Bad Königshofen

Grabfelder Innovation: Grubenbohrer für schnellere Hausanschlüsse

Bad Königshöfer Maschinenbauunternehmen bringt neuartiges Grubenbohrgerät auf den Markt. Es beschleunigt das Herstellen von Hausanschlüssen.
Hightech aus Bad Königshofen: Diplomingenieur (FH) Peter Wieczorek, Geschäftsführer von Renergie Systeme, hat mit seinem Team eine innovative Grubenpressbohranlage entwickelt. Jetzt wurde die erste Anlage verkauft.
Foto: Alfred Kordwig | Hightech aus Bad Königshofen: Diplomingenieur (FH) Peter Wieczorek, Geschäftsführer von Renergie Systeme, hat mit seinem Team eine innovative Grubenpressbohranlage entwickelt. Jetzt wurde die erste Anlage verkauft.

Innovative Ideen hatte Peter Wieczorek schon einige. So entwickelte der Bad Königshöfer Diplomingenieur (FH) eine Anlage zur hydrothermalen Carbonisierung zur extrem schnellen Produktion von Kohle aus Laub, Stroh oder Klärschlamm. Einige Jahre später wurde er im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „Horizon 2020 Incover“ Partner eines Forschungsprojektes zur Reinhaltung von Wasser und Abwasser.

15 Mitarbeiter beschäftigt

Unlängst hat der findige Ingenieur, der sich vor 14 Jahren zusammen mit Volker Hahn mit der Gründung des Maschinenbauunternehmens Renergie Systeme in Bad Königshofen selbstständig gemacht hat und aktuell am Firmensitz am Hohen Markstein 15 Mitarbeiter beschäftigt, mit einer neuen technischen Anlage auf sich aufmerksam gemacht: Unter dem Motto „Leistung verlegen leicht gemacht“ entwickelte er zusammen mit seinem Team die Grubenbohranlage Rexacore – eine innovative Lösung für die Nachrüstung von Hausanschlüssen, die vor allem für Firmen interessant ist, die Elektro-, Wasser-, Gas- oder Glasfaserkabel vom öffentlichen Straßenraum in ein Gebäude einführen wollen.

Es gibt weitere Interessenten

Nach der Präsentation des neuen Produktes im vergangenen Jahr durfte sich Peter Wieczorek nun über die Auslieferung der ersten, rund 35 000 Euro teuren  Rexacore-Anlage an einen Kunden freuen, nachdem er bereits eine weitere Anlage vermieten konnte.  Geordert hat das neuartige Leitungsverlegegerät eine Elektroanlagenbau-Firma aus Limburg.

Etliche Kilo schwer: Der Aufweitkopf der Rexacore-Grubenbohranlage.
Foto: Alfred Kordwig | Etliche Kilo schwer: Der Aufweitkopf der Rexacore-Grubenbohranlage.

Zudem gibt es laut Wieczorek einige weitere Interessenten, die sich in absehbarer Zeit wohl für den Kauf der markengeschützten Grubenpressbohranlage aus dem Bad Königshöfer Maschinenbauunternehmen entscheiden werden. „Unser Rexacore-Verfahren funktioniert ohne Oberflächenbeschädigung und kann gleich Leerrohre mitführen“, erklärt der Diplomingenieur den wichtigsten Unterschied zu anderen Verlege-Methoden.  Zudem sei mit der mit einem Sensor ausgestatteten Bohrspitze ein sehr präzises Arbeiten möglich.

Schnell und präzise: Die Grubenpressbohranlage Rexacore verlegt Hausanschlüsse für Glasfaser, Strom, Gas und Telekommunikation.
Foto: Samuel Becker | Schnell und präzise: Die Grubenpressbohranlage Rexacore verlegt Hausanschlüsse für Glasfaser, Strom, Gas und Telekommunikation.

„Durch das gesteuerte Pressbohrverfahren mit Positionserfassung werden die Leitungen unter absoluter Kontrolle durch den Boden verlegt“, so  der Unternehmer, der davon ausgeht, dass mit seinem Verfahren Leitungen rund doppelt so schnell verlegt werden können wie mit herkömmlichen Methoden. „Möglich sind bei einer Länge von zehn Metern vier bis fünf Hausanschlüsse am Tag.“ Als weiteren Vorteil der neuartigen Grubenpressbohranlage nennt Wieczorek ihre kompakten Maße von 1,2 mal 0,9 Metern. Für den Einsatz genügt folglich eine Startgrube mit einer Länge von 1,2 Metern.

Im Moment wieder Normalbetrieb

Die Corona-Pandemie bekam auch das Bad Königshöfer Maschinenbauunternehmen zu spüren. „Auch bei uns musste zeitweise kurzgearbeitet werden“, bestätigt Peter Wieczorek auf Nachfrage. Momentan laufe alles wieder im Normalbetrieb. Ob das auch mittel- und langfristig so bleiben wird, diese Frage kann und will der Renergie-Chef nicht mit Ja oder Nein beantworten: „In einem Unternehmen wie Renergie kann man immer nur für vier, fünf Wochen vorausplanen.“  

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