Bischofsheim

Aus der Grünfläche in Frankenheim soll ein Baugebiet werden

Der unbebaute Bereich im Baugebiet "Am Stockacker" soll in den Bebauungsplan aufgenommen werden.
Foto: Marion Eckert | Der unbebaute Bereich im Baugebiet "Am Stockacker" soll in den Bebauungsplan aufgenommen werden.

"Unser Wald ist langfristig angelegt", betonte Bürgermeister Georg Seiffert. Die Stadt Bischofsheim komme daher mit Höhen und Tiefen im Forst zurecht. Zumindest ein finanzielles Tief gab es im vergangenen Jahr. Das wirtschaftliche Ergebnis lag bei einem Defizit von 54 755 Euro. Prognostiziert waren allerdings 112 200 Euro Defizit. Geringere Kosten für Dienstleistungen durch Dritte führten zu diesen Zahlen. Die detaillierte Auflistung und die forstlichen Eckpunkte stellte Revierförster Daniel Walter vor. Bürgermeister Seiffert konnte außerdem Constantin von Waldthausen sowie Malte Koch begrüßen, der künftig mit Daniel Walter für den Bischofsheimer Stadtwald zuständig sein wird.

Bei der Fichte sei in 2020 ausschließlich Schadholz angefallen. Die Preise hierfür seien in Keller, doch musste das Holz aufgearbeitet werden. Bis zum Winter war das Käferholz aus dem Wald geholt. Sollten jetzt noch tote Bäume auffallen, dann seien diese erst nach der Aufarbeitung abgestorben. Von Waldthausen versicherte aber, dass von diesen Bäumen keine Gefahr für den Wald mehr ausginge, da sei der Borkenkäfer nicht mehr drin. Insgesamt wurden in 2020 9108 Festmeter Holz eingeschlagen. Der Anteil von regulär geschlagenem Buchenholz lag bei 2760 Festmetern. Der Schadholzanteil in der Fichte betrug 6152 Festmeter.

Der Holzpreis geht wieder nach oben

Für 2021 ist ein Holzeinschlag von 8790 Festmetern geplant. Der Buchenanteil liegt bei 4455 Festmetern, da schwaches Stammholz durchforstet werden muss. Auch bei der Fichte ist wieder ein regulärer Einschlag vorgesehen, allerdings auch die weitere Aufarbeitung von Schadholz. Wie von Waldthausen ausführte, gehe der Preis für frisches Fichtenholz wieder nach oben, so dass sich der Einschlag lohnen könne, der Preis für Schadholz bleibe allerdings niedrig.

Auf vier Kilometern sei Wegeunterhalt vorgesehen, im Bereich Geiskopf, Guckasweg und Viehweg. Auf acht Kilometern Länge sei das Säubern und Instandhalten von Gräben vorgesehen. Aufforstungen seien auf 20 Hektar geplant, wobei elf einzelne Förderanträge gestellt wurden, hieß es weiter. Die Pflanzungen werden über eine Baumschule vorgenommen, die eine Anwuchsgarantie gebe.

Überschuss liegt bei rund 61 000 Euro

Die Zahlen für 2021: Der Holzverkauf mit 421 000 Euro wird als die größte Einnahmequelle beziffert, hinzu kommen staatliche Förderungen für die Betriebs- und Revierleitung sowie Waldförderprogramme (Pflanzung und Erhalt von Biotopbäumen) in Höhe von 79 550 Euro. An Gesamteinnahmen werden 654 815 Euro erwartet. Bei den Ausgaben schlagen vor allem Angestelltenvergütungen sowie Dienstleistungen durch Dritte (Betriebsausführung, Harvestereinsatz, Rückekosten, Dienstleistungen für Holzeinschlag) zu Buche. Für den Wegeunterhalt sind 35 000 Euro veranschlagt. Insgesamt liegen die Ausgaben bei 593 150 Euro. Demnach wird mit einem Überschuss von 61 665 Euro gerechnet.

"Ich hoffe, wir sind durch das Tal der Tränen durch", sagte von Waldthausen. Der relativ feuchte Winter lasse hoffen, dass in 2021 weniger Schadholz anfallen werde. "Der Winter war förderlich für die Gesundheit der Bäume."

Grünfläche soll Baugebiet werden

Der Bebauungsplan "Nördlich der B 279", Am Stockacker im Ortsteil Frankenheim, ist seit 1973 rechtskräftig. Nun soll für eine bislang unbebaute und nicht überplante Grünfläche Baurecht geschaffen werden. Bürgermeister Georg Seiffert versicherte, dass die Vorgaben analog zum bestehenden Baugebiet übernommen und mit dem Bauamt und dem Planungsbüro abgestimmt wurden. Das Thema beschäftige die Stadt schon seit 2018. Nun waren einige Beschlüsse zu fassen, als nächster Verfahrensschritt wird die öffentliche Auslegung stattfinden.

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass der Auftrag zur Lieferung von Spielgeräten für den Spielplatz Wegfurt an die Firma Ziegler, Zeitlitz, für 31 271 Euro vergeben wurde. Zugestimmt wurde der Nutzungsänderung des bestehenden Wohngebäudes in der Geigensteinstraße in Oberweißenbrunn zu Ferienwohnungen. Die Umnutzung diene der Erweiterung des Gasthauses und der Pension "Zum Lamm", die sich direkt gegenüber befindet. Grünes Licht gab es für den Wohnhausumbau (drei Wohneinheiten) mit Dachstuhlerneuerung und Teilabbruch des Nebengebäudes auf einem Anwesen in der Brendstraße in  Unterweißenbrunn. Ebenfalls aus Unterweißenbrunn kam der Bauantrag zum Dachgeschossausbau am bestehenden Gästehaus.

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