Bad Königshofen

15 Jahre in Bad Königshofen: Pfarrer Bärnreuther gestorben

Im Alter von 94 Jahren starb in Scheßlitz bei Bamberg der evangelische Pfarrer Michael Bärnreuther. Mehr als 15 Jahre war er in Bad Königshofen ein beliebter Seelsorger.
Foto: Repro: Hanns Friedrich | Im Alter von 94 Jahren starb in Scheßlitz bei Bamberg der evangelische Pfarrer Michael Bärnreuther. Mehr als 15 Jahre war er in Bad Königshofen ein beliebter Seelsorger.

Im Alter von 94 Jahren ist bereits am 2. Januar Pfarrer Michael Bärnreuther in Scheßlitz bei Bamberg gestorben. Dort wohnte er seit seiner Pensionierung im Jahr 1992. In Bamberg war Michael Bärnreuther seit 1978 an der Auferstehungskirche Pfarrer und Mitglied im Pfarrkapitel des Evangelisch Lutherischen Dekanatsbezirks. In Bad Königshofen war er vom 1. Mai 1962 bis 31. Januar 1978 Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Hier war er es, der gemeinsam mit dem damaligen Dekan Karl Merz und nach dessen plötzlichem Tod mit Dekan Franz-Paul Geis, den ersten "Ökumenischen Christenrat" gründete. Damit wurde der Grundstein für die heutige Ökumene gelegt.

Karin Pirkl war in dieser Zeit Sekretärin im evangelischen Pfarrhaus und spricht rückblickend von einem Pfarrer, dem die Seelsorge ein Herzensanliegen war. Pfarrer Michael Bärnreuther hatte Unterstützung durch Vikar Dieter Gawlik, der vor allem im damaligen Melanchtonheim eingesetzt war. Von Amtswegen habe Pfarrer Bärnreuther als Vorsitzender des evangelischen Schülerheims "Melanchtonheim" die Verwaltung und  Betreuung geleitet, was oft mit vielen Schwierigkeiten verbunden war. Karin Pirkl verweist in einem Gespräch auf das Seelsorgegebiet der evangelischen Kirchengemeinde Bad Königshofen. Das umfasste den gesamten Altlandkreis Königshofen, ausgenommen den Milzgrund mit Aubstadt, Irmelshausen, Höchheim und Gollmuthhausen.

Ein Bild aus vergangenen Jahrzehnten, als Pfarrer Michael Bärnreuther  und Vikar Dieter Gawlik (rechts) mit zahlreichen Jugendlichen den feierlichen Konfirmationsgottesdienst  in der evangelischen Kirche feierten.
Foto: Repro: Hanns Friedrich | Ein Bild aus vergangenen Jahrzehnten, als Pfarrer Michael Bärnreuther und Vikar Dieter Gawlik (rechts) mit zahlreichen Jugendlichen den feierlichen Konfirmationsgottesdienst in der evangelischen Kirche feierten.

Zahlreiche Aufgaben warteten auf  Pfarrer Bärnreuther. Dazu gehörte im Jahr 1968 die Generalsanierung der evangelischen Kirche ebenso, wie die Renovierung der Orgel. Er war es, der die Idee für einen "Gemeindebrief" der evangelischen Kirchengemeinde hatte und sie mit dem Kirchenvorstand umsetzte. Dieser wurde damals auf sogenannte Matritzen geschrieben und dann vervielfältigt. Die Krankenhausseelsorge und die Seniorenarbeit waren ein weiteres Anliegen, dem sich Michael Bärnreuther widmet. Er hat den Gemeindekreis ins Leben gerufen, der von 35 Gemeindehelfern betreut wurde.  Die Krankenhausseelsorge und die Seniorenarbeit lagen ihm sehr am Herzen. Weiterhin war er weiterhin Mitbegründer des Kegelclubs "Kirchenmäuse", bei dem sich Mitarbeiter beider Konfessionen in geselliger Runde trafen.

1971 wurde unter Pfarrer Bärnreuther und Dekan Franz-Paul Geis der "Ökumenische Christenrat" gegründet, wodurch das ökumenische Leben der beiden Gemeinden bis heute eine besondere Wertschätzung erfuhr. Die Zusammenarbeit beider Kirchengemeinden blühte auch dank Gertrud Werb vom katholischen Frauenbund und Margot Bärnreuther von der evangelischen Kirchengemeinde auf. So wurden Altenheim- und Krankenhausbesuche miteinander durchgeführt. Eine intensive Arbeit mit Kindern und Familien, dem "Ökumenischen Stammtisch" und vielen gemeinsam gestalteten Gottesdiensten untermauerten den ökumenischen Gedanken.

Als Pfarrer Michael Bärnreuther 1978 an die Pfarrstelle der Auferstehungskirche in Bamberg berufen wurde, hinterließ er in Bad Königshofen eine lebendige Gemeinde. Diese wurde damals von Pfarrer Gottfried Krauß übernommen und mit ihm die ökumenischen Beziehungen weiter gefestigt. Pfarrer Krauß war zuvor in der deutschen evangelischen Gemeinde in Buenos Aires tätig.

Pfarrer Michael Bärnreuther wurde auf dem Stadtfriedhof in Bayreuth beigesetzt. Er hinterließ seine beiden Kinder Michael und Andrea.

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