Gissigheim

Das Kriegerdenkmal wurde restauriert

Zwei Restauratoren bei der Arbeit am Kriegerdenkmal.
Foto: Edgar Münch | Zwei Restauratoren bei der Arbeit am Kriegerdenkmal.

Es ist ein hohes Gut, in Frieden und Freiheit leben dürfen. Kriegerdenkmale erinnern heute daran, dass in der Vergangenheit viele, meist junge Menschen in  irrsinnigen  kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben verloren haben. Sie dienen als Mahnung.  Aus diesem Grund hat die Gemeinde Königheim das Denkmal für die gefallenen und vermissten Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges in Gissigheim restaurieren lassen.

Vielen Besuchern des Gissigheimer Friedhofs ist in der Vergangenheit aufgefallen, wie sehr dieses Monument restaurierungsbedürftig war. Vor allem konnte man die Namen der Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg kaum noch entziffern. Nach der Neugestaltung des Friedhofs vor mehreren Jahren und der Generalüberholung der Weigand-Gruft, eine Erinnerung an den bekannten Heimatdichter Wilhelm Weigand, war es an der Zeit, nun das Kriegerdenkmal unter die Lupe zu nehmen und zu sanieren.

Der Anstoß hierzu war aus der Gissigheimer Bevölkerung gekommen, den Königheims Bürgermeister Ludger Krug aufgegriffen hat, zumal man gleichzeitig eine große Spendenbereitschaft signalisierte. Durch den Spendenaufruf der Gemeindeverwaltung im Amtsblatt kam dann eine beträchtliche Geldsumme zusammen, wozu weit über ein Dutzend Familien bzw. Personen beigetragen haben.  

Gelungenes Kunstwerk

Die Firma "Fleck Natursteine" Tauberbischofsheim hatte man beauftragt, dieses Kriegerdenkmal, das aus Grünem Sandstein errichtete wurde und auf einem etwa 3,70 Meter breiten, mächtigen Naturstein-Sockel sitzt, in einen würdigen Zustand zu bringen. Das eindrucksvolle Werk hat zusammen mit dem Stein-Kreuz auf der Spitze eine Höhe von fast vier Metern.

In der Mitte des Denkmals befindet sich eine in erhabener Schrift aufgesetzte schwarze Tafel mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen  59 Soldaten aus Gissigheim, links und rechts davon in zwei großen Stein-Blöcken die Namen der 21 Vermissten und der 50 im Zweiten Weltkrieg  Gefallenen.

Relief eines sterbenden Soldaten

Vermutlich war das Denkmal nach dem Ersten Weltkrieg schon in dieser Größe konzipiert. Eventuell standen links und rechts von der mittleren Tafel je eine  Figur, die nach dem Zweiten Weltkrieg durch die neuen Namens-Steine ersetzt wurden. Im oberen Bereich ist ebenfalls aus Grünem Sandstein als Relief ein sterbender Soldat zu sehen, dem der auferstandene Christus die Hand reicht.

Insgesamt wirkt das kunstvolle Monument nicht nur durch seine Größe allein sondern auch durch die einheitliche Verwendung des gefälligen Grünen Sandsteins sehr eindrucksvoll.

Schon nach der Entfernung des Staubbelags und einer Algenschicht gab das Denkmal wieder ein einigermaßen ordentliches Bild ab. Zum Erstaunen des Restaurators wurden Reste einer ursprünglich in Gold auf dunklem Hintergrund gefassten Schrift sichtbar. Man hat die Buchstaben jetzt in dunkler Farbe nachgezogen, so dass sie sich vom hellen Sandstein deutlich  abheben.

Leider zeigte das Monument auch einige Abschieferungen bzw. Risse, die mit Harzkleber behandelt wurden. Laut Restaurator war die jetzt durchgeführte Sanierung höchste Zeit um größere Schäden zu verhindern. Die Gissigheimer können sich nun freuen, dass sich das Denkmal nach der Sanierung nun wieder in einem würdigen Zustand  befindet.

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