Grünsfeld

Gemeinsam für mehr Artenvielfalt

Naturata hat eine rund 10 000 Quadratmeter große  unternehmenseigene Biotopfläche.
Foto: Ulrich Feuerstein | Naturata hat eine rund 10 000 Quadratmeter große  unternehmenseigene Biotopfläche.

Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Artenvielfalt“ engagiert sich die Naturata Logistik eG seit vielen Jahren für die ökologische Vielfalt. Eine neue Infotafel am Firmengelände am Industriepark auf dem Waltersberg gibt einen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen.

„Rund 10 000 Quadratmeter umfassen die unternehmenseigenen Biotopflächen“, sagt Naturata-Vorstand Reinhold Hollering. Viel Platz für Flora und Fauna. Um sie zu fördern, habe man sich nach Kooperationspartner umgeschaut. Die Holle baby food AG sowie der Naturschutzverein und die Stadt Grünsfeld unterstützen, so Hollering, das Gemeinschaftsprojekt.

Vieles konnte so realisiert werden. Darüber gibt die neue Infotafel Auskunft. Angefangen hat alles mit der Dach- und Fassadenbegrünung an der Halle 1. Es kamen weitere Maßnahmen hinzu. So wurden die Heckenstrukturen verbessert, Wildobst- und Vogelhecken angelegt. Ein Lesesteinhaufen, ein Teich und ein überdimensionales Insektenhotel bieten Unterschlupf für unterschiedliche Tierarten.

Möglichst wenig Flächen versiegeln

„Überall, wo es ging, haben wir darauf verzichtet, Flächen zu versiegeln“, erklärt Hollering. Fahrspuren, Parkplätze und Feuerwehrumfahrungen sind deshalb nicht geteert, sondern geschottert. Photovoltaik auf den Dächern zur Stromgewinnung sind für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Eine Besonderheit ist das Biotop auf dem Freigelände hinter den Hallen. Streuobstbäume wie Apfel, Birne und Zwetschge sind dort angepflanzt worden. Für die vom Aussterben bedrohten Rebhühner hat man Deckungsmöglichkeiten und Sandbäder geschaffen. Beim Rebhuhnmonitoring haben Mitarbeiter der Firma Andrena aus Gamburg, Büro für Landschaftsökologie und Naturschutz, mehrere Exemplare des seltenen Kreuzenzians entdeckt, die jetzt vom Naturschutzverein betreut werden.

17 Singvogelarten gehört

„Ein duftender und vielfältiger Lebensraum ist entstanden“, freut sich Reinhold Hollering. Er berichtet von 17 Singvogelarten, die Alois Reinhart, Vorsitzender des Naturschutzvereins, und ein Vogelkundler erst kürzlich auf dem Gelände verhört haben. Mit dem Erreichten will er sich aber nicht zufriedengeben. Die Infotafel dokumentiert in seinen Augen deshalb nur einen Zwischenstand. Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Kompetenz, die sich die Verantwortlichen bei Naturata in Sachen Ökologie erworben haben, ist mittlerweile gefragt. Seit kurzem ist man Mitglied von UnternehmensNatur. Dies ist eine Initiative der Flächenagentur Baden-Württemberg und des NaBu BW unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Hier sollen Unternehmen im Ländle beraten werden, wie sie ihr Firmengelände nachhaltiger gestalten und ökologisch aufwerten können. „Hier können wir unsere Ideen einbringen“, betont Hollering. Interessierte Unternehmer, Selbständige und Führungskräfte will er in dieser Hinsicht unterstützen. Führungen über das Betriebsgelände sind auf Anfrage ebenfalls möglich.

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