einwohnerzahl. Im Jahr 2020 lag sie noch bei 1280. Konstant blieben die Zuzüge mit 37 und die Wegzüge mit 53. Vier Geburten mehr mit neun an der Zahl waren es 2021. Stark gestiegen waren die Sterbefälle auf 22 (2020:9). Die Grundschule besuchten 2021 exakt 67 Schüler. Davon kamen 40 aus Neuhütten und 27 aus Wiesthal.

Rückblick des Bürgermeisters

In seiner Rückschau ging Bürgermeister Hofmann auf die wichtigsten Maßnahmen ein. Dazu zählten die Fertigstellung des Schulsportplatzes und die Beseitigung von Wasserrohrbrüchen. Ausgebaut wurden der Birkenweg und die Haardtstraße. Für die Wasserversorgung wurden die Rohwasserkammern gereinigt. Kurzfristig mussten mehrer Bäume am Friedhof Wiesthal gefällt werden. Eingeweiht wurde der Naturerlebnispfad in den "Gänswiesen". Das Juze wurde zum Bauhofbüro umfunktioniert. Der alte Bauhof sei in einem desolaten Zustand und inzwischen gesundheitsgefährdend, sagte Hofmann. Saniert wurde die historische Ruhmühle. In Krommenthal wurde der Treppenaufgang zur Leichenhalle saniert.

In der Diskussionsrunde bemängelte Harald Bruhn die schlechte Trinkwasserqualität und forderte rasche Abhilfe. Seit eineinhalb Jahren werde das Wasser gechlort und rieche beim Duschen nach Schwimmbad. Auch sieht Bruhn die Gesundheit in Gefahr. Bürgermeister Hofmann entgegnete, dass ihm die "Hände" gebunden seien. Die Pläne für die Trinkwasserverbindungsleitung nach Krommenthal lägen auf den Ämtern. Realistisch rechnet er mit einem Baubeginn im Herbst 2023. Auch sei er der Meinung, dass alle Wasserrohre in dem Ortsteil ausgetauscht gehörten, so Hofmann.

Umgefahrene Grenzsteine

Der frühere Bürgermeister Andreas Zuschlag wies auf umgefahrene Grenzsteine im Bereich der Staatsforsten hin. Gloria Zierof kritisierte die mangelhafte Beleuchtung am Bahnhof. Stefan Schäfer wollte den genauen Baubeginn für die Ortsdurchfahrt in Krommenthal erfahren. Dieser stehe allerdings noch nicht konkret fest, so Hofmann. Philipp Goldberg erkundigte sich über den Glasfaserbau. In Wiesthal legt die Telekom das Glasfaser bis ins Haus, für andere Telefonanbieter bis zehn Meter vor das Haus.

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