Ostheim

Ostheimer sind wütend über Vandalen am Tretbecken

Unbekannte haben am Wochenende die Vorbereitungen der Stadtarbeiter zur Verschönerung der Naherholungsanlage an der Streu zerstört. Im Netz machen die Bürger ihrem Ärger Luft.
Neue Sitzgruppen werden gerade auf der Naherholungsanlage im Bereich des Tretbeckens an der Streu in Ostheim errichtet. Bei einer davon (im Bild) wurden am Wochenende vier Betonpfosten mutwillig herausgerissen.
Foto: Eva Wienröder | Neue Sitzgruppen werden gerade auf der Naherholungsanlage im Bereich des Tretbeckens an der Streu in Ostheim errichtet. Bei einer davon (im Bild) wurden am Wochenende vier Betonpfosten mutwillig herausgerissen.

Am vergangenen Wochenende trieben Vandalen auf der beliebten Naherholungsanlage am Ostheimer Tretbecken ihr Unwesen. Der Bürgermeister ist zornig. „Wenn Gewalt und Dummheit aufeinandertreffen, dann passiert so etwas. Die Arbeit der Stadtarbeiter wurde heute Nacht am Tretbecken zerstört“, postete Steffen Malzer nach Bekanntwerden des Rowdytums auf Facebook.

Dazu gab es gleich eine Flut von Kommentaren, in denen die sinnlose Zerstörungswut teils mit drastischen Worten verurteilt wurde. Inzwischen wurde der Post 75-mal geteilt und erregt weiterhin große Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken. Unter anderem heißt es in den Kommentaren "Das kann ja nicht wahr sein. Was geht in solchen Menschen vor?" und "Wenn man rausfindet, wer die Menschen mit so viel überschüssiger Energie und zu viel Geld sind, kann man sie doch sehr gut zur ehrenamtlichen Tätigkeit in der Gemeinde im öffentlichen Raum einsetzen."

Zwei Betonpfosten in der Streu versenkt

Keine Frage, die Ostheimer sind empört. Denn eigentlich sollte es schöner werden an der Streu. Und dann das. In der vergangenen Woche hatten sich Stadtarbeiter in Ostheim daran gemacht, neue Sitzgruppen vorzubereiten. Vermutlich im Zeitraum zwischen Freitag, 20. November, 20 Uhr und Sonntag, 22. November, 8.30 Uhr, wurden von einem oder mehreren Unbekannten mehrere Betonpfosten, die als Vorbereitung für Tische und Bänke nur leicht einbetoniert waren, herausgerissen. Zwei davon wurden sogar in der Streu versenkt und mussten dann von den Mitarbeitern des Bauhofs wieder aus dem Wasser gezogen werden. Außerdem wurde von den „Kraftmeiern“ auch noch eine Schaukel auf dem benachbarten Spielbereich beschädigt.

Herausgerissene Betonpfosten landeten bei der Vandalismus-Aktion am Ostheimer Tretbecken in der Streu.
Foto: Steffen Malzer | Herausgerissene Betonpfosten landeten bei der Vandalismus-Aktion am Ostheimer Tretbecken in der Streu.

Der Stadtchef ist weniger über den materiellen Schaden verärgert, denn der hält sich wohl in Grenzen. „Deprimierend ist umso mehr, dass die Stadt etwas unternimmt, um den Ort attraktiver zu machen, und dann wird dies einfach mutwillig zerstört“, beklagt Malzer. Leid tut es ihm auch um das Werk der Bauhofleute, hatten die sich doch wieder viel Mühe gemacht.

Wiederaufbau kann eine Weile dauern

Die städtischen Arbeiter hatten den Herbst nutzen wollen, um die besonders bei Familien beliebte Anlage an der Streu schön für die kommende Freiluftsaison im Frühjahr herzurichten. In diesem Zuge hatte man die Bereiche um die künftigen Sitzgruppen auch großräumig ausgehoben, um sie mit einem neuen Pflaster zu versehen. Das Wetter für das Gießen der Betonpfosten war die letzten Tage ideal. Es sei nun fraglich, ob man das bei der aktuellen nasskalten Witterung so schnell wieder hinbekomme. Außerdem seien die Stadtarbeiter derzeit auch noch mit vielen anderen „Baustellen“ beschäftigt, sagt der Bürgermeister. So soll ja beispielsweise auch rechtzeitig zum ersten Advent die Weihnachtsbeleuchtung in Ostheim und den Ortsteilen installiert sein.

Der Stadtchef hat den Vorfall bei der Polizei angezeigt und hofft nun, dass sich Zeugen melden, die etwas Verdächtiges bemerkt haben oder Hinweise geben können, die zur Ermittlung der Täter beitragen können. Hinweise nehmen die Polizeiinspektion Mellrichstadt unter Tel.: (09776) 80 60 oder auch die VG Ostheim unter Tel.: (09777) 91700 entgegen.

Eine Facebook-Userin wendet sich direkt an die Mitarbeiter des Bauhofs: "Liebe Stadtarbeiter, ich nehme dieses Ärgernis jetzt mal zum Anlass, mich als Bürgerin Ostheims für eure Arbeit zu bedanken. Vieles passiert im Hintergrund, wird übersehen oder für selbstverständlich gehalten. Dabei tragt ihr alle großen Anteil dran, dass Einheimische und Gäste sich wohl hier fühlen", bedankt sie sich für deren Einsatz.

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