Bad Neustadt

Erziehungsberater in Rhön-Grabfeld in der Pandemie besonders gefragt

Das Team der Erziehungsberatung und Sozialpädagogischen Familienhilfe mit (von links) Anke Ecke, Pia Junginger, Franziska Abert, Katja Kaufmann, Markus Till und Sylvia Pflaugner. Das Foto ist vor der Pandemie entstanden.
Foto: Samuel Becker | Das Team der Erziehungsberatung und Sozialpädagogischen Familienhilfe mit (von links) Anke Ecke, Pia Junginger, Franziska Abert, Katja Kaufmann, Markus Till und Sylvia Pflaugner. Das Foto ist vor der Pandemie entstanden.

Familien stehen gerade in der Pandemie vor großen Herausforderungen. In Rhön-Grabfeld finden Eltern, Kinder und Jugendliche bei der Erziehungsberatung ein offenes Ohr, wie auch der nun veröffentlichte Tätigkeitsbericht 2020 zeigt.  Die Fallzahl liegt mit 497 über der des Vorjahres (464 Fälle). Hier sind die neu angemeldeten Kinder und Jugendlichen (271) und die Übernahmen aus dem Vorjahr (199) zusammengefasst.

Sehr variabel auf die Pandemielage reagiert 

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte im ersten Lockdown zwischen dem 16. März und dem 6. Mai nur telefonisch beraten werden. Seit Mai findet Beratung über verschiedene Wege statt: Präsenzberatungen mit den notwendigen Hygieneregeln, Telefonate, Videokonferenzen, Mailberatung über das Onlineportal der Caritas oder Beratungsspaziergänge an der frischen Luft. Die Themenvielfalt ist weiterhin groß: so kümmern sich die Fachkräfte um alle Anliegen von Familien, angefangen von "Schreibabys" über Probleme in Kindergarten- und Schulalter sowie Pubertät und Themen junger Erwachsener. Jugendliche dürfen sich ab 14 Jahren selbst in der Beratungsstelle melden und Volljährige können bis zum Alter von 27 Jahren Unterstützung erhalten.

Im letzten Jahr standen die Mitarbeiter mit 789 Familienmitglieder und 246 Fachkräften fallbezogen in Kontakt. Obwohl coronabedingt viele Präventions- und Gruppenangebote ausfallen mussten, erreichte die Beratungsstelle in 29 Veranstaltungen der Familienbildung 534 Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. In 22 Maßnahmen wurden außerdem 110 Fachkräfte beraten, supervidiert oder weitergebildet.

Fast 3000 Beratungen für Familien

Mit Familien fanden fast 3000 Beratungen, Telefongespräche, Helferkonferenzen statt; darunter auch sechs Termine im Rahmen einer Krisenintervention. In elf Fällen war sexuelle Gewalt oder ein entsprechender Verdacht Inhalt der Beratung. Im Bereich Trennung/Scheidung und Themen Alleinerziehender waren es im vergangenen Jahr 136 Beratungsfälle. In hoch strittigen Konstellationen arbeiten hier zwei Berater mit den getrennten Eltern und bei Bedarf auch mit den Kindern.

Die veränderte Situation durch die Pandemie schlägt sich auch bei den Themen in der Beratung nieder: aktuell kommen zahlreiche Anfragen von Familien mit Kindergartenkindern, die z. B. Ängste und Unsicherheiten zeigen oder denen die sozialen Kontakte fehlen. Ebenso melden sich Jugendliche bzw. deren Eltern, weil sie psychisch unter der aktuellen Situation leiden und sich zurückziehen.

Vier Fachkräfte, Markus Till, Sylvia Pflaugner, Pia Junginger und Franziska Abert mit Abschlüssen in Pädagogik, Psychologie oder Sozialpädagogik und verschiedenen therapeutischen Weiterbildungen kümmern sich um die Anliegen der Ratsuchenden.

Der Tätigkeitsbericht informiert außerdem über die Eingliederungshilfe für Kinder bei drohender seelischer Behinderung durch eine Teilleistungsstörung. Hier unterstützte Katja Kaufmann im letzten Jahr vierzehn Kinder regelmäßig einmal in der Woche. In der sozialpädagogischen Familienhilfe wurden von Anke Ecke fünf Familien mit insgesamt 19 Personen intensiv in ihrem häuslichen Umfeld begleitet.

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