Bad Königshofen

Königshofen: Café Auszeit zieht ins frühere Kaufhaus Reinhard

In die Klosterstraße zieht wieder geschäftliches Leben ein. Wegen Corona gibt es keinen Prolog des Christkindes wie gewohnt, und auch der Nikolaus kommt nicht zu Besuch.
Im ehemaligen Kaufhaus Reinhard in der Klosterstraße will Dunja Gillmore ihr Café Auszeit eröffnen. Wenn irgendwie möglich, sogar noch im Dezember.
Foto: Michael Petzold | Im ehemaligen Kaufhaus Reinhard in der Klosterstraße will Dunja Gillmore ihr Café Auszeit eröffnen. Wenn irgendwie möglich, sogar noch im Dezember.

Der Stadtrat von Bad Königshofen ist weiß Gott nicht in allen Fragen einer Meinung, bei diesem Tagesordnungspunkt in der Sitzung vom Donnerstagabend herrschte aber einmütige Zufriedenheit: In das ehemalige Kaufhaus Hugo Reinhard GmbH & Co. KG, wie das Geschäft in der Klosterstraße offiziell heißt, will Dunja Gillmore mit ihrem Café Auszeit einziehen. Das hatte den Sommer über für rund drei Monate bis zum August im Gewerbegebiet Hoher Markstein existiert. Wenn es nach der Aubstädterin geht, dann soll das Café noch im Dezember eröffnen. Den einstimmigen Segen des Stadtrates hat sie zumindest, jetzt muss noch das Landratsamt als Genehmigungsbehörde der Nutzungsänderung zustimmen.      

In dem Haus an der Ecke Andreasstraße waren jahrzehntelang Bekleidungsgeschäfte untergebracht. Gegründet wurde das Kaufhaus Reinhard 1905 von Josef Reinhard als Gemischtwarenladen. Mitte der 1960-er Jahre hatte dann der jetzige Besitzer Hugo Reinhard von seinem Vater, der ebenfalls mit Vornamen Hugo hieß, das Geschäft übernommen und später modernisiert. Nachdem Reinhard sein Bekleidungsgeschäft Ende der 1990-er Jahre geschlossen hatte, waren die Räumlichkeiten die meiste Zeit vermietet. Seit über einem Jahr stand der Laden aber leer.        

Die Frage einer Außenbewirtschaftung ist noch nicht geklärt

"Wir freuen uns, dass hier ein Café eröffnet", machte Bürgermeister Thomas Helbling in der Stadtratssitzung deutlich. Auch die Frage einer Außenbewirtschaftung wurde kurz erörtert. Weil die Klosterstraße mit dem Gehsteig zu eng ist, um dort eine Bestuhlung unterzubringen, will die Stadt einen Bereich des Marktplatzes anbieten. In diesem Zusammenhang sollte auch geklärt werden, wie es mit dem Café Mozart weitergeht, meinte Helbling. Auch hier hatte Dunja Gillmore Gespräche geführt, die letztlich aber nicht zum Erfolg führten. Wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie will sie zunächst nur einen "To-Go-Service" anbieten. Später einmal soll Künstlern die Gelegenheit gegeben werden, in den Räumen des Cafés auszustellen.    

Versagt wurde das gemeindliche Einvernehmen einem Antrag auf Umbau des 2. Obergeschosses zu Mietwohnungen in der Martin-Reinhard-Straße, weil ein Nachbar seine Genehmigung dazu verweigert hatte. Keine große Sache war die Festsetzung der Gebühr für die Nutzung der Leichenhäuser/Aussegnungshallen im Stadtgebiet. Wie bisher werden 100 Euro pro Tag fällig, wobei die Gebühr für maximal vier Tage verlangt wird. Zurückgestellt wurde die Änderung des Mietvertrags für die Grund- und Mittelschule mit dem Schulverband, weil noch einige Details geklärt werden müssen. 

Müssen Zweitwohnungsbesitzer künftig einen Kurbeitrag leisten? 

Zwecks der eventuellen Erhebung eines Kurbeitrags für Zweitwohnungsinhaber in Bad Königshofen sollen jetzt erst einmal die Betroffenen angeschrieben werden. Schon 2013 hatte die überörtliche Rechnungsprüfung auf diese Möglichkeit hingewiesen. Damals waren 553 Personen mit Nebenwohnsitz hier gemeldet. Im Januar 2016, als die jetzt noch gültige Satzung zu Kurbeiträgen in Kraft getreten ist, waren nur noch 271 Zweitwohnungsinhaber im Geltungsbereich von Bad Königshofen und dem Stadtteil Ipthausen gemeldet. Alle anderen Stadtteile sind nicht betroffen. Bevor jetzt eine Entscheidung getroffen wird, sollen alle schriftlich kontaktiert werden. Erst dann will der Stadtrat über eine eventuelle Erhebung einer Gebühr beraten.       

Gesprächsthema in einer der nächsten Stadtratssitzungen werden auch Form und Inhalt der Protokolle der Stadtratssitzungen sein. Mehrere Stadträte hatten unter anderem kritisiert, dass nicht immer die Beweggründe für Entscheidungen in den Protokollen nachvollzogen werden könnten.

Die derzeit geltenden Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie machen auch vor dem Bad Königshöfer Christkind nicht halt. Weder der Prolog vom Erkerfenster des Rathauses aus noch der Besuch des Nikolauses sei heuer in der gewohnten Form möglich, erklärte Bürgermeister Helbling.     

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