Grünsfeld

Vielfalt der Krippen in einer Ausstellung gezeigt

Die Miniaturkrippen, die Christine Kastner (rechts) und Alfred Beetz für die Ausstellung des Kulturvereins zusammengetragen hatten, begeisterten auch die jungen Besucher.
Foto: Ulrich Feuerstein | Die Miniaturkrippen, die Christine Kastner (rechts) und Alfred Beetz für die Ausstellung des Kulturvereins zusammengetragen hatten, begeisterten auch die jungen Besucher.

Wo Christen Weihnachten feiern, findet sich der Brauch, Krippen aufzustellen. Da kann man Maria, Josef und das in Windeln gewickelte Jesuskind sehen. Auch Ochs und Esel gehören dazu. Nicht zu vergessen die Hirten und die Heiligen Drei Könige. Mit viel Phantasie wird das biblische Geschehen veranschaulicht. Eine bunte Vielfalt unterschiedlichster Krippendarstellungen zeigte die vom Kulturverein organisierte Ausstellung im Leuchtenbergsaal des Zehntgebäudes.

Schauen und staunen - dazu lud die Ausstellung ein. Von „Schätzen, die sich in den Häusern verbergen“, sprach Christine Kastner. Die Vorsitzende des Kulturvereins hatte die Ausstellung zusammen mit Stellvertreter Alfred Beetz und etlichen Helfern organisiert. „Die Kunstwerke zaubern eine weihnachtliche Stimmung“, waren beide überzeugt.

Liebe zum Detail

Ein besonderer Hingucker war Wilfried Kemmers überdimensionale Holzkrippe. Seit einigen Jahren ist das Lebenswerk des Gerlachsheimer Künstlers als Dauerleihgabe in Grünsfeld. Zwölf Jahre und mehr als 2000 Stunden benötigte Kemmer, um seine Krippe fertigzustellen. In einer Simultanschau zeigt sie die aus der Bibel bekannten Begebenheiten von Mariä Verkündigung bis zur Flucht nach Ägypten. Mit viel Liebe zum Detail sind die einzelnen Szenen ausgestaltet.

Seine Arbeit als Holzschnitzer zeigte Kemmer in der Kulturwerktstatt. Die Besucher konnten ihm dabei zusehen, wie aus Holz kleine Kunstwerke entstehen.

Verschiedene Materialien

Im Kontrast zu Kemmers Monumentalwerk standen zahlreiche Miniaturkrippen im Leuchtenbergsaal. Formen und Figuren, Materialien und Motive konnten kaum abwechslungsreicher sein. Da gab es filigrane Darstellungen der Geburt Jesu in Nussschalen, in Streichholzschachteln oder in Hohlräumen von Mineralien und Wurzelwerk. Liebenswerter Kitsch und große handwerkliche Kunst waren einträchtig vereint.

Der Verein der Schlesier hatte ebenfalls für Besichtigungen geöffnet. Die Mitglieder erzählten über Brauchtum und Traditionen aus der alten Heimat.

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