Bad Mergentheim

Besuchsverbot in Krankenhäusern im Main-Tauber-Kreis

Aufgrund der anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen sowie angesichts der jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung und des Landes Baden-Württemberg zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt ab sofort im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ein Besuchsverbot. Im Krankenhaus Tauberbischofsheim gilt das Besuchsverbot ab Donnerstag, 17.12.2020. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.

Diese Maßnahme diene dem Schutz der Patienten sowie der Mitarbeitenden vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. Nur in ganz wenigen Ausnahmefällen werden unverzichtbare Begleitpersonen unter strengen Auflagen zugelassen, etwa bei der Begleitung von sterbenden Patienten, bei der Begleitung von minderjährigen Kindern, bei Begleitung von hilfsbedürftigen Patienten und bei der Begleitung von Schwangeren während der Geburt, so die Mitteilung.

Die Begleitperson muss sich beim Betreten des Krankenhauses registrieren lassen und einen Fragebogen ausfüllen, heißt es weiter. Bei Anzeichen einer Erkältung oder Kontakt zu SARS-CoV-2 positiven Personen werde der Zutritt untersagt. Dies gelte auch für Begleiter einer Schwangeren bei der Geburt. Zum Selbstschutz, aber auch zum Schutz des medizinischen Personals sowie der Patienten müssen alle Begleitpersonen im Krankenhaus eine FFP2-Maske ohne Ventil tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten.

Schutz der Patienten steht an erster Stelle

"Wir wissen, dass dies im Einzelfall für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen sehr hart sein kann", wird Dr. Ulrich Schlembach, Ärztlicher Direktor im Caritas-Krankenhaus, zitiert. "In der Abwägung hat für uns allerdings der Schutz unserer Patienten und Mitarbeitenden vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus oberste Priorität."

Dringende ambulante Termine können von den Patienten nach wie vor wahrgenommen werden, so die Meldung. Alle Therapien, die medizinisch erforderlich und notwendig seien, werden durchgeführt. Auch Notfallpatienten werden weiterhin behandelt. Patienten in der Ambulanz müssen ab sofort eine FFP2-Maske tragen, heißt es weiter. Patienten oder Begleitpersonen, die keine FFP2-Maske dabeihaben, können sie diese am Eingang kaufen, heißt es weiter.

Geplante Eingriffe und Operationen finden statt

Patienten mit einem geplanten stationären Eingriff werden nur mit einem negativen PCR-Test aufgenommen, so die Mitteilung. Notfallpatienten erhalten einen Antigen-Schnelltest und werden bis zum Vorliegen des PCR-Testergebnisses auf der Isolierstation behandelt. 

Eine besondere Situation sei die Aufnahme von Schwangeren während der Geburt. Der Partner der Schwangeren darf während der Geburt mit in den Kreißsaal kommen, wenn er keine Erkältungsanzeichen hat und auch nicht mit positiv getesteten Personen Kontakt hatte, heißt es in der Mitteilung. Dies müsse er schriftlich bestätigen. Die Schwangere und ihre Begleitperson würden außerdem im Kreißsaal mittels Schnelltest auf SARS-CoV-2 getestet werden. Bei einem positiven Ergebnis müsse die Begleitperson das Krankenhaus  verlassen. 

Nach der Geburt darf der Partner so lange im Kreißsaal bleiben, bis die Mutter auf die geburtshilfliche Station verlegt wird, heißt es weiter, doch um das Risiko einer Infektion zu minimieren, sind Besuche auf der geburtshilflichen Station zurzeit nicht gestattet.

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