HALLSTADT/HENDUNGEN

Die Front gegen Windkraft wird immer breiter

Gegen Windkraft: Auf eine immer breitere Basis gründet sich eine Gegenbewegung, die sich gegen die Pläne zur Ausweisung von Flächen für die Nutzung von Windkraft stemmt.
Foto: Jens Büttner/DPA | Gegen Windkraft: Auf eine immer breitere Basis gründet sich eine Gegenbewegung, die sich gegen die Pläne zur Ausweisung von Flächen für die Nutzung von Windkraft stemmt.

Auf eine immer breitere Basis gründet sich eine Gegenbewegung, die sich gegen die Pläne zur Ausweisung von Flächen für die Nutzung von Windkraft stemmt. 21 Vertreter von Vereinen, Organisationen und Bürgerinitiativen aus Unter-, Mittel-, Oberfranken und der Oberpfalz trafen sich am vergangenen Wochenende in Hallstadt bei Bamberg, um ein Bündnis gegen den weiteren Bau von Windrädern in Bayern zu schmieden, teilt Katharina Quabius aus Hendungen mit. Sie ist Sprecherin der „Allianz der Bürgerinitiativen – Gegenwind Unterfranken“, die sich ebenfalls an dem Zusammenschluss beteiligt.

Derzeit haben die Planungsverbände in Bayern Vorrang- und Vorbehaltsflächen für etwa 4000 Windkraftanlagen ausgewiesen, weit mehr als die bisher genannten Zahlen von rund weiteren 1000 Windrädern, stellten die Delegierten bei ihrer Versammlung fest. Doch die bestehenden Windkraftanlagen gefährdeten jetzt schon die Stromnetzstabilität und damit die nationale Stromversorgung durch die sehr stark schwankende Einspeisung in das Stromnetz. Die Strompreisentwicklung an der Strombörse belege darüber hinaus, dass bereits mit den vorhandenen Erzeugungseinheiten eine Überproduktion stattfindet.

Die Initiative fordert daher einen sofortigen Stopp des weiteren Baus von Windkraftanlagen in ganz Bayern aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie aus technischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Gründen. Als Alternative schlagen sie eine grundlastfähige Energieerzeugung vor, wie zum Beispiel Gas- und Dampfkraftwerke. Auch die Abschaffung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) ist Ziel des nordbayerischen Bündnisses.

Weiterhin wurde vereinbart die Aufklärung der Bürger und Entscheidungsträger durch gegenseitige Unterstützung zu intensivieren; der Informationsaustausch untereinander soll verstärkt werden; darüber hinaus gemeinsamen Veranstaltungen geplant und durchgeführt werden. Die Gründung eines Vereins wurde andiskutiert und auf die Tagesordnung für die nächste Zusammenkunft gesetzt.

An dem Treffen nahmen teil: „Gegenwind Oberfranken“ (Landkreis Erlangen/Höchstadt), „Gegen-WK-88“ (Riedbach, Landkreis Haßberge), „Unser Hessenreuther Wald“ (Erbendorf, Oberpfalz), „Windkraft im Grabfeld, aber mit Maß und Ziel“ (Irmelshausen/Aubstadt, Rhön-Grabfeld), „Gegenwind Rothhausen“ (Landkreis Bad Kissingen), „Energie Pro Rannungen“ (Landkreis Bad Kissingen), „Gegenwind Tutschengereuth“ (Lisberg, Bamberg), „Verein zur Bewahrung der Kulturlandschaft Mainfranken“ (Dettelbach), „Bürgerforum Höhenzugsgemeinde e.V.“ (Marloffstein, Mittelfranken), Bürgerinitiative Mönchberg (Landkreis Miltenberg), „Jurawindpark“ (Weismain, Wattendorf Oberfranken).

Die Front breitet sich aus: Delegierte von Bürgerinitiativen aus Nordbayern bis hin in die Oberpfalz schmiedeten einen Zusammenschluss gegen den weiteren Ausbau von Windenergie.
Foto: Quabius | Die Front breitet sich aus: Delegierte von Bürgerinitiativen aus Nordbayern bis hin in die Oberpfalz schmiedeten einen Zusammenschluss gegen den weiteren Ausbau von Windenergie.
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