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Landtagswahl: Was Wolfgang Reinhart (CDU) für Main-Tauber plant

Wolfgang Reinhart ist CDU-Kandidat der Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg.
Foto: CDU Landesverband Baden-Württemberg | Wolfgang Reinhart ist CDU-Kandidat der Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg.

Zur Landtagswahl am 14. März hat die Redaktion den Kandidatinnen und Kandidaten der im Landtag vertretenen Parteien sieben Fragen gestellt. Alle erhielten die gleichen Fragen und haben schriftlich geantwortet. Die Beiträge erscheinen in loser Folge. Heute: Wolfgang Reinhart (CDU).

Frage: Was ist für Sie aktuell das wichtigste landespolitische Thema?

Wolfgang Reinhart: Das ist immer noch die Corona-Krise. Angesichts der Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie, unter anderem beim Impfen, müssen wir weg vom Lockdown-Denken, weg auch von der Fixierung auf Inzidenzzahlen und hin zu einer Politik des Ermöglichens. Die Frage muss sein: In welchen Bereichen und unter welchen Voraussetzungen können wir Leben und Wirtschaften wieder möglich machen.

Wie soll mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie umgegangen werden?

Reinhart: Corona trifft die Wirtschaft hart. Aus täglichen Gesprächen mit Industrieunternehmern, Gastronomen, Selbständigen und Einzelhändlern aus dem Main-Tauber-Kreis kenne ich die Lage sehr genau. Ich möchte, dass unsere Stadtzentren und Ortskerne auch noch nach der Krise attraktiv sind. Deshalb habe ich mich im Landtag früh für Wirtschaftshilfen in Milliardenhöhe stark gemacht. Für die Zeit nach der Krise haben wir zudem ein Durchstarterpaket für den Mittelstand geschnürt. Auch für den Einzelhandel werden wir ein Neustartprogramm brauchen.

In welchen Bereichen der Bildungspolitik besteht Handlungsbedarf?

Reinhart: Wir haben in der Bildungspolitik wieder einen vernünftigen Kurs eingeschlagen. Jetzt zählen wieder Qualität und Leistung und nicht mehr irgendwelche Ideologien. Bis aber die Sünden der Vergangenheit vollständig überwunden sind, wird es noch dauern. Deshalb werden wir in der nächsten Legislaturperiode diesen Kurs fortsetzen. Nachholbedarf – das hat die Corona-Krise gezeigt – haben wir an den Schulen auch beim Thema Digitalisierung. Das haben wir aber längst erkannt, und da sind wir auch dran.

Welche Schwerpunkte sollten im Bereich Digitalisierung in Baden-Württemberg gesetzt werden?

Reinhart: Wir haben die Fördermittel für den Breitbandausbau gegenüber der letzten Legislaturperiode fast verzehnfacht: rund eine Milliarden Euro seit 2016. Und in der nächsten Legislaturperiode wollen wir dieses Tempo mindestens halten. Mittlerweile sind alle Schulen im Main-Tauber-Kreis an das Glasfasernetz angeschlossen. Nach den jüngsten Erhebungen in der Region Nordwürttemberg liegen wir – was den Breitbandausbau im Landkreis angeht – sogar vorne. Das ist ermutigend.

Welche Ansätze verfolgen Sie in der Klimapolitik des Landes?

Reinhart: Wir begreifen Klimaschutz als eine Chance für die Wirtschaft im Land. Hier entstehen modernste Technologien, die weltweit benötigt werden. Wir setzen auf Technologie-Offenheit und wehren uns – zum Beispiel bei der Frage der künftigen Antriebsart von Fahrzeugen – gegen einseitige Festlegungen von oben. Und wir haben die Grünen von der Gründung einer Klimaschutzstiftung überzeugen können, mit der das Land schneller klimaneutral werden kann.

Schiene oder Straße: Für welche Verkehrspolitik setzen Sie sich ein?

Reinhart: Wir brauchen beides: Straße und Schiene sind die Lebensadern – gerade bei uns im ländlichen Raum. Wir ermöglichen mit Rettungsschirmen im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro, dass die Kommunen und Verkehrsbetriebe trotz eines Einbruchs der Fahrgast-Zahlen das ÖPNV-Angebot aufrechterhalten können. Wir brauchen aber auch ein gutes Schienen- und Straßennetz. Im Unterschied zur grün-roten Vorgängerregierung fördern wir alle Verkehrsträger gleichermaßen. Wir blockieren den Straßenbau nicht, haben die Straßenbau-Verwaltung wieder schlagkräftiger gemacht. Daneben kommen auch wichtige Projekte im Kreis: Ich erinnere an die BAB3 bei Wertheim/Marktheidenfeld oder das Thema Brückenschlag bei Freudenberg und Wertheim mit einem Staatsvertrag, der erst kürzlich in erster Lesung in den Landtagen von Bayern und Baden-Württemberg war.

Wo sehen Sie Entwicklungsbedarf in Ihrem Wahlkreis?

Reinhart: Der Main-Tauber-Kreis muss wirtschaftlich stark bleiben und seine ganz besondere Lebensqualität behalten. Das steht im Mittelpunkt meiner Arbeit als Abgeordneter, und ich denke, ich konnte einiges erreichen. Insbesondere konnten wir die Hochschule der Polizei in Wertheim wieder aktivieren und dafür eine Investition im zweistelligen Millionenbereich nach Wertheim holen. Beim Breitband- und Mobilfunkausbau geht es vorwärts, und ich mache weiter Tempo, damit der Main-Tauber-Kreis mit seinen vielen mittelständischen Weltmarktführern Anschluss hat an die digitale Zukunft. Den Gesundheitsstandort Main-Tauber entwickeln wir mit Fördergeldern in dreistelliger Millionenhöhe ebenfalls kraftvoll weiter: Auch die Landarztquote, die ich politisch mit durchgesetzt habe, stärkt unseren ländlichen Raum. Der Zuschlag für die Landesgartenschau 2034 in Bad Mergentheim steht ebenfalls für ein wichtiges Zukunftsprojekt im Wahlkreis. Auch die Rekordsumme aus der Städtebauförderung zeigt: Wir bringen den Main-Tauber-Kreis voran.

Steckbrief

Name: Prof. Dr. Wolfgang Reinhart
Alter: 64 Jahre
Beruf: Rechtsanwalt
Familienstand/Kinder: Verheiratet, zwei Kinder
Wohnort: Tauberbischofsheim
Lieblingsplatz im Wahlkreis: Besonders gerne in der Natur auf unseren wunderschönen Rad- und Wanderwegen oder auch im Schloss Weikersheim, Kloster Bronnbach oder auf Burg Wertheim.
Quelle: Wolfgang Reinhart
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