Bühler

Zuwendungsbescheid für Dorfzentrum Bühler eingegangen

Diese Scheune, die ehemalige Pfarrscheune in Bühler, soll zu einem Dorfzentrum umgebaut und somit ein  zentraler Dorfmittelpunkt werden.
Foto: Ernst Schneider | Diese Scheune, die ehemalige Pfarrscheune in Bühler, soll zu einem Dorfzentrum umgebaut und somit ein zentraler Dorfmittelpunkt werden.

In der Gemeinderatssitzung vom 17. Dezember beschloss der Gemeinderat Eußenheim ohne Gegenstimmen mit 16 Ja-Stimmen, die ehemalige Pfarrscheune  im Ortsteil Bühler zu einem Dorfzentrum umzubauen.

Dazu erläuterte Bürgermeister Dieter Schneider in der jüngsten Sitzung, dass es seit vielen Jahren das Bestreben des Gemeinderates sei, in allen Ortsteilen nach Möglichkeit leerstehende Anwesen zu erwerben, um neue Dorfmittelpunkte zu schaffen. So soll dies, nachdem die Gemeinde das Anwesen mit der ehemaligen Pfarrscheune mit einer Grundstücksgröße von 359 Quadratmetern in Bühler in zentraler Ortslage von einem privaten Eigentümer erwerben konnte, auch im Ortsteil Bühler geschehen. Hier soll ein zentraler Dorfmittelpunkt, eine Begegnungsstätte für Feste wie Maibaumaufstellungen, Serenaden und ähnliches entstehen. Keinesfalls, so betont Bürgermeister Dieter Schneider, soll hier ein Konkurrenzbetrieb zu Gaststätten und Vereinsheimen geschaffen werden.

Ursprünglich Abriss vorgesehen

Der Bürgermeister erläuterte dazu weiter, dass nach dem Kauf des ehemaligen Pfarrhofes mit Scheune und Stallungen vor zwei Jahren eigentlich der Abriss und die Neuerstellung eines Dorfplatzes vorgesehen war. Mittlerweile sei aber durch Martin Brandl vom Landesamt für den Denkmalpflege festgestellt worden, dass das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz steht.

Demzufolge musste von der geplanten Vorgehensweise abgesehen werden und eine Umplanung erfolgen. 

In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro "bma" Bernd Müller aus Rothenfels und unter Einbezug des Landesamtes für Denkmalpflege wurde daher ein neues Konzept entwickelt. Architekt Bernd Müller stellte in einer Gemeinderatsitzung seine mit dem Denkmalschutzamt abgesprochenen Vorstellungen zur Diskussion.

Scheunencharakter erhalten

Seinen Vorstellungen entsprechend, soll bei der Pfarrscheune der Charakter einer Scheune, innen wie außen, erhalten bleiben und von innen bei schlechter Witterung ein mit einer Glasfaltwand verschließbarer Durchgang in den Pfarrhof entstehen. Zusätzlich will Müller das bestehende Fachwerk erhalten und um den Innenraum nicht zu dunkel werden zu lassen, in die neue Biberschwanzbedachung Glasziegel einstreuen. Dies ergebe einen Lichteffekt wie unter einem Laubbaum.

Der Innenraum soll keinesfalls gaststättenähnlich ausgebaut werden. Er bleibt ohne Isolierung und ohne Dämmung. Halle und Hof sollen eine Einheit bilden.

Abgrenzung durch Mauern

Auch die zum Anwesen gehörenden Stallungen bleiben weitgehend erhalten und werden zu Lagerstätten umgebaut. Die das Anwesen umschließenden Mauern bilden dann eine Abgrenzung nach außen zur Straße, die zur Kirche führt. Damit würde bei Veranstaltungen eine gewisse Kindersicherheit erreicht.

Diese Planunterlagen wurden in mehreren Gemeinderatssitzungen beraten und in einer Bürgerversammlung in Bühler am 27. August 2019 mit der Bevölkerung diskutiert und erläutert. Das Fazit aus der Bevölkerung sei durchwegs positiv gewesen, so der Bürgermeister.

Das Hallenmanagement obliegt der Gemeinde und bei eventuellen privaten Feiern ist die Verpflegung durch ein Cateringunternehmen sicherzustellen.

Investition von 980 000 Euro

Das Investitionsvolumen beträgt 980 000 Euro inklusiv Grunderwerb und Kosten des Architekten.

Nachdem die Planunterlagen, sie liegen noch am Landratsamt Main-Spessart zur Genehmigung, erstellt waren, wurde am 24. Oktober 2019, beim Amt für Ländliche Entwicklung der Förderantrag eingereicht. Der Förderbescheid ging dieser Tage bei der Gemeinde Eußenheim ein.

90-prozentige Förderung

Demnach sind von den 960 000 Euro, rund 868 000 Euro förderfähig. Eine 90-prozentige Förderung ist zugesagt. Somit erhält die Gemeinde zu diesem Vorhaben vom Amt für Ländliche Entwicklung eine Förderung in Höhe von 787 000 Euro. Als Eigenanteil verbleiben ihr somit 199 800 Euro.

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