Großbardorf

Großbardorf tritt dem Klimaschutznetzwerk des ÜZ bei

Großbardorf tritt einem Klimaschutznetzwerk bei - hier das Modell des Windrads, das die erste elektrische Versorgung im Ort sicherte. Großbardorf war in Sachen erneuerbare Energien schon immer vorbildlich.
Foto: Regina Vossenkaul | Großbardorf tritt einem Klimaschutznetzwerk bei - hier das Modell des Windrads, das die erste elektrische Versorgung im Ort sicherte. Großbardorf war in Sachen erneuerbare Energien schon immer vorbildlich.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Großbardorf stellte Rainer Schütz von der Firma ÜZ Mainfranken in Lülsfeld ein geplantes Klimaschutznetzwerk vor. Angeboten wird ein Zusammenschluss von bis zu 50 Kommunen, die bei vier Netzwerktreffen pro Jahr über das Neueste im Bereich erneuerbare Energien informiert werden und sich gegenseitig austauschen. Wie Schütz vorstellte, sind zwei Gruppen zu je 25 denkbar, die Laufzeit des Programms beträgt drei Jahre.

Außer diesen regelmäßigen Treffen, für die ein fester finanzieller Beitrag zu leisten ist, gibt es fachliche Beratung zu Einzelprojekten, die die jeweilige Kommune realisieren will. Beispiele aus der Praxis sind Nahwärmenetze, Energieversorgungskonzepte, Heizungswechsel und ähnliches. Ziel ist die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, sie sollen bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent gesenkt werden (gegenüber 1990), die erneuerbare Stromerzeugung soll bis 2030 80 Prozent des Gesamtverbrauchs betragen (vorher: 65%).

Entscheidungshilfen und Ideen geben

Drei Jahre lang gibt es staatliche Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent für die Grundlagenermittlung und Vorplanungen mit Kostenschätzung, gedeckelt auf 40.000 Euro in den drei Jahren. Die Fixkosten betragen für die gesamte Zeit ungefähr 4864 Euro Eigenanteil, dazu kommen die Einzelberatungen. Die Berater des ÜZ könnten den Kommunen Entscheidungshilfen und Ideen geben. In der Diskussion wurde gefragt, ob die Gemeinde so etwas überhaupt brauche, andere meinten, man solle nicht auf hohem Niveau stehenbleiben, vielleicht gebe das Netzwerk neue Impulse. Mehrheitlich wurde schließlich dem Beitritt zugestimmt.

Nächstes Hauptthema war das neue Gewerbegebiet "Am weißen Kreuz II", zu dem Michael Mock und Stefan Malinka vom Büro Gemmer den aktuellen Bebauungsplanentwurf präsentierten. Mehrere Schwierigkeiten gebe es, betonte Mock, die Fernwasserleitung, die durch das Areal verläuft, müsse durch eine anbaufreie Zone geschützt werden, entlang der Bundesstraße gebe es eine weitere anbaufreie Zone, dazu komme der Emissionsschutz, der eventuell zur nächsten Wohnbebauung hin einen Lärmschutzwall erforderlich mache. Außerdem müssten rund zwei Hektar Ausgleichsfläche geschaffen werden.

Die Erschließung soll über einen Kreisel erfolgen

Diskutiert wurde über den Erschließungsweg mit Wendehammer, das Regenrückhaltebecken und die Größe der Grundstücke. Die Erschließung des Gebiets soll über einen Kreisel erfolgen. Die Planung wird weitergeführt, der Auftrag für die Erstellung der Bauleitplanung ist bereits in einer früheren Sitzung erfolgt. Das Büro Gemmer stellte auch die Pläne für eine Ortsabrundung im Mischgebiet "Am Säuer" vor, die Ausgleichsfläche ist bereits festgelegt. Der Vorgang ist für die Gemeinde kostenneutral, hieß es. Es erfolgte der Anerkennungs- und Offenlegungsbeschluss.

Der Vorsitzende des Kindergarten-Trägervereins, Matthias Radina, trug den Bedarf an Möbeln sowie eine Kostenschätzung vor. Für eine neue Krippengruppe werden Schränke, Betten, Tische, Bänke und Garderoben für etwa 11.000 Euro benötigt, für die geplante Bauernhof-Kindergruppe Möbel im Wert von 5000 Euro - dem stimmten die Gemeinderäte zu. Der Förderantrag für Container, die der Bauernhof-Gruppe zur Verfügung stehen werden und deren Miete staatlich bezuschusst wird, läuft bereits, wurde mitgeteilt.

Keine Einwände gegen Erweiterung der Fotovoltaik-Freiflächenanlage

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte gegen die Erweiterung der Fläche für die Fotovoltaik-Freiflächenanlage "Lerchenleite" um ein rund 1000 qm großes Grundstück, das die Betreiber zusätzlich pachten konnten.

Es gab eine Auftragsvergabe: Der Recyclinghof Koob wird mit Abbrucharbeiten am alten Backhaus mit Schornstein für 12.495 Euro beauftragt.

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