Heustreu

Faschingszug wird strenger kontrolliert

Heustreu Ortseingang aus Ri Wollbach       -  Nach dem Faschingsumzug am 10. Februar in Heustreu ist hier Endstation. Die Brücke über die Streu wird gesperrt. Wer sich abholen lassen möchte, muss zum Ortsausgang Richtung Rödelmaier laufen.
Foto: Stefan Kritzer | Nach dem Faschingsumzug am 10. Februar in Heustreu ist hier Endstation. Die Brücke über die Streu wird gesperrt. Wer sich abholen lassen möchte, muss zum Ortsausgang Richtung Rödelmaier laufen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Heustreuer Faschingszug zu einem der größten seiner Art in der Region entwickelt. Mehrere Tausend Närrinnen und Narren freuen sich auch in diesem Jahr wieder auf die nachmittägliche Feierei quer durch die Streutalgemeinde. Allerdings werden von den Sicherheitsbehörden in Anbetracht der Zuggröße hohe Auflagen an den Veranstalter, respektive die Gemeinde, gestellt. Über das angedachte Konzept informierte der Bürgermeister nun den Gemeinderat.

Im Dezember vergangenen Jahres fand die Sitzung statt, in der die neuen Sicherheitsbestimmungen für den Faschingszug von Polizei wie Ordnungsdiensten angeordnet wurden. Und die haben es in sich. Bürgermeister Ansgar Zimmer machte keinen Hehl daraus, dass es beim Heustreuer Zug in den vergangenen Jahren zu Alkoholexzessen wie auch – in Einzelfällen – zu Übergriffen auf Ordnungshüter gekommen ist. Wie in anderen Gemeinden auch. In Heustreu schreitet die Gemeinde nun ein.

Alle Getränke werden kontrolliert

Wer am 10. Februar mitfeiern möchte, der muss sich an ein neues und viel strengeres Regelwerk halten. Das betrifft vor allem den Alkoholkonsum. Mitgebrachte Flaschen mit (angeblich) nichtalkoholischen Getränken werden kontrolliert und müssen originalverschlossen sein. Damit will die Gemeinde Faschingsspezialitäten wie Wodka-O aus dem Zug raushalten. Wer mit derlei Alkoholika erwischt wird, muss die Flasche ausleeren oder abgeben. Getränke in Glasflaschen bleiben wie schon im Vorjahr beim Zug außen vor. Sollten auf Faschingswagen Alkoholverstecke entdeckt werden, darf der Wagen selbstverständlich nicht mitfahren und wird auch für diverse andere Veranstaltungen gesperrt. Die Kontrollen rund um den Faschingszug in Heustreu sollen noch weiter ausgebaut werden. Gemeinderätin Susanne Wüst bezweifelt jedoch, ob sich die als nichtalkoholisch getarnten Alkoholika aus dem Zug raushalten lassen. „Wir können ja nicht alles kontrollieren“, sagte Wüst. „Wir müssen es aber versuchen und konsequent durchgreifen“, erwiderte 2. Bürgermeister Markus Werner.

Die Streu als natürliches Hindernis

Das Bringen und Abholen der Teilnehmer am Faschingszug kann nur über den Ortseingang aus Richtung Rödelmaier erfolgen. Die Zufahrt von Wollbach kommend über den Bahnübergang wird gesperrt. Damit will die Gemeinde Unfälle auf der Staatsstraße 2445 wie auch am Bahnübergang vorbeugen. Ganz streng wird es nach Ende des Zuges. Dann wird sogar ab Ortseingang an der Brücke über die Streu der Weg für die Narren versperrt sein. Die Streu bildet hierbei ein natürliches Hindernis. Die Sicherheitskräfte wollen auf diese Weise verhindern, dass Teilnehmer über die Bahngleise auf die Staatsstraße gehen, um sich dort abholen zu lassen. Was selbstredend alles andere als ungefährlich ist. Den Aufwand, den die Gemeinde in Sachen Sicherheit beim Faschingszug treiben wird, bezeichnete Ansgar Zimmer als enorm. Ein weiteres Treffen der Sicherheitskräfte wird wenige Tage vor dem Umzug stattfinden. Kurz vor dem Zug wird dann das finale Sicherheitskonzept von der Gemeinde bekannt gegeben.

Ansgar Zimmer erinnerte an die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr mit Neuwahlen. Der Gemeinderat bestätigte Marko Greb als 1. Kommandanten sowie Sebastian Klein und André Härder als Stellvertreter.

Bauanträge

Kein Problem hatte der Gemeinderat mit dem Baugesuch von Stanislav Zidkov auf einem Grundstück Am Tannig bezüglich eines Einfamilienwohnhauses. Wohl aber mit dem Baugesuch für ein Wohnhaus mit Einliegerwohnung, ebenfalls Am Tannig, von Matthias Seuffert. Der Bauplan entspricht nämlich gleich in mehreren Punkten nicht dem Bebauungsplan. Deshalb gab es Einschränkungen in Sachen First- und Traufhöhe. Die Firstrichtungsänderung des Hauses akzeptierte der Gemeinderat.

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