Tauberbischofsheim

IG Metall diskutiert Tarifergebnis für Baden-Württemberg

IG-Metall-Vertrauensleute bei der Firma Bartec in Bad Mergentheim hatten am 4. März einen Warnstreik in der Tarifrunde organisiert.
Foto: IG Metall | IG-Metall-Vertrauensleute bei der Firma Bartec in Bad Mergentheim hatten am 4. März einen Warnstreik in der Tarifrunde organisiert.

Am Mittwoch diskutierten die Vertrauensleute und Betriebsräte der Metall- und Elektroindustrie des Main-Tauber-Kreises und östlichen Neckar-Odenwald-Kreises in einer Videokonferenz über das Ergebnis der Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg. Bezirksleiter Roman Zitzelsberger will die Erklärungsfrist der Gewerkschaft bis Ende April nutzen, um die Einzelheiten mit den Mitgliedern zu besprechen und Rückmeldungen einzuholen.

Harald Gans, erster Bevollmächtigter der IG Metall Tauberbischofsheim, stellte das Tarifergebnis im Detail vor. So gibt es für die Beschäftigten im Juni 2021 unter anderem 500 Euro Corona-Beihilfe, für Azubis 300 Euro und später jährliche Sonderzahlungen im Februar. Die prozentualen Lohnerhöhungen können zur Beschäftigungssicherung herangezogen werden. Auch die Arbeitszeit kann dafür gesenkt werden.

Für Absolventen eines Dualen Studiums gelten erstmals Tarifverträge. Forderungen der Arbeitgeber auf Zeit und Geld seien abgewehrt worden, so die Pressemitteilung. Gleichzeitig wurden Vereinfachungen tariflicher Regelungen vereinbart, die auch von der IG Metall gewünscht waren. Sollten Unternehmen nachweislich eine bestimmte Netto-Umsatzrendite unterschreiten, können die Betriebsparteien künftig eine Verschiebung der Sonderzahlung ZUB vereinbaren.

In der Diskussion gab es sowohl Zustimmung als auch Kritik an den einzelnen Punkten. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich für die Annahme des Ergebnisses aus. Harald Gans dankte für die Rückmeldungen, vor allem aber für das Engagement während der Tarifrunde. Die IG Metall Tauberbischofsheim organisierte drei Aktionen während der Friedenspflicht. Danach waren waren 2052 Mitglieder bei 16 Arbeitsniederlegungen auf die Straße gegangen.

Als einige Tage zuvor die Delegiertenversammlung, das höchste Entscheidungsorgan der IG-Metall-Geschäftsstelle, eine Videokonferenz abhielt, waren die Tarifverhandlungen noch nicht beendet. Bei der IG Metall Tauberbischofsheim gehören der Delegiertenversammlung 67 Mitglieder aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie und dem Metallhandwerk im Main-Tauber-Kreis und im östlichen Neckar-Odenwald-Kreis an. Sie werden alle vier Jahre von den Mitgliedern in den Betrieben in die Versammlung geschickt.

Für die Zeit nach Ablauf der Erklärungsfrist der Tarifrunde Ende April, macht die IG Metall jetzt Pläne. Aktuell werden Konzepte erarbeitet, um Betriebsräte und Vertrauensleute zu schulen, informiert die Pressemitteilung.

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