Bad Neustadt

Landrat Thomas Habermann appelliert: Bei heimischen Metzgern kaufen

Auf Regionalität achten und dem Verbraucher erklären, woher das Fleisch kommt. Keine Beanstandungen im Bad Neustädter Schlachthof. Mitarbeiter werden weiter getestet.
In der Theke der Metzgerei Düring in Saal kann man nachvollziehen, woher die Wurstsorte kommt.
Foto: Hanns Friedrich | In der Theke der Metzgerei Düring in Saal kann man nachvollziehen, woher die Wurstsorte kommt.

Einen eindringlichen Appell hat Landrat Thomas Habermann an die Bevölkerung in Rhön und Grabfeld gerichtet, bei heimischen Metzgereien einzukaufen. Diese wiederum sollten deshalb auf Regionalität achten. Keiner sollte sich scheuen, vor dem Kauf zu fragen, woher das Fleisch stammt. Er selbst werde dies jedenfalls ab sofort tun. "Wenn es von Tönnies stammt, gehe ich wieder." Solche Aussagen kommen bei den heimischen Metzgereien sicherlich gut an. Auf Nachfrage machte Metzgermeister Marco Neugebauer aus Großeibstadt deutlich, dass er genau belegen könne, woher das geschlachtete Schwein stammt, bis hin zum Züchter und zum Verkäufer. Spontan zeigt er den Ordner mit den Rechnungen und den Nachweisen. In seiner Theke sind die Waren entsprechend gekennzeichnet. So auch bei der Metzgerei Christian Düring in Saal, wo man in der Auslage die Aufschrift mit den Namen der Metzgerei findet.

Der Landkreischef vertrat in der Sitzung des Kreisausschusses die Meinung, dass der Käufer ganz sicher auch etwas mehr für heimische Produkte zahlen würde. Kreisrätin Birgit Reder-Zirkelbach hatte um Informationen über den Schlachthof Bad Neustadt gebeten. Aktuell konnte Landrat Thomas Habermann dazu sagen, dass jüngst Gespräche stattfanden. Dabei sei man sich einig geworden, dass die Mitarbeiter immer wieder getestet werden. Dies auch, nachdem die letzte Testung keinerlei Beanstandungen oder Corona-Infektionen aufwies. Habermann sprach eine entsprechende Begehung an. "Es gab keine Beanstandungen." Er selbst sei froh, dass es im Landkreis Rhön-Grabfeld auch noch kleinere Schlachthöfe gibt.

Die eigenen Landwirte einbeziehen

Zu Tönnies sagte er, dass der Betrieb nur ein Glied in einer langen Kette sei. Dies beginne in der Tierhaltung, gehe über den Tiertransport bis zur Schlachtung und Zerlegung. Oftmals werde in den Großbetrieben wenig Wert auf Arbeitsschutz gelegt. Alles sei standardisiert. Ihm sei auch bekannt, dass noch Metzgereien im Landkreis Rhön-Grabfeld bei Tönnies kaufen. "Das ist nicht das, was der Landkreis will." Besser wäre es, wenn die eigenen Landwirte in der Region oder auch der Schlachthof einbezogen werden. Wichtig sei es doch, dem Verbraucher zu sagen, woher das Fleisch kommt. Ganz offiziell bedankte sich Landrat Thomas Habermann bei den Metzgereien und Läden, die dies beherzigen und regional einkaufen. Dies gelte auch für die Kunden.

Schlachthof plant weitere Investitionen

Ideal wäre es, wenn die Herkunftsbezeichnung bereits an der Fleisch- oder Wursttheke ersichtlich sei. Da sollte man dann Produkte aus Rhön-Grabfeld erkennen. Man könne natürlich die Kundschaft nicht beeinflussen, aber doch darauf hinweisen. Zum Schlachthof in Bad Neustadt fügte er an, dass hier weitere Investitionen geplant seien.

Metzgermeister Marco Neugebauer (Großeibstadt) hat sofort einen Ordner parat, wo er genau nachvollziehen kann, woher das Fleisch kommt und zwar bis zum Landwirt.
Foto: Hanns Friedrich | Metzgermeister Marco Neugebauer (Großeibstadt) hat sofort einen Ordner parat, wo er genau nachvollziehen kann, woher das Fleisch kommt und zwar bis zum Landwirt.

Der Landkreis habe seine Unterstützung angeboten, sowohl bei der Fortbildung, aber auch bei weiteren Hilfen, die der Qualitätssicherung dienen. Sein Appell an die Metzgereien: In Rhön-Grabfeld kaufen und auch schlachten, dann zahle der Verbraucher auch einen höheren Preis, wenn er dies entsprechend nachvollziehen kann.

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