Aubstadt

Photovoltaik-Pläne für Aubstadt vorgestellt

Manuel Zeller Bosse von dem Unternehmen "Südwerk Energie” vermittelte dem Gemeindegremium in Sachen nachhaltige Stromerzeugung den nötigen Einblick.
Foto: Rudolf Merz | Manuel Zeller Bosse von dem Unternehmen "Südwerk Energie” vermittelte dem Gemeindegremium in Sachen nachhaltige Stromerzeugung den nötigen Einblick.

Die jüngste Gemeinderatssitzung im Feuerwehrgerätehaus wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Reinhard Köhler geleitet, weil Bürgermeister Burkhard Wachenbrönner erkrankt war. Gast in der Sitzung war Manuel Zeller Bosse von dem Unternehmen Südwerk Energie aus Burgkunstadt.

Unter dem Punkt "Präsentation zur Errichtung einer Photovoltaikanlage im nördlichen Gemeindegebiet” (Richtung Gollmuthhausen/Höchheim) gewährte Zeller Bosse dem Gemeinderat eingangs einen Einblick in sein Unternehmen. Die Firma setzt sich seinen Worten nach für eine nachhaltige und naturnahe Energieversorgung ein. Deutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu werden. 

Pläne auch für weitere Anlagen in Höchheim und Gollmuthhausen   

Mit Photovoltaik könne man die Energiewende nach vorne bringen. Man versuche, weitere Anlagen auch in den Gemeinden Gollmuthhausen und Höchheim zu erstellen, die man dann gemeinsam zusammenschließen könnte, was wiederum die Wirtschaftlichkeit erhöhen würde. Zeller Bosse sprach dabei von einem Erzeugerpreis von rund vier Cent oder gar noch weniger. Davon könnten alle profitieren, wobei sich auch Bürger und Gemeinden mehr oder weniger mit einer Einlage als Sparbrief oder einer Genossenschaft beteiligen könnten. Für die Gemeinde wären auch noch die Gewerbesteuereinnahmen interessant.

Bei einer Gesamtackerfläche von rund 800 Hektar in der Gemeinde könne man sich eine Größe von etwa 26 Hektar vorstellen, was einem Anteil von rund drei Prozent entspräche. Ein anwesender und beteiligter Landwirt meinte dazu, dass er sich eine solche Anlage auf relativ schlechteren Böden gut vorstellen könne. Die Vertragslaufzeit würde bei mindestens 20 Jahre liegen, wobei Aufbau, Instandhaltung und Rückbau von Südwerk getragen werde. Bei etwa 700 bis 800 Einwohner rechnet er mit circa 30 000 000 kWh an Bedarf. Man müsse auch die E-Mobilität mit im Auge behalten, die doch stark zunehme.

Photovoltaik-Anlagen sollen nicht von einer Wohnbebauung aus zu sehen sein

Wichtig erschien auch dem Referenten, dass man diese Anlagen nicht von einer Wohnhausbebauung her einsehen kann.  Sie würden zudem einen Beitrag zum Artenschutz leisten, indem sie Insekten Lebensraum in den Wiesen unter den Modulen bieten. Wie zu erfahren war, hat man schon die Zusicherung über die Überlassung von rund zehn Hektar Fläche sicher. Man gehe bei den noch fehlenden Flächen recht optimistisch an die Sache heran. Es handelt sich dabei um ein Investitionsvolumen von immerhin annähernd 18 Millionen Euro. Darüber hinaus würde diese Art der Stromerzeugung nach den Berechnungen 17 700 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. In relativ kurzer Zeit ließe sich ein solches Projekt verwirklichen. Jetzt liegt es am Gemeinderat, der sich sehr interessiert zeigte, wie er das Ganze einordnet und weiter verfolgt.

Amtliche Mitteilungen gab es auch zu vermelden, die vom nicht öffentlichen in den öffentlichen Teil der Sitzung wanderten. Dabei handelt es sich um den Verkauf eines Bauplatzes, der Neuanschaffung von Prallschutzmatten in der Turnhalle im Wert von 4331,44 Euro, den Erwerb einer Scheuersaugmaschine im Wert von 5218,84 Euro und der Auftragsvergabe zur Herstellung einer gigabitfähigen und durchgängigen Glasfaserleitung zur Internetanbindung des Rathauses an die Firma NGN Fiber Network.

Der Bebauungsplan "Lange Gärten” soll durch ein vereinfachtes Verfahren geändert werden. Anlass für die Änderung ist, dass es auf Grund der längst überholten und nicht mehr zeitgemäßen Festsetzungen des Bebauungsplanes beim Einreichen vermehrt zu Anträgen auf Befreiungen von den Festsetzungen gekommen ist. Das betrifft vor allem Garagen, Dachneigungen, Sockelhöhen usw. Im Mischgebiet ist nun eine zweigeschossige Bauweise zulässig. Die Dachform und Dachneigung ist frei bestimmbar. Auch die Mindestgröße der Baugrundstücke bei offener Bauweise von 500 Quadratmeter entfällt. Die Höhe der straßenseitigen Einfriedung wurde von 1,20 Meter auf maximal zwei 2 Meter erhöht.

Gegen Ende des öffentlichen Teils lag noch ein Antrag auf Zuwendung aus dem Förderprogramm der Kommunalen Allianz zur Nutzung einer vorhandenen Bausubstanz vor. Laut Antrag soll auf diesem Grundstück das bestehende Wohngebäude abgerissen werden, um einen Neubau darauf zu errichten. Diesem Anliegen wurde stattgegeben.

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