Bad Neustadt

Bad Neustadt: Siemens nimmt vollautomatisches Hochregallager in Betrieb

Damit festigt Bad Neustadt seinen Status als digitales Vorzeigewerk im Siemens-Werkeverbund. Platz für 4400 Paletten. Was konnte alles mit der Investition optimiert werden?
Vollautomatisch und Platz für 4400 Paletten. Ein Blick in das neue Hochregallager von Siemens in der Bad Neustädter Industriestraße.
Foto: Stefan Kritzer | Vollautomatisch und Platz für 4400 Paletten. Ein Blick in das neue Hochregallager von Siemens in der Bad Neustädter Industriestraße.

In keinem anderen Siemens-Werk ist die Digitalisierung so weit vorangeschritten wie in Bad Neustadt. Jetzt macht Siemens einen weiteren Schritt nach vorne und nimmt ein vollautomatisches Hochregallager in der Halle B3 in der Industriestraße in Betrieb. Das Palettenlager hat 4400 Stellplätze, verkürzt innerbetriebliche Transportwege immens und sorgt zudem in Sachen Warenannahme für zentralisierte und optimierte Prozesse. Bis zu 80 Paletten können pro Stunde in der neuen Anlage sortiert werden. In einer Feierstunde mit Siemens-Vorstand Klaus Helmrich, CEO der Siemens Digital Industries, wurde das neue Hochregallager offiziell in Betrieb genommen.

Zwei große und ein kleinerer Ladeport stehen ab sofort bei Siemens für die Warenannahme bereit. Von dort werden die Paletten mit drei fahrerlosen Transportsystemen vom Typ Agilox in das vollautomatische Hochregallager transportiert, die Waren für den Lieferprozess gescannt und mittels einer Siemens-Cloud für die Werke in der ganzen Welt digitalisiert und transparent gemacht. "Das Hochregallager ist ein Referenzbeispiel für die Digitale Transformation", sagte Helmrich bei der Eröffnung der Anlage. Für diese wurde die Halle B3 um einen Lkw-Ladeport erweitert. Das neue Hochregallager ersetzt ein veraltetes Lagersystem an gleicher Stelle. "Der Standort Bad Neustadt ist heute schon ein digitales Vorzeigewerk im Siemens-Werkeverbund. Mit der Digitalisierung und Optimierung der Logistik am Standort machen wir das Werk noch wettbewerbsfähiger und gestalten damit aktiv die Zukunft des Standortes", erklärte Helmrich.

Ein Rotes Band für ein vollautomatisches Hochregallager muss natürlich ein vollautomatisches fahrerloses Transportsystem durchtrennen. Gesteuert wird 'Eberhard' bei der Eröffnung ausnahmsweise manuell von Siemens-Vorstand Klaus Helmrich (rechts), CEO der Siemens Digital Industries. Mit auf dem Bild: CEO der Siemens Business Unit Motion Control Wolfgang Heuring (zweiter von rechts), Betriebsrat Oliver Mauer (dritter von rechts) sowie Bürgermeister Michael Werner (ganz links).
Foto: Stefan Kritzer | Ein Rotes Band für ein vollautomatisches Hochregallager muss natürlich ein vollautomatisches fahrerloses Transportsystem durchtrennen.

Neues Logistikkonzept sorgt für optimalen Warenverkehr

Das neue Logistikkonzept modernisiert den Warenverkehr am Standort und sorgt für optimale Abläufe. 34 Jahre lang war die Hauptwarenannahme in der sogenannten Geishalle rund 450 Meter von der Produktion entfernt angesiedelt. Die angelieferten Materialien mussten bei Wind und Wetter mit dem Gabelstapler zur Produktion gebracht werden. Mit dem Neubau einer zentralen Warenannahme können die täglichen Staplerfahrten nahezu komplett entfallen. "Ein enormer Zeit- und damit Kostenvorteil", wie Werkleiter Peter Deml bestätigte.

In die neue Warenannahme und das Hochregallager hat Siemens einen siebenstelligen Betrag investiert. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control, betonte, dass die Anlage als erste in einem Siemens-Werk an die firmeneigene Cloud angeschlossen ist und einen vollständig digitalisierten Wareneingangs- und Ausgangsprozess möglich macht. "Kein Werk hat mehr Maschinen an die Siemens-Cloud angeschlossen als Bad Neustadt", betonte Heuring. Betriebsrat Oliver Mauer bestätigte, dass Siemens in Bad Neustadt in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen habe.

Thomas Habermann erinnerte an die Ereignisse vor zehn Jahren

Landrat Thomas Habermann betonte mit Rückblick auf die Ereignisse vor zehn Jahren, als große Teile des Standortes geschlossen werden sollten: "Die Rhön steht nicht nur auf wie vor zehn Jahren, sie marschiert heute auch voran." Habermann forderte von Siemens und allen Mitarbeitern, auch in Zukunft änderungsbereit zu bleiben und innovativ voranzugehen. Bürgermeister Michael Werner hob die kooperative Arbeit mit Siemens hervor. Die neue Anlage sei ein weiterer Schritt in die Zukunft.

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