Reyersbach

Der Krebs hat gesiegt: Maya ist gestorben

Maya Murche aus Reyersbach ist am Montag im Kreise ihrer Familie friedlich eingeschlafen.
Foto: Regina Vossenkaul | Maya Murche aus Reyersbach ist am Montag im Kreise ihrer Familie friedlich eingeschlafen.

Die kleine Maya aus Reyersbach hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Wie mehrfach berichtet, war die Achtjährige ganz plötzlich erkrankt – diagnostiziert wurde ein „diffuses intrinsisches Ponsgliom“, ein Tumor, der aufgrund seiner strahlenförmigen Beschaffenheit und der Lage im Stammhirn nicht operiert werden kann.

Mutter, Vater und zwei Geschwister waren zunächst schockiert, gaben aber die Hoffnung nicht auf. Bestrahlung und Chemotherapie wurden in Würzburg durchgeführt, sie heilen nicht und haben in diesem Fall nur aufschiebende Wirkung. Das kleine Mädchen galt schließlich als „austherapiert“. Deshalb versuchten die Eltern alles, um auch die letzten Möglichkeiten einer Heilung wahrzunehmen, was in diesem Fall auch eine Frage der Kosten war.

Eine tolle Spendenaktion, an der sich viele Menschen aus der Gemeinde und der ganzen Region beteiligten, wurde von den Zeitungen und mit Unterstützung von Bürgermeisterin Anja Seufert ins Leben gerufen, so dass sich die Familie Murche zumindest keine Sorgen machen musste, die teuren alternativen Medikamente bezahlen zu können. Die Bürgermeisterin sprach mehrmals davon, dass sie stolz auf die mitfühlenden Mitbürger sei, die eine Familie in dieser besonderen Lage nicht allein lässt.

Die vorübergehende Besserung, die Maya erlebt hat, so dass sie sogar Fahrrad fahren und wieder die Schule besuchen konnte, hat an dem Endergebnis leider nichts geändert. Eine Lebenserwartung ungefähr bis Weihnachten hatten die Ärzte vorausgesagt. An diesem Montag, morgens um 5 Uhr, ist Maya friedlich eingeschlafen.

Wie ihr Vater berichtet, hatte der Tumor nach und nach wichtige Funktionen im Gehirn ausgeschaltet. So konnte sie in der letzten Zeit auch nicht mehr sprechen und schrieb ihre Wünsche auf. Später konnte sie nur noch auf Buchstaben deuten.

Maya hat ihre letzten Monate zu Hause verbracht, konnte noch mit der Familie Weihnachten feiern, aber Wünsche hatte sie keine mehr. Sie hatte kaum Schmerzen, berichtete der Vater in einem Gespräch, sie wurde natürlich ärztlich betreut. Sie sei ganz friedlich eingeschlafen und es sah aus, als ob sie ein wenig lächelt.

Bastian Murche und seine Ex-Frau bedanken sich bei allen Spendern ganz herzlich für die überwältigende Anteilnahme und Spendenbereitschaft. Das hat der Familie sehr geholfen. Alles, was an Geld übrig ist, wird weitergespendet, wohin, darüber soll demnächst entschieden werden.

Der Trauergottesdienst beginnt am Donnerstag, 28. Januar, um 14.30 Uhr in der Kirche in Reyersbach, anschließend ist Beerdigung.

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