Langenleiten

In Langenleiten wird ein neuer Kanal verlegt

Eine 80-prozentige Förderung, die Höchstförderquote, bekommt die Gemeinde Sandberg für die Kanalsanierung in Langenleiten. Den Zuwendungsbescheid überreichte Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner an Bürgermeisterin Sonja Reubelt.
Foto: Marion Eckert | Eine 80-prozentige Förderung, die Höchstförderquote, bekommt die Gemeinde Sandberg für die Kanalsanierung in Langenleiten.

Derzeit ist ganz schön was los in Langenleiten. Bagger und Baufahrzeuge sind auf gleich zwei Baustellen unterwegs. Zum einen wird die Außenanlage am "Haus für Alle" angelegt, zum anderen wird in der Lindenstraße ein neuer Kanal verlegt.

Der neue Kanal wird nötig, da in der Vergangenheit vor allem bei Starkregenereignissen immer wieder Keller voll liefen, was verständlicherweise zu großem Unmut der Eigentümer führte. Die Gemeinde Sandberg gab 2018 eine umfassende Bestandsanalyse und hydraulische Berechnung in Auftrag, deren Ergebnis eindeutig war: "Die Analyse hat gezeigt, dass der Kanal unterdimenssioniert ist", erinnert Bürgermeisterin Sonja Reubelt. "Wir müssen denn kompletten Kanal in Langenleiten austauschen." Betroffen sei die Lindenstraße, aber auch Seitenbereiche wie die Feuerbergstraße und das Baugebiet Langenleitner Holz.

Baustelle wandert weiter

Mit den Bauarbeiten wurde Anfang November im unteren Dorfbereich, im Kippesweg begonnen. Die Baustelle, die ungefähr eine Länge von 30 Metern aufweist, wandert derzeit Stück für Stück durch den Ort.  Um das Projekt umzusetzen, bekommt die Gemeinde Sandberg maximale Unterstützung durch den Freistaat Bayern. "Wir sind durch das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen in das Härtefallprogramm des Freistaats Bayern aufgenommen worden", erklärte Bürgermeisterin Sonja Reubelt. Damit will Bayern Bürger entlasten, die bereits durch vergangene Maßnahmen überproportional für Sanierungsmaßnahmen im Bereich Wasser und Abwasser herangezogen worden sind. Dabei sei für die Höhe der Förderung maßgebend, wie viel Kosten die Bürger in den kostendeckenden Einrichtungen Wasser und Abwasser in der Vergangenheit getragen haben.

Die Gemeinde Sandberg erreiche aufgrund Investitionen vor allem im Rahmen der Erneuerung der Wasserversorgung Anfang der 2000er Jahre eine entsprechend hohe Pro-Kopf-Belastung und überschreitet die Härtefallschwelle. So konnte Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner an Bürgermeisterin Reubelt den Zuwendungsbescheid über eine 80prozentige Förderung übergeben. Die Förderquote betrifft nicht nur die Kanalerneuerung in Langenleiten, die mit Kosten von 3,5 Millionen Euro beziffert ist, sondern auch die Kanalsanierungsmaßnahmen in der Salzforststraße in Schmalwasser mit geschätzten Kosten in Höhe von 200 000 Euro sowie in einem Teilbereich der Kreuzbergstraße in Sandberg mit Kosten von etwa 800 000 Euro.

Fördersumme von etwa 2,5 Millionen Euro

Die aktuelle Förderrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet. Das heißt, die Maßnahmen müssen bis dahin nicht nur abgeschlossen, sondern auch abgerechnet sein. Für Langenleiten rechnet die Bürgermeisterin mit einer Fördersumme von etwa 2,5 Millionen Euro. Am 9. November wurde mit den Arbeiten begonnen. "Wir liegen im Zeitplan, es geht gut voran", ist Reubelt zuversichtlich, das Projekt bis Ende nächstens Jahre abzuschließen.

Mit dem Austausch des Kanals sei das Projekt "Kanalsanierung in Langeleiten" noch nicht abgeschlossen. In einem zweiten Bauabschnitt, der parallel zu den Arbeiten im kommenden Jahr geplant werde und der ab 2022 starten soll, gehe es um Maßnahmen im Außenbereich. Unter anderem um den Bau von Regenrückhaltebecken. Mit diesem Teil des Projekts hofft die Bürgermeisterin in die nächste Förderphase zu kommen.

Bürger sollen beteiligt werden

In welcher Weise die Bürger an den Kosten der Kanalsanierung beteiligt werden, ob über Verbesserungsbeiträge oder Benutzungsgebühren das sei noch nicht entschieden. Geschäftsstellenleiter Peter Brust rechnet im ersten Quartal 2021 mit der Entscheidung, die vom Gemeinderat gefällt werden müsse. Dann werde auch entschieden, ob mehrere Raten nötig seien werden und wann diese erhoben werden.

Die Kanalsanierung der Salzforststraße Schmalwasser, die im Zuge der Dorferneuerungsmaßnahme durchgeführt wurde, ist baulich abgeschlossen. Die geplante Maßnahme in Sandberg werde zunächst zurückgestellt, da zum einen eine Fertigstellung bis Ende 2021 unwahrscheinlich sei. Zum anderen stehen möglicherweise bei einer Deckelung der Fördermittel auf 2 Millionen Euro pro Jahr für diese Maßnahme keine Fördermittel zur Verfügung. Es werde daher derzeit geprüft, ob die Maßnahme förderfähig ist. 

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