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Ostheim: Einzelhandelskonzept auf dem Prüfstand

Geschäfte und Gastronomie in Corona-Zeiten unterstützen: Als Reaktion auf den Lockdown wirbt man in Ostheim derzeit mit einem Plakat, das Anbieter von 'Click, Call & Collect' auflistet.
Foto: Eva Wienröder | Geschäfte und Gastronomie in Corona-Zeiten unterstützen: Als Reaktion auf den Lockdown wirbt man in Ostheim derzeit mit einem Plakat, das Anbieter von "Click, Call & Collect" auflistet.

Die Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes war Thema im Stadtrat. Es ging um die Änderung des Vertragsumfangs mit der für die Umsetzungsphase beauftragten Agentur. Dabei wollten die Stadträte allerdings Details wissen. Wie Bürgermeister Steffen Malzer erklärte, war das Büro SK Standort & Kommune aus Fürth Ende 2019 mit der Umsetzungsbegleitung des Konzepts für das Jahr 2020 beauftragt worden. Hier gab es ein Kontingent von 800 Stunden und einem Kostenumfang von rund 60 000 Euro, bei 30 Prozent staatlicher Förderung. Letztlich wurden 40 000 Euro ausgegeben.

Fester Tag für ein Meeting wurde festgelegt

Vor vier Wochen hat nun ein gemeinsamer Termin zum Monitoring des Einzelhandelskonzeptes zwischen dem ersten Bürgermeister, dem Vorstand des Kommunalunternehmens (KU) Susanne Orf, den beiden Vorständen des Vereins für Stadtmarketing Ostheim (VSO), Joachim Leyh und Fredi Klee, Lars Czuma vom Büro SK sowie Marc Huter, dem Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ostheim, stattgefunden.

Zum weiteren Vorgehen wurde laut Malzer entschieden, dass es künftig regelmäßig wöchentlich einen festen Tag für ein Meeting der Akteure Stadt, VSO und KU geben soll. Die Umsetzungsbegleitung wird umstrukturiert. Es gibt keine wöchentlichen Präsenzen des Fachbüros mehr in Ostheim. Stattdessen soll grundsätzlich einmal im Monat eine Videokonferenz stattfinden, digitale Konferenzen haben sich in Zeiten von Corona schon bewährt, und zu einzelnen Umsetzungsmaßnahmen hinzugezogen werden, wenn Expertisen benötigt werden.

Vertragsumfang wurde angepasst

Entsprechend muss der Vertragsumfang angepasst werden, wozu der Stadtrat seine Zustimmung gab. Wie der Bürgermeister anmerkte, wird der offizielle Vertrag zwischen der Agentur und dem VSO geschlossen. Mit der Auftragsänderung reduzieren sich heuer auch die Mittel, die im städtischen Haushalt bereitgestellt werden müssen auf 25 000 Euro.

Zur Umsatzbegleitung des Einzelhandelskonzeptes gab es im Gremium Gesprächsbedarf. Dafür, dass die Stadt schon viel Geld in die Hand genommen hat, stimmten die Ergebnisse der letzten Monate einige Ratsleute nicht wirklich zufrieden, was die Effektivität der Maßnahmen, aber auch die Bereitschaft der Gewerbetreibenden zum Mitmachen angeht. Gefragt wurde in diesem Zusammenhang unter anderem, ob es nicht sinnvoller wäre, ein heimisches Unternehmen mit dem Projekt zu beauftragen. Das hätte vielleicht einen besseren Draht zu den örtlichen Gewerbetreibenden, wäre präsenter und käme obendrein vielleicht auch kostengünstiger.

Auch kritische Töne waren zu hören

"Im letzten Jahr hat einiges nicht so recht geklappt. Das hatte verschiedene Gründe, lag aber vor allem auch an Corona", meinte Bürgermeister Malzer. Inzwischen habe er aber den Eindruck, "dass das Ganze an Fahrt aufnimmt". Als Beispiel nannte er die Erstellung des Plakates mit den Anbietern von "Click, Call & Collect", das man innerhalb einer Woche fertiggestellt habe.

Der VSO-Vorsitzende Joachim Leyh pflichtete dem bei und verwies auf weitere Aktionen, die seinen Worten nach erfreulich gut angekommen seien, wie "Ostheim handelt" während des ersten Lockdowns oder der "Ostheim erleben"-Führer.

Was die Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes und Aktionen betrifft, habe man nun eine klare Aufgabenverteilung, so Leyh. Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachbüro, das jederzeit zugeschaltet werden könne, laufe gut. Als vielversprechend für die Ostheimer Unternehmen sieht der VSO-Vorstand die geplante Einführung der "Ostheim Card" zur Verkaufsförderung und Kundenbindung. "Sobald der Lockdown zu Ende ist, starten wir mit großangelegter Werbung", kündigte er an.

Bauanträge wurden genehmigt

Im Rahmen seiner Zusammenkunft befasste sich der Stadtrat noch mit einem Bauantrag. Dem Abbruch und Neubau eines Dachgeschosses an einem bestehenden Einfamilienhaus in Ostheim wurde zugestimmt. Steffen Malzer berichtete, dass er als Angelegenheit der laufenden Verwaltung bereits das gemeindliche Einvernehmen erteilen konnte. Dies betrifft die Errichtung einer Dachgaube an einem Anwesen in Urspringen, den Abbruch und Neubau eines Wohnhauses in Oberwaldbehrungen, die Errichtung von zwei Carports sowie den Neubau eines Bungalows mit Garage und Carport in Ostheim.

Der Bürgermeister gab zudem Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 19. Januar bekannt. Mit der Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Ostheim wurde die örtliche Agentur Text-Design beauftragt. Zudem wurden diverse Aufträge im Zuge der Schulsanierung vergeben. Nachdem der jährliche Pachtzins für die Holzlagerplätze gut 20 Jahre unverändert bei 8 Cent pro Quadratmeter gelegen hatte, wurde er nun auf 20 Cent erhöht. Für den ersten Bürgermeister wurde vom Stadtrat für Fahrten innerhalb des Landkreises eine monatliche Fahrtkostenpauschale in Höhe von 70 Euro beschlossen. Da nach der Corona-Pandemie vermutlich wieder mehr Dienstfahrten nötig werden, wird die Pauschale zu gegebener Zeit noch einmal überprüft.

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