Aubstadt

Ein Kartoffelacker für den Kindergarten

Ein großes Schild am Rande des Ackers zeigt, wer demnächst die hoffentlich reiche Ernte einfahren darf.
Foto: Rudolf Merz | Ein großes Schild am Rande des Ackers zeigt, wer demnächst die hoffentlich reiche Ernte einfahren darf.

Der Kindergarten Aubstadt bewirtschaftet passend zu seinem Jahresthema "Der Natur auf der Spur" in diesem Jahr einen Kartoffelacker. Ein Vater eines der Kinder hat dem Kindergarten einen kleinen Acker zur Verfügung gestellt und die Familie Vogler, die ihn normalerweise bewirtschaftet, hat in den letzten Tagen für den Kindergarten Kartoffeln gelegt. Bis zur Erntezeit werden die Kinder die Kartoffelpflanzen pflegen, so wurde vonseiten des Kindergartens berichtet. Dabei wird natürlich auch ein besonderes Augenmerk auf das Beseitigen von Kartoffelkäfern gelegt. Die Schädlinge können ganze Kartoffelernten vernichten. Damit will man drohenden Ernteeinbußen wirksam entgegenwirken. Kartoffelkäfer sind nach ihrer Lieblings-Speise benannt: Sie fressen die Blätter der Kartoffelpflanze. Deshalb sind sie von Landwirten als Schädlinge gefürchtet.

Jetzt dürfen die Knollen erst einmal wachsen. Die Kinder, die momentan in der Notbetreuung sind, haben schon Kürbisse vorgezogen, die auch noch auf das Feld gepflanzt wurden. Auch Sonnenblumen sollen noch dazu kommen. Nun hoffen die Kinder und Erzieherinnen auf reichlich Regen und Sonne, dass die Ernte im Herbst groß wird. Denn dann sollen die Kartoffeln, Kürbisse und Sonnenblumen an die Aubstädter Bevölkerung von den Kindern verkauft werden.

Da diese tolle Aktion leider nicht von allen Kindern erlebt werden konnte, es besteht zurzeit im Kindergarten nur ein Notbetrieb, wurde ein Video dabei gedreht. Der Film wurde an die Kinder, die zu Hause von ihren Eltern betreut werden, geschickt, sodass sie diese Aktion wenigstens ein Stück weit miterleben konnten. Die Gemeinde Aubstadt hat diese tolle Aktion unterstützt, indem sie die Legekartoffeln geholt und ein entsprechendes Schild am Acker angebracht hat.

Um sich auch Zuhause mit dem Thema "Rund um die Kartoffeln, Kürbisse und Sonnenblumen" beschäftigen zu können, stellte der Kindergarten kleine Pflanzpakete zur Verfügung. Die Kinder können nun mit ihren Eltern diese Pflanzen anbauen, hegen und pflegen. Im Herbst möchte der Kindergarten dann in einem kleinen Wettbewerb sehen, wer die dicksten Kartoffeln, die schwersten Kürbisse und die größten Sonnenblumen gezüchtet hat. Auch mit reichlich Infomaterial, Geschichten, Liedern und Spielen wurden die Daheimgebliebenen  versorgt, dass keine Langeweile entsteht.

Der Kindergarten Aubstadt beschäftigt sich schon seit mehr als drei Jahren intensiv mit der naturwissenschaftlichen Erziehung und der Umweltbildung. Das gezielte Durchführen von Projekten in der Natur, zieht für den Bildungsbereich und die Entwicklungsziele der Kinder noch weit mehr positive Folgen nach sich, als nur ein gesteigertes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Viele Bildungsbereiche lassen sich durch den Aufenthalt in der Natur abdecken. Die Wahrnehmung der Sinne erfährt durch das Hören, Fühlen und Riechen im Freien eine Stärkung. Außerdem lernen die Kinder zum Beispiel beim Beobachten von Insekten, ihre Aufmerksamkeit zu lenken und konzentriert zu bleiben. Beim Balancieren über Baumstämme lässt sich die Motorik bei Kindern fördern und das Körperbewusstsein ausbauen.

Der Kindergarten möchte den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur nahebringen. Wer sich mehr über das konzeptionelle Arbeiten des Kindergartens informieren möchte, kann sich gerne auf deren Internetseite auf www.aubstadt.de/Leben/Kindergaerten informieren. Der Kindergarten Aubstadt betreut Kinder zwischen einem und sechs Jahren und nimmt auch gerne Anmeldungen entgegen.

Von: Rudolf Merz, für den Kindergarten Aubstadt

Ein Teil der Kinder trafen sich mit den Kindergärtnerinnen, Edith Vogler (3. hinten von rechts) und dem Gemeindearbeiter Benjamin Mauer (rechts) zur Besichtigung vor dem Kartoffelfeld.
Foto: Rudolf Merz | Ein Teil der Kinder trafen sich mit den Kindergärtnerinnen, Edith Vogler (3. hinten von rechts) und dem Gemeindearbeiter Benjamin Mauer (rechts) zur Besichtigung vor dem Kartoffelfeld.
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