Bad Königshofen

Die Uhren wurden umgestellt: Gefühle wie beim Jetlag

Eine Stunde geklaut: Die Umstellung auf Sommerzeit sorgt bei vielen Menschen für Müdigkeit und sogar Gereiztheit. 
Foto: Christin Klose/dpa | Eine Stunde geklaut: Die Umstellung auf Sommerzeit sorgt bei vielen Menschen für Müdigkeit und sogar Gereiztheit. 

Am vergangenen Sonntag wurden die Uhren eine Stunde vorgestellt - die Sommerzeit hat begonnen. Wollte man die Zeitumstellung nicht abschaffen? Das EU-Parlament hatte 2019 dem Ende des Uhrdrehens zugestimmt, aber bis heute können sich die Länder nicht einigen, ob der Sommer- oder der Winterzeit der Vorzug gegeben wird. Um keinen Flickenteppich entstehen zu lassen, wurde bis jetzt noch keine Entscheidung getroffen. Was meinen die Grabfelder dazu? Eine Zufallsumfrage zeigt unterschiedliche Meinungen.

Julia Hofmann mit Yannis
Foto: Regina Vossenkaul | Julia Hofmann mit Yannis

Julia Hofmann aus Bad Königshofen kommt mit der Zeitverschiebung nicht so gut zurecht, ihrem Sohn Yannis macht sie nichts aus. "Ich bin müder als sonst und brauche ungefähr eine Woche, um mich daran zu gewöhnen. Ich bin für die Abschaffung der Zeitumstellung, man sollte die Sommerzeit beibehalten".

Annabell Lange
Foto: Regina Vossenkaul | Annabell Lange

Annabell Lange aus Bad Königshofen hat keine Beschwerden. "Ich höre aber von anderen Leuten, dass sie müder sind als sonst und ihnen irgendwie eine Stunde fehlt. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre ich für die Beibehaltung der Winterzeit, weil das die 'richtige' Zeit ist. Ob die Zeitumstellung aufgegeben wird oder nicht, ist mir eigentlich egal."

Waltraud Kürschner
Foto: Regina Vossenkaul | Waltraud Kürschner

Waltraud Kürschner aus Waltershausen hat sich nach einem Tag an die neuen Uhrzeiten gewöhnt. "Mir macht das nicht viel aus, aber die Tiere gewöhnen sich nur langsam dran. Sie sind dann insgesamt unruhiger, weil sie an ihre Fütter- und Melkzeiten gewöhnt sind. Ich bräuchte die Zeitumstellung nicht und wäre für die 'richtige Zeit', die Winterzeit".

Yvonne Freifrau von Bibra
Foto: Regina Vossenkaul | Yvonne Freifrau von Bibra

Yvonne Freifrau von Bibra aus Irmelshausen wäre es auch lieber, wenn es die Zeitumstellung nicht mehr gäbe. "Dass sich die EU nicht einigen kann, finde ich sehr schade. Ich wäre für eine Festlegung auf die Winterzeit. Ich persönlich habe nicht viel Schwierigkeiten mit der Umstellung, man hat nur kurzfristig das Gefühl eines Jetlags."

Sebastian Carl
Foto: Regina Vossenkaul | Sebastian Carl

Sebastian Carl aus Bad Königshofen findet die Zeitumstellung nervig, vor allem, wenn man Kinder hat. "Essenszeiten, Bettzeiten – alles verschiebt sich. Abends sind die Kinder nur schwer ins Bett zu bringen, morgens sind sie müde, der Rhythmus ist durcheinander. Dass die EU sich nicht einigen kann, finde ich nicht Okay. Ich wäre bei einer Abschaffung für die Beibehaltung der Sommerzeit, der Tag ist dann länger und man kann nach Feierabend noch draußen sitzen."

80 Prozent gegen die Zeitumstellung

Bei einer Umfrage innerhalb der EU votierten 80 Prozent der Befragten gegen die Zeitumstellung. Gründe waren die Verursachung von unnötigen Kosten bei der Uhrenumstellung zweimal im Jahr, die gesundheitlichen Folgen für Menschen und Tiere, die aus ihrem Lebensrhythmus gebracht werden und dass die Energieeinsparung, die man sich versprochen hatte, nicht eintrifft. Immerhin war die Ölkrise 1973 der Auslöser zur Einführung der Sommerzeit, weil man sich eine bessere Ausnutzung des Tageslichtes ausgerechnet hatte. Die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Zeitumstellung liegt bei jedem EU-Staat selbst, momentan gibt es keine Einigung.

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