Kleineibstadt

Großeibstadt: Gerd Jäger ist mehr als 100 Tage im Amt

Gerd Jäger ist seit mehr als 100 Tagen im Amt und hat viel zu tun als Bürgermeister der Gemeinde Großeibstadt.
Foto: Regina Vossenkaul | Gerd Jäger ist seit mehr als 100 Tagen im Amt und hat viel zu tun als Bürgermeister der Gemeinde Großeibstadt.

Seit mehr als 100 Tagen ist der neue Bürgermeister der Gemeinde Großeibstadt im Amt, Zeit für einen kurzen Blick auf seine Erfahrungen und Erlebnisse. 12 Jahren lang ist Gerd Jäger Gemeinderat gewesen und hat schon viele Erfahrungen sammeln können. Nun hat er mit dem ehemaligen Bürgermeister Emil Sebald den Stuhl übernommen, was ist jetzt anders?

"Ich habe eine ganz andere Verantwortung, muss selber die Sitzungen vorbereiten und leiten, muss rechtzeitig einladen und möglichst auf alle Fragen antworten können", sagt Jäger. Man könne nicht alles wissen, aber wenn Probleme auftauchen, die er im Moment nicht lösen kann, muss er die Antwort notfalls nachliefern. Hauptthemen sind zur Zeit das neue Baugebiet in Großeibstadt, der Gemeindewald und die Trinkwasserversorgung im Grabfeld.

Auch bei manchem Nachbarschaftsstreit wird der Bürgermeister eingeschaltet

Aber auch mit kleinen Ereignissen wird er konfrontiert und versucht eine Lösung zu finden. "Die Leute rufen mich an, auch mal bei einem Nachbarschaftsstreit, und wollen meine Hilfe." Da wurden zum Beispiel auf dem Friedhof Gräber umgewühlt. Nachforschungen ergaben, dass dafür Katzen  und  Vögel verantwortlich waren. Ein anderer Anrufer meldete einen jungen Falken auf dem Friedhof, der aus dem Nest gefallen war. Ein benachbarter Jäger nahm sich des Tieres an. Oder jemand berichtet, dass irgendwo etwas ungepflegt ist und die Gemeinde einschreiten soll. "Man sieht, der Job ist vielseitig, ich hätte nie gedacht, dass sich ein Bürgermeister um so viele Dinge kümmern muss", sagt Jäger. Seine Berufstätigkeit hat er auf halbtags reduziert, damit genug Zeit für sein Amt bleibt.

Wegen der Corona-Einschränkungen muss er bisher selten auf Feste und Mitgliederversammlungen der Vereine gehen, weil sie einfach nicht stattfinden. Normalerweise würde er dort ein Grußwort sprechen. So bleiben nur die Besuche bei den Senioren, die einen runden Geburtstag oder ein Jubiläum feiern, dort gratuliert er im Namen der Gemeinde. Das ist immer interessant und er macht es gern. Was war besonders schön in seiner Amtszeit? "Als ich erfuhr, dass ich gewählt bin", schmunzelt Jäger. Dass ihm so viele Menschen ihr Vertrauen schenken, hat ihn gefreut. Zumal viele Wähler aus Großeibstadt dabei waren, die ihm als Kleineibstädter ihre Stimme gegeben hatten. Nur mit den Kleineibstädter Stimmen hätte er keine Chance gehabt.

Auswirkungen der Pandemie sind allgegenwärtig

"Ich bin am 15. März gewählt worden, dann kam gleich Corona", bestätigte Jäger rückblickend. Seitdem hält die Pandemie alle Gemeindevertreter in Atem und jeder hofft, dass er oder seine Familienmitglieder sich nicht anstecken. Alle Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden, auch bei den Gemeinderats-, Verwaltungsgemeinschafts-, Wasserzweckverbands-  und Schulverbandssitzungen, damit man kein Risiko eingeht. Beim jüngsten Corona-Ausbruch in Bad Königshofen war auch seine Tochter in der Schule betroffen und wurde getestet: zum Glück negativ.

Der neue Bürgermeister tritt in große Fußstapfen, sein Vorgänger war immerhin 30 Jahre im Amt, dafür erhielt er kürzlich die silberne Verdienstmedaille in Veitshöchheim, überreicht von Gerhard Eck (wir berichteten). Jäger hat Sebald dorthin begleitet.

Seine Familie steht hinter ihm, das stand von Anfang an fest, sonst hätte sich Jäger nicht zur Wahl gestellt. Seine Frau ist mit eingebunden, macht Telefondienst, achtet auf seine Termine, und nimmt Pakete entgegen. Hat er sich das Bürgermeisteramt so vorgestellt? "In gewisser Weise schon", antwortet Jäger, es kommen aber immer wieder Dinge auf ihn zu, die er sich so nicht vorgestellt hat.  "Es macht Spaß und ich mache es gern, ich habe einfach gern mit Leuten zu tun", sagt er abschließend.  

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