Marktheidenfeld

Wie die Erweiterung der Grundschule Marktheidenfeld geplant ist

Planer Johannes Hettiger schätzt die Kosten für das Vorhaben auf rund 10,2 Millionen Euro. Über die Zufahrten und Wege wird der Stadtrat wohl noch ausgiebig diskutieren.
Dieses 3D-Modell zeigt die geplante Erweiterung der Friedrich-Fleischmann-Grundschule in Marktheidenfeld. An den dreigeschossigen Winkelbau oben schließt sich links die Mensa an. Rechts im Bild die Fläche zur Ludwigstraße hin, auf der heute unter anderem noch die Pavillons stehen (alte Stadtbücherei), die dann für neue Verwendungen frei wird.
Foto: Architekten Gruber Hettiger Haus | Dieses 3D-Modell zeigt die geplante Erweiterung der Friedrich-Fleischmann-Grundschule in Marktheidenfeld. An den dreigeschossigen Winkelbau oben schließt sich links die Mensa an.

Den nächsten Schritt gegangen ist der Stadtrat am Donnerstagabend mit der Genehmigung der von Planer Johannes Hettiger präsentierten Vorentwürfe für die Erweiterung der Friedrich-Fleischmann-Grundschule in Marktheidenfeld. Bei einer Gegenstimme (Dirk Hartwig) fiel die Entscheidung für die Variante mit der Erschließung von der Vorderbergstraße her und mit längerer Bring- und Abholspur. Der Neubau selbst soll als dreigeschossiges Winkelgebäude mit angeschlossener Mensa verwirklicht werden. Die Kosten des Projekts schätzte Hettiger grob auf 10,2 Millionen Euro.  

Das Raumprogramm der gesamten Schule wurde mit der Regierung von Unterfranken abgestimmt und umfasst neben Fach- und Verwaltungsräumen 17 Klassenzimmer, 745 Quadratmeter für den Offenen Ganztagsbereich und 430 Quadratmeter für eine Mensa, in der 320 Kinder in zwei Schichten versorgt werden können. Auf die Frage von Helmut Adam (CSU), mit welcher Förderung zu rechnen sei,  konnte der Planer keine konkrete Auskunft geben. Als förderfähig schätzte er ein Kostenvolumen von acht Millionen Euro – mit welchem Prozentsatz diese gefördert würden, das könne er heute nicht sagen. 

Bei Zuwegen "noch erheblicher Beratungsbedarf"

In der Diskussion fanden die Pläne viel Zustimmung, auch wenn Burkhard Wagner (FW) meinte, dass gerade hinsichtlich der Zufahrten und Wege "noch erheblicher Beratungsbedarf" bestehe. Hermann Menig (SPD) bezog das auch auf die künftige Verkehrsregelung. Prüfen wird Architekt Hettiger die von mehreren Räten geäußerten Vorschläge, ob die Klassenzimmer wegen der Sonne und Lärmbelastung nicht besser auf der zum Innenhof gewandten Seite liegen sollten, die Flure stattdessen außen.

Skeptisch zeigte sich Dirk Hartwig, was das Flachdach anbelangt. Beim Bestand habe man wegen Undichtigkeit mit einem Walmdach nachbessern müssen. Johannes Hettiger meinte, es seien leichte Gefälledächer geplant, da müsse man keine Sorgen haben. Auf weitere Nachfragen informierte der Planer, dass der Neubau barrierefrei sei und einen Aufzug bekomme. Bürgermeister Thomas Stamm erwähnte einen erfreulichen Aspekt der Pläne, die auch den Abriss der bisherigen Pavillons und der Bücherei an der Ludwigstraße einschließen: "Wir gewinnen ein freies, großes Grundstück über dessen Verwendung wir in aller Ruhe nachdenken können."

Deutliche Erhöhung der Friedhofsgebühren

Die Neufassung der Gebührensatzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen wurde anschließend von Ordnungsamtsleiter Christian Brand vorgestellt. Die letzte Erhöhung der Grabherstellungsgebühren liege neun Jahre zurück, bei den Grabplatzgebühren seien es sogar zehn Jahre. Das Bestattungswesen benötige hohe Zuschüsse aus dem allgemeinen Haushalt, alleine 2020 seien es 358 000 Euro gewesen, begründete Brand die geplante Erhöhung.  Im Durchschnitt steigen die Gebühren um 20 bis 25 Prozent, einzelne Leistungen um bis zu 50 Prozent. Man habe sich an den Sätzen in den anderen großen Städten des Landkreises orientiert, so Brand. Bis auf Bernhard Kempf (FW) stimmte das Gremium geschlossen zu.  

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Stamm auf erfreuliche Geldeingänge bei der Stadt für GEK-Projekte hingewiesen: 124 718 Euro überwies die Regierung für den Schwabsgraben in Zimmern und für das Dorfgemeinschaftshaus Michelrieth kamen 310 000 Euro von der evangelischen Kirche (200 000 Euro örtliche Kirchengemeinde, 100 000 Euro Landeskirche und 10 000 Euro Planungskostenzuschuss). 

Erdaushub ist unbelastet und wird wieder verwendet

Frühere Anfragen von Stadträten zum Sozialen Wohnungsbau, Säule II (Südring), beantwortete Stamm wie folgt: Der ausgehobene Oberboden sei unbelastet und werde vom Nachbargrundstück wieder entfernt und auf dem Baugrund beziehungsweise zum Auffüllen im Gewerbegebiet Söllershöhe verwendet. Die Fotovoltaikanlage amortisiere sich bei Volleinspeisung ins Netz nach 15 Jahren; wegen niedrigerer Verwaltungs- und Installationskosten werde dies der hausinternen Einspeisung vorgezogen. Vergeben wurde in der Sitzung auch der Auftrag für die Elektroinstallation an die Marktheidenfelder Firma Lermann Technik GmbH für 365 755 Euro. 

Mit einer Schweigeminute gedachte der Stadtrat des am Donnerstag auf dem Altstadtfriedhof beigesetzten Ehrenringträgers Michael Deubert. Der große Verlust für die Stadt zeige sich ganz aktuell angesichts des Jubiläums 175 Jahre Alte Mainbrücke am 29. Januar, für den der Vorsitzende des Historischen Vereins sicher wichtige Beiträge geliefert hätte, sagte Bürgermeister Stamm.

Lob aus der Bevölkerung gab Stamm bezüglich der beim B8-Ausbau erfolgten verbesserten Beleuchtung der Fußgängerüberwege weiter. Die Verkehrsinsel in der Baumhofstraße komme noch, kündigte er an. Auch hier werde überprüft, ob die Beleuchtung ausreiche. Diese Prüfung laufe auch noch beim Fußweg zum Feuerwehrhaus in Altfeld, nach dem sich Renate Schneider (CSU) in der vergangenen Sitzung erkundigt hatte.

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