Mellrichstadt

Biohotel Sturm in Mellrichstadt sagt Corona den Kampf an

Das Hoteliersehepaar Matthias und Christa Schulze Dieckhoff plant den Neubau von 16 Gästezimmern für ihr Hotel. Dazu wird das Areal umfassend neugestaltet.
Foto: Bildrechte: Matthias Schulze Dieckhoff | Das Hoteliersehepaar Matthias und Christa Schulze Dieckhoff plant den Neubau von 16 Gästezimmern für ihr Hotel. Dazu wird das Areal umfassend neugestaltet.

Bürgermeister Michael Kraus betonte zu Beginn der jüngsten Stadtratssitzung, dass er es gerade in der jetzigen Zeit, in der die Branche durch Corona und Lockdown arg gebeutelt werde, besonders gut finde, dass das Hoteliers-Ehepaar Schulze Dieckhoff einen Umbau seines Biohotels Sturm in Angriff nehmen will. Das Ehepaar stellte sein Vorhaben dem Gremium vor.

Auch Christa Schulze Dieckhoff findet das Projekt in der jetzigen Zeit ungewöhnlich. Aber ihr Vater habe immer gesagt: "Ein Unternehmer unternimmt und Stillstand ist Rückschritt. Wir trotzen Corona und starten den Corona-Angriff", betonte sie. Trotz Corona, trotz der fehlenden Einnahmen und trotz ausbleibender Novemberhilfe wollten sie noch mal richtig durchstarten, fügte ihr Ehemann Matthias an.

Sie wollen sich von der Á la Carte-Küche verabschieden, in der ehemaligen Sonnenstube wollen sie mit 80 Sitzplätzen ein "offenes Kochen" für die Gäste umsetzen, insgesamt soll es 160 bis 170 Sitzplätze geben. Leichter Putz, Weißtöne, Eichenboden, offener Kamin - schon in vier Wochen soll alles fertig sein. Insgesamt sind drei Holzkomplexe in Flachbauweise geplant. Der Parkplatz wird zum Garten hin durch 12 Zimmer abgeschirmt. Die Häuser "Julius“ und Xaver" mit zehn Zimmern sollen  abgerissen werden.

Im ersten Bauabschnitt sollen 12, im zweiten vier neue Hotelzimmer entstehen. Die dann insgesamt 50 Zimmer würden mehr Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Dank Vollholzbauweise mit Gründach, energetischer Optimierung, eines Grünbereich vor den Laubengängen und den Themen Holz, Nachhaltigkeit, Bio und Regional soll das Hotel 100 Prozent "bio" sein. Einstimmig befürwortete der Stadträte das geplante Vorhaben.

Kostenlose Coronatest für Beschäftigte von Schulen und Kindergärten

Unter dem Punkt Anfragen und Bekanntgaben wurde mitgeteilt, dass am Montag begonnen wurde, in Mellrichstadt eine ehrenamtliche Corona-Teststation für die Beschäftigten in Schulen und Kindergärten zu betreiben, die sich hier kostenfrei testen lassen können. Am Montag hätten sich fast 50 Personen testen lassen. Dank gebühre Bernd Roßmanith und Simone Günther für die amtliche Durchführung.

Nicole Seemann stellte einen Antrag auf kostenlose Corona-Schnelltests für alle Bürger. In Rhön-Grabfeld gebe es noch viel zu hohe Fallzahlen, Mellrichstadt sei Spitzenreiter, meinte sie. Ob die Stadt das finanzieren oder organisieren könne? Markus Groenen wollte gerne über diesen Antrag abstimmen lassen. VG-Geschäftsstellenleiter Peter Hehn wandte aber ein, dass das eine Erweiterung der Tagesordnung und die sei nur möglich, wenn alle Stadtratsmitglieder anwesend seien. Daher wurde nicht über den Antrag abgestimmt.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Zur Überarbeitung bzw. Aktualisierung des Feuerwehrbedarfsplans und zum Antrag auf Beschaffung eines Gerätewagens (GW-L) ergriff der Mellrichstädter Feuerwehrkommandant Timo Kolano. Dabei geht es unter anderem um die Stilllegung der Feuerwehr Roßrieth, die Überarbeitung des Fahrzeugkonzeptes und die Aktualisierung des Fahrzeugbestandes. Der Stadtrat entschied einstimmig, dass der Bedarfsfplan überarbeitet werden soll. Die Überarbeitung sollen die Feuerwehren selbst vornehmen. Je Wehr wird eine Vergütung von 500 Euro gewährt. Als Vertreter der Stadt soll Siegbert Seifert bei der Überarbeitung mitwirken.

Im aktuellen Plan ist der Fahrzeugbestand aufgelistet. Die Anhänger wurden von neun auf fünf reduziert. Für den in die Jahre gekommenen Versorgungs-Lkw (Baujahr 1983) ist eine Ersatzbeschaffung im Jahr 2021 vorgesehen. Auf dem neuen Fahrzeug  können sechs Rollcontainer  untergebracht werden, die die vorhandenen Anhänger ersetzen. Die veranschlagten Kosten für den Gerätewagen belaufen sich auf ca. 200 000 Euro, wozu es vom Freistaat Bayern einen Zuschuss in Höhe von  38 9000 Euro gebe. Die Stadt würde das Fahrzeug gerne beschaffen, erklärte Bürgermeister Kraus. Einstimmig fiel schließlich die Entscheidung zur Beschaffung des neuen Fahrzeuges aus.

Auf dem Loose-Areal tut sich was

Aus nicht öffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass der Auftrag für den Rückbau der Gewerbebrache am Loose-Areal nach erneuter Ausschreibung an die Firma Herbst (Willmars) zum Angebotspreis von 13.746 Euro brutto ging. Die Arbeiten hätten bereits begonnen. Weiterhin wurde beschlossen, Angebote zur Beschaffung von Computern im Rahmen des digitalen Klassenzimmers zu prüfen und den Bürgermeister zur Auftragsvergabe an den günstigsten Bieter zu ermächtigen.

Auf dem Loose-Areal tut sich was. In dieser Woche hat die Fa. Herbst aus Willmars mit den Rückbauarbeiten begonnen.
Foto: Brigitte Gbureck | Auf dem Loose-Areal tut sich was. In dieser Woche hat die Fa. Herbst aus Willmars mit den Rückbauarbeiten begonnen.

Zugestimmt wurde dem geplanten Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung in der Suhlesstraße. Weiter beschloss das Gremium die Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans im Bereich des Bebauungsplans "Solarpark Bahra". Im "Roßriether Graben" sollen vier Einfamilienhäuser errichtet werden. Im aktuell rechtskräftigen Bebauungsplan sind allerdings mehrgeschossige Wohngebäude festgesetzt. Daher billigte der Stadtrat eine Änderung des Bebauungsplanes "Am Roßbachgraben".

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