Bad Königshofen

In den neuen Trakt für Mutter-Kind-Kuren kehrt Leben ein

Erster Arbeitstag: Die Leiterin des "Haus am Kurpark", Evi Bindrim (links) begrüßt in der neuen Kinderkrippe die Erzieherinnen Tanja Lemmer und Lilli Walder.
Foto: Regina Vossenkaul | Erster Arbeitstag: Die Leiterin des "Haus am Kurpark", Evi Bindrim (links) begrüßt in der neuen Kinderkrippe die Erzieherinnen Tanja Lemmer und Lilli Walder.

Die Heizung ist aufgedreht, letzte Lampen und Bilder werden aufgehängt, die Betten sind bezogen: Die neue Abteilung des "Haus am Kurpark", dessen Träger "Der Paritätische" in Bayern ist, wird am 2. Februar in Betrieb genommen. Das bedeutet, eine Mutter-Kind-Gruppe reist an, die in den neuen Trakt des Gebäudes, in dem auch das MVZ untergebracht ist, einzieht.

Mit rund 834 Quadratmetern ist die Reha- und Vorsorgeeinrichtung der größte Mieter im Haus, der bisherige Trakt ist durch einen Gang mit dem Neubau verbunden. Das Herzstück sind 14 Familienappartements, verteilt auf zwei Stockwerke (orange und blau), die jeweils ein Kinderzimmer mit Platz für drei Kinder bieten und ein Elternschlafzimmer mit extra breitem Bett (1,20 Meter). Ein Kinderbett lässt sich in ein Kleinkindbett oder/und Wickelkommode verwandeln. Das Badezimmer ist großzügig und der Eingangsbereich mit Garderobe vervollständigt das mehr als 33 Quadratmeter große Appartement.

Ein Wohnbereich ist behindertengerecht ausgestattet

Ein Wohnbereich wurde behindertengerecht ausgestattet, die Ebenen sind mit einem Fahrstuhl erreichbar. Das Erdgeschoss wird schon teilweise genutzt, denn hier befindet sich ein größerer Funktionsraum, in dem zum Beispiel Gruppengespräche stattfinden können. Der Raum lässt sich unterteilen, dann dient er auch als Hausaufgabenraum. Die Schulkinder, die ihre Mütter begleiten, haben oft Schulstoff nachzuholen oder brauchen Unterstützung beim Homeshooling. Dafür steht eine Lehrerin zur Verfügung.

Hell, luftig und funktionell: Der neue Funktionsraum wird schon von den Frauen genutzt.
Foto: Regina Vossenkaul | Hell, luftig und funktionell: Der neue Funktionsraum wird schon von den Frauen genutzt.

Ein weiterer Raum wird mit der jetzigen neuen Gruppe in Betrieb genommen: Die Kinder der Kinderkrippe für Nachwuchs von null bis drei Jahren können hier spielen, in einem Nebenraum auch schlafen und wird gut betreut von den neu eingestellten Erzieherinnen Tanja Lemmer aus Merkershausen und Lilli Walder aus Bad Königshofern. Beide hatten am Montag ihren ersten Arbeitstag und wurden von Geschäftsführerin Evi Bindrim herzlich begrüßt. Weil die neue Gruppe Kleinkinder mitbringt, sind sie ab Dienstag voll beschäftigt. Ein Wickelraum, eine kleine Teeküche und ein Abstellraum gehören zur Ausstattung.

Mit der Nutzung der neuen Räume startet die Einrichtung auch in das neue Konzept. Wechselten sich bisher 30 Familien alle drei Wochen ab, ist die Ab- und Anreise mit 40 Familien, die jetzt untergebracht werden können, nicht mehr zu schaffen. Es gibt nun kleinere Gruppen mit jeweils höchstens 14 Familien, die wöchentlich, jeweils dienstags, anreisen. Es ist also jede Woche ein Wechsel von einem Drittel der Frauen, das Haus ist immer voll belegt.

Zwei Stockbetten und ein wandelbares Einzelbett: Jede Mutter kann hier bis zu drei Kinder unterbringen.
Foto: Regina Vossenkaul | Zwei Stockbetten und ein wandelbares Einzelbett: Jede Mutter kann hier bis zu drei Kinder unterbringen.

Wer miteinander anreist, bleibt in dieser Gruppe, nimmt an den Anwendungen und Therapien teil und hat auch feste Plätze in den drei Speiseräumen, die erweitert wurden. Der Schwerpunkt der Reha- und Vorsorgeeinrichtung liegt weiterhin bei Angeboten für Frauen nach Krebserkrankung, in Trauer oder mit Erziehungsproblemen und wurde jetzt erweitert auf Frauen mit depressiven Symptomen. Ziel ist, die Gesundheit, das Selbstwertgefühl, die Lebenszufriedenheit und die Stressbewältigung zu verbessern, damit der Alltag besser bewältigt werden kann. "Wichtig ist, dass die Frauen ihre Kinder gut betreut wissen, damit sie in Ruhe ihren Anwendungen und Aktivitäten nachgehen können", sagt Leiterin Bindrim. Dazu stehen das separate Kinderhaus und jetzt die Kinderkrippe zu Verfügung. Das Team wurde durch mehrere Neueinstellungen an das neue Konzept angepasst.

Wer keinen Corona-Test nachweisen kann, darf nicht ins Haus

Die Corona-Auflagen werden streng beachtet, denn sonst dürfte das Haus nicht öffnen. Alle Mütter müssen einen aktuellen PCR-Text vorweisen und die AHA-Regeln einhalten. Bei den Kindern wird Fieber gemessen. Wer den Testnachweis "vergessen" hat, darf nicht ins Haus. Eine Kurwillige, die ohne Test anreiste, wurde konsequent abgewiesen und musste wieder nach Hause fahren. Die Erfahrungen, die im Dezember gemacht wurden, wirken nach. Nach einem Corona-Fall musste der Kurdurchgang abgebrochen werden, das Haus war ab Mitte Dezember 2020 bis 19. Januar 2021 geschlossen.  Außerdem war das Haus wegen der Pandemie schon im vorigen Frühjahr für viele Wochen geschlossen. "Der Neubau und das neue Konzept haben viel Vorarbeit gekostet, aber wir freuen uns alle, dass es jetzt richtig losgeht", sagt Evi Bindrim. Ende 2021 werden auch die bisherigen Räumlichkeiten renoviert und die hintere Auffahrt neu gestaltet.          

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