Tauberbischofsheim

Preisetiketten getauscht: Paar wegen versuchten Betrugs verurteilt

In einem Bekleidungsgeschäft im Wertheim Village tauschten im Juli 2019 zwei Männer und eine Frau Preisetiketten aus, um beim Bezahlen an der Kasse Geld zu sparen, statt 624 Euro nur 212 Euro. Der Schwindel flog auf und ein Mann und die Frau, beide aus Hanau, konnten bis zum Eintreffen der Polizei vom Sicherheitsdienst festgehalten werden.

Wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs verurteilte jetzt das Amtsgericht Wertheim den 32-jährigen ledigen staatenlosen Mann zur Strafe von acht Monaten, setzte sie aber gegen Ableistung von 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit zur Bewährung aus. Die Frau, seine Lebensgefährtin, war "wegen Erkrankung" vom Erscheinen zur Verhandlung entbunden. Gegen sie erging ein Strafbefehl über sechs Monate zur Bewährung mit ebenfalls 60 Stunden. Die dritte Person ist den Ermittlungsbehörden weiterhin unbekannt.

Der Angeklagte und die Frau kamen im Geschäft zum Bezahlen an die Kasse. Dem Filialleiter fiel der Unterschied zwischen teurer Ware und niedrigem Preis auf. Bei der Überprüfung der Kameraaufzeichnungen stellte er fest, dass eine dritte Person beteiligt war. Der Etikettentausch fand durch diesen in der Umkleidekabine statt und die zugehörigen Etiketten waren im Laden versteckt.

Angeklagter behauptete, er sei hereingelegt worden

In der Verhandlung behauptete der Angeklagte, vom Etikettentausch nichts gewusst zu haben, die dritte Person habe ihn hereingelegt. Dieser habe gesagt, "zahle das mal für mich". Von dem Mann kenne er nur den Vornamen, "Alex". Die Einlassung fand keinen Glauben, denn die Kameraaufzeichnungen belegen mehrfache gegenseitige Kontakte.

Die Frau, die den Strafbefehl erhielt, ist vorbestraft, weil sie im Kaufhof Hanau Preisschilder getauscht hatte. Dabei war auch ein Kind behilflich, das sich in ihrer Begleitung befand. Der Mann hat in Deutschland bereits einige Geldstrafen wegen Diebstahls, Betrugs und Erschleichen von Leistungen bekommen, teilweise liegen sie viele Jahre zurück. Ein Gericht in Rumänien verhängte 2014 wegen schwererer Delikte eine Strafe von zwei Jahren und vier Monaten.

Im jetzigen Fall hielt es das Gericht in der Urteilsbegründung für möglich, dass die unbekannte Person Chef der Gruppe von mindestens drei Personen war, und der Angeklagte nur "benutzt" wurde. Er habe aber Bescheid gewusst.

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