Merkershausen

Günter Morber: Er war Bankdirektor mit Leib und Seele

Günter Morber starb mit 75 Jahren. Seine Verdienste wurden bei seiner Beerdigung eingehend gewürdigt.
Foto: Repro Josef Kleinhenz | Günter Morber starb mit 75 Jahren. Seine Verdienste wurden bei seiner Beerdigung eingehend gewürdigt.

Viel zu früh verstarb vor wenigen Tagen Günter Morber im Alter von 75 Jahren. Sein überraschender Tod wurde mit Trauer und Betroffenheit aufgenommen. Denn er war weithin bekannt und hatte sich bleibende Verdienste sowohl im Genossenschaftswesen als auch in der Pfarrgemeinde Merkershausen, seinem Heimatort, erworben.

Früher war er im SV Merkershausen als Fußballer aktiv und  auf so manchen Sportplätzen zu Gast. Günter Morber  heiratete 1970 Erika Mauer aus Merkershausen und war Vater zweier Kinder.  Der ehemalige Bankdirektor der Raiffeisenbank Bad Königshofen, später Genobank Rhön-Grabfeld,  wurde nun zu Grabe getragen.

Dank für jahrzehntelangen Gemeindedienst

Pfarrer Karl Feser nahm die Einsegnung vor und schilderte Morbers Werdegang, verbunden mit dem Dank der Pfarrgemeinde für seine jahrzehntelangen Dienste. So war Günter Morber nahezu 30 Jahre als Mitglied in der Kirchenverwaltung tätig. In diese Zeit fielen umfangreiche Renovierungen von Kirche und Pfarrhaus. Günter Morber legte  dabei selbst mit Hand an. Nicht nur Pfarrer Karl Feser von der Pfarrei St. Martin Merkershausen, auch Bernd Weis von der Kirchenverwaltung und Martina Ullrich vom Pfarrgemeinderat  dankten Günter Morber  in öffentlichen Nachrufen.   

Vom Großhandels- zum Bankkaufmann

Günter Morber wurde am 2. Januar 1945 geboren und erlernte nach der Schule 1961 bei der Firma Ludwig Zehner in Bad Königsofen den Beruf als Großhandelskaufmann. 1967 begann er seine vielseitige Laufbahn im Bankwesen beim Bayerischen Raiffeisenverband Nürnberg.  Damals wurde er vertraut  mit der Bilanzerstellung für Genossenschaftsbanken und zur Mithilfe bei gesetzlichen Prüfungen. Schließlich legte Günter Morber 1971  die IHK-Prüfung zum Bankkaufmann ab, um 1973 bei der damaligen Raiffeisenbank Bad Königshofen einzutreten.

Vom Vorstandsmitglied wurde er 1983 nach dem Tod von Bankdirektor Hans Imkeller zum Vorstandsvorsitzenden der Bad Königshöfer Raiffeisenbank bestellt. Erfolgreich führte Günter Morber später  auch Fusionen von Kreditinstituten durch hin zu größeren Einheiten wie 1990 die „Ehe“ mit der Raiffeisenbank Aubstadt, 1991 mit Wülfershausen-Saal und 1999 mit der Volksbank Mellrichstadt-Meiningen.

Bis zur Pensionierung im Vorstandsteam

Im Februar 2002 übergab er die renovierte und umgestaltete Genobank in Bad Königshofen offiziell ihrer Bestimmung. Bis zu seinem Ruhestand am 31. Juli 2002 war Günter Morber  im Vorstandsteam und  hier für die Innenrevision und Controlling/Banksteuerung zuständig. „Hier kannte er sich aus wie kein Zweiter“, betonte denn auch Bankvorstand Markus Merz von der Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld, der seinen beruflichen Weg skizziert hatte.

„Seine vielfältigen Talente, sein Wissen und seine offene kollegiale Art haben  ihm nicht nur  Vertrauen und  Beliebtheit, sondern auch große Wertschätzung eingebracht. Günter Morber war Bankdirektor mit Leib und Seele“, brachte es  Markus Merz auf den Punkt. Markus Merz fügte in seinen Abschiedsworten am Ende noch hinzu:  „Wenn jemand das Raiffeisenwesen verkörpert hat, dann war es unser Günter. “

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