Wechterswinkel

Die Lebenswege von Juden nachvollziehen

Der zweitgrößte jüdische Friedhof in Bayern: Die historische Aufnahme zeigt den jüdischen Friedhof von Kleinbardorf.
Foto: Repro: Reinhold Albert | Der zweitgrößte jüdische Friedhof in Bayern: Die historische Aufnahme zeigt den jüdischen Friedhof von Kleinbardorf.

Für den gesamten Raum Unterfranken ist die Wanderausstellung „Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert“ entwickelt worden. Seit Oktober 2013 wird diese Ausstellung in den Landkreisen und kreisfreien Städten des Bezirks gezeigt.

Vom 10. Februar bis 27. März ist sie im Landkreis Rhön-Grabfeld zu sehen. Zunächst wird sie im Kreiskulturzentrum Kloster Wechterswinkel gezeigt. Die Ausstellung wurde vom Arbeitskreis „Landjudentum in Unterfranken“, dem Kooperationsprojekt und dem Johanna-Stahl-Zentrum erarbeitet. Heimatforscher, die sich mit der jüdischen Geschichte ihrer Region befassen, brachten sich mit ihrem Wissen und ihren Sammlungen ein.

Vier chronologische Tafeln geben einen Überblick über die jüdische Geschichte in Unterfranken zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert. Am Beispiel jeweils eines Landkreises werden dann neun wichtige Themen präsentiert. So etwa Einrichtungen jüdischer Gemeinden am Beispiel von Landkreis und Stadt Schweinfurt, die Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts am Beispiel des Landkreises Bad Kissingen oder Frau und Mann in der jüdischen Tradition am Beispiel des Landkreises Aschaffenburg. Zum Thema der jüdischen Sprachen findet sich eine Audiostation. Vier Lebenswege von Juden werden den Besuchern vorgestellt. Und zu der Region, in der die Ausstellung gerade zu sehen ist, werden zwei weitere Tafeln zur Geschichte der dortigen Juden gezeigt, auch anhand ausgewählter Biografien.

In Rhön-Grabfeld wird die Wanderausstellung an vier Orten gezeigt. Im Museum des Klosters Wechterswinkel erfolgt am Dienstag, 10. Februar, um 11.30 Uhr die Eröffnung durch Landrat Thomas Habermann und Rotraud Ries vom Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken, Würzburg.

Am 11. Februar wird Kreisheimatpfleger Reinhold Albert um 19 Uhr im Kloster über jüdische Friedhöfe in Unterfranken, speziell im Landkreis, referieren. Denn von den 48 jüdischen Friedhöfen in Unterfranken befinden sich neun in Rhön-Grabfeld, darunter in Kleinbardorf der zweitgrößte jüdische Friedhof in Bayern.

Vom 16. bis 27. Februar ist die Ausstellung im Landratsamt in Bad Neustadt zu sehen. Dann wechselt sie vom 2. bis 13. März an das Martin-Pollich Gymnasium in Mellrichstadt und ist anschließend vom 16. bis 27. März im Gymnasium Bad Königshofen zu sehen. Während der Ausstellungsdauer wird auch eine Bustour zu jüdischen Stätten angeboten.

Das Kloster Wechterswinkel bleibt am 9. Februar geschlossen. Vom 10. bis 13. Februar ist das Kloster von 13 bis 17 geöffnet. Von Faschingssamstag bis einschließlich Aschermittwoch ist das Kloster geschlossen.

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