Bad Neustadt

Kathetertechnologie am Rhön-Klinikum Bad Neustadt: Präzisere Verödung möglich

Prof. Dr. Thomas Deneke (rechts) beim Eingriff mit dem Globe Mapping- und Ablationssystem am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt.
Foto: Daniel Peter | Prof. Dr. Thomas Deneke (rechts) beim Eingriff mit dem Globe Mapping- und Ablationssystem am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt.

Das Herz kommt aus dem Takt, rast oder stolpert: Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung, an der allein in Deutschland rund zwei Millionen Menschen leiden. Unbemerkt und unbehandelt berge diese Erkrankung eine lebensbedrohliche Gefahr und das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder eine Herzschwäche zu entwickeln, heißt es in einer diesbezüglichen Pressemitteilung des Rhön-Klinikums.

"Als eines der ersten zertifizierten Vorhofflimmer-Zentren ist die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen einer der Schwerpunkte der Kardiologie am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt", betont das Krankenhaus. Die erfolgversprechendste Behandlung bei Vorhofflimmern sei in den meisten Fällen eine sogenannte Katheterablation, bei der das für die Rhythmusstörungen verantwortliche Herzmuskelgewebe minimal-invasiv verödet wird. 

Katheter mit Softwarelösung

Erstmals wurde jetzt  in Bad Neustadt ein sogenanntes Globe Mapping- und Ablationssystem eingesetzt. "Diese All-in-One-Lösung, die eine individuelle Behandlung ermöglicht, besteht aus einem einzigen Katheter, kombiniert mit einer entsprechenden Softwarelösung. Der Arzt erhält während des Eingriffs ein detailliertes Echtzeit-Feedback über die Wirkung der Behandlung. Die Katheter müssen nicht mehr gewechselt werden", ist der Pressemitteilung zu entnehmen.

Damit der Eingriff punktgenau gelingt, wird ein dreidimensionales Mapping-System, eine Art Landkarte, eingesetzt, das eine betroffene Herzregion exakt analysiert und damit eine wesentlich präzisere Verödung ermöglichen kann. "Im Vergleich zu herkömmlichen Ablationsmethoden ist das neue System besonders effizient. Es ist derzeit das einzig CE zugelassene System, welches eine schnelle und einfache Pulmonalvenenisolation, ein kontinuierliches, hochauflösendes Mapping und gezielte atriale Ablation zu einer Komplettlösung kombiniert", erklärt Prof. Dr. Thomas Deneke, Chefarzt der Klinik für Kardiologie II.

Im Rahmen einer limitierten Markteinführung würden aktuell mit dem Globe Mapping- und Ablationssystem weltweit die ersten 150 Patienten behandelt werden. Das Rhön-Klinikum in Bad Neustadt gehöre zu einem von fünf Zentren, die diesen Eingriff in Deutschland durchführen. "Wir freuen uns sehr, hier in Bad Neustadt das neue System einsetzen und dadurch die Behandlung selbst der komplexesten Patientenfälle verbessern zu können", sagt Deneke.

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