Burglauer

Burglauer: Der Gockel ist wieder da und sagt das Wetter an

Der Gockel strahlt wieder auf der Kirchturmspitze der Burgläurer Kirche.
Foto: Brigitte Chellouche | Der Gockel strahlt wieder auf der Kirchturmspitze der Burgläurer Kirche.

"Wenn der Gockel seinen Schwanz in Richtung Lauer dreht, kommt Regen. Das weiß jeder Mensch in Burglauer." Bürgermeister Marco Heinickel erinnerte bei der Segnung des Hahnes noch einmal daran. Schließlich hatte der Kirchturm von Burglauer seit 2017 keinen Hahn und keine Spitze mehr. "Vergesst eure Wetter-App. Schaut auf den Gockel auf dem Kirchturm", fügte er an.

Die Bauarbeiten am Kirchturm von Burglauer sind beendet. Am Freitag erfolgte nun der letzte Akt. Diakon Wolfgang Dömling segnete das Kreuz, den Hahn und die Kugel mit der Zeitkapsel, die dann vom Bürgermeister und den Handwerkern auf der Turmspitze angebracht wurden. Es war ein etwas anderer Festakt. Er fand im Freien statt, es gab kein gemütliches Beisammensein danach. Es gab eine limitierte Teilnehmerzahl. Die Abstände wurden eingehalten, es gab keinen lustige Plausch unter Freunden. Alle Teilnehmer hatten Masken auf. So sei das eben in Corona Zeiten, sagte Bürgermeister Marco Heinickel. Aber nichtsdestotrotz hatten alle große Freude daran, an dem kleinen Festakt teilzunehmen. Noch dazu mit der Musik der Lauertaler Musikanten, die das Ganze festlich umrahmte. "Kennt ihr das noch?", fragte das Gemeindeoberhaupt schmunzelnd in die Runde, "das ist Blasmusik". Allgemeine Erheiterung.

Sturm hinterließ 2017 Schäden

Bürgermeister Marco Heinickel dankte ganz besonders den "Schaffern", die in den letzten Monaten tätig waren. Es sei froh, dass es noch Handwerker gäbe, die als Spezialisten die Reparaturen am Kirchturm ausführen konnten. Sein Dank galt zudem der VG-Architektin Julian Eisenschmidt und Architekt Matthias Leicht, die beide die Sanierungsarbeiten begleiteten. Die Baustelle, weithin sichtbar über Burglauer hinaus, nähere sich nun dem Ende. Nach einem Sturm im Jahr 2017 musste aus Sicherheitsgründen die Kugel, das Kreuz und der "Gockel" abgenommen werden. Hierbei wurden Schäden entdeckt, die einer dringenden Reparatur bedurften.

Eine Baustelle am Kirchturm sei ganz anderes zu organisieren wie eine am Boden, sagte Heinickel. Es mussten viele Dinge abgeklärt, mit vielen Fachbehörden gesprochen werden. Und natürlich auch mit der Kirche. Der zeitliche Ablauf war nicht so einfach festzulegen, Wind und Wetter hatten großen Einfluss. Und natürlich die Dohlen, auf die besondere Rücksicht genommen wurde. Auch die Kostenberechnung war recht komplex, wurde aber im Großen und Ganzen recht gut eingehalten.

Kleine Verspätung war schon einkalkuliert

Im Oktober wurde das Gerüst gestellt, die Fertigstellung war bis Ende März geplant. Dass im Zeitplan eine kleine Verspätung eintraf, war schon einkalkuliert. Nächste Woche werden die Arbeiten abgeschlossen und das Gerüst noch im Mai abgebaut. Das Wichtigste jedoch, betonte der Bürgermeister, sei, dass alle die an den Arbeiten am Kirchturm beteiligt waren, gesund und munter immer wieder auf den Boden zurückgekehrt sind. "Es ist zum Glück und Dank Gottes Segen nichts passiert", sagte Heinickel sichtlich dankbar. Sein ganz besonderer Dank galt jedoch Clemens Mangold, der in luftiger Höhe gesägt, geschraubt und die Schieferplatten wieder angebracht hat. Ihm sowie allen beteiligten Handwerkern überreichte der Bürgermeister einen kleinen Brotzeitkorb, den sie dann im "Homeoffice" genießen konnten. Als Ersatz für das ausgefallene Richtfest. Außerdem gab es noch ein Jubiläum zu feiern.

Mit einem kleinen coronakonformen Festakt feierten die Handwerker mit Bürgermeister Marco Heinickel, Architekt Matthias Leicht und Diakon Wolfgang Dömling (alle in der vorderen Reihe) das Ende der Sanierung des Kirchturms von Burglauer.
Foto: Brigitte Chellouche | Mit einem kleinen coronakonformen Festakt feierten die Handwerker mit Bürgermeister Marco Heinickel, Architekt Matthias Leicht und Diakon Wolfgang Dömling (alle in der vorderen Reihe) das Ende der Sanierung des ...

Architekt Matthias Leicht blickte ebenfalls auf die Arbeiten am Turm zurück. Es sei eine lange Zeit gewesen, von 2017 bis 2021, bis nun die Fertigstellung des Kirchturmes mit dem Setzen der Turmkugel abgeschlossen werden konnte. Die eigentliche Bauzeit habe nur ein halbes Jahr betragen. Doch viele Vorgänge hätten die Arbeiten hinausgezögert. Die Spitze sei renoviert  worden und außerdem wurde das Dachgebälk überprüft und saniert.

Kreuz weithin sichtbar über dem Lauertal

Mit der Segnung des Kreuzes, der Kugel mit Zeitkapsel und des Hahnes übernahm dann Diakon Wolfgang Dömling. Das Kreuz sei ein christliches Symbol. Es zeige, hier ist ein christliches Gotteshaus. Der Hahn sei altes Symbol für Wachsamkeit und gleichzeitig ein Symbol für Christus. Christus stehe für das Licht, der Hahn künde das Licht. Die Kugel stehe als Symbol für die Weltkugel, als Verzierung und als perfektes Versteck für die Zeitkapsel hoch oben auf dem Turm. "Das Kreuz soll sichtbar sein weit über das Lauertal", sagte Dömling abschließend.

Mit der Setzung der Kugel und des Hahnes hoch oben auf der Spitze des Kreuzes, festlichem Glockengeläut und den Klängen von "Großer Gott wir loben Dich" unten endete der kleine Festakt.

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