Herschfeld

Rhön-Campus: Parkplätze bleiben Thema

Die Schranken für Mitarbeiter-Parkplätze am Campus sind aufgestellt. Nun müssen noch mehr Besucher ins Parkhaus finden. Doch die Preispolitik dafür stößt auf Kritik.
Den Parksuchverkehr in seine Schranken weisen: An der Neurologischen Klinik sind die Parkplätze für Mitarbeiter am Rhön-Klinikum Campus reserviert. Das ist ein Schritt, um die Parksituation zu entschärfen.
Foto: Gerhard Fischer | Den Parksuchverkehr in seine Schranken weisen: An der Neurologischen Klinik sind die Parkplätze für Mitarbeiter am Rhön-Klinikum Campus reserviert. Das ist ein Schritt, um die Parksituation zu entschärfen.

Donnerstag gegen 17 Uhr. Entlang der Von-Guttenberg-Straße vor dem Rhön-Klinikum-Campus herrscht das gewohnte Bild: Auto an Auto in engen Parkbuchten, immer wieder heikler Parkverkehr. Im neuen, hochmodernen Parkhaus des Rhön-Campus dagegen viele freie Plätze praktisch auf jeder der acht Ebenen.    

Die Lage wirkt auch eine Woche nach unserer Berichterstattung zu den Parkplatzproblemen am Campus noch wenig entspannt. Wie zu lesen war, wird das Parkhaus nicht sonderlich gut angenommen, entlang der Zufahrtstraße werde weiterhin geparkt, was das Zeug hält. Leidtragende sind auch die Mitarbeiter, die auf freie Parkflächen angewiesen sind.

Viele Leserinnen und Leser haben den Artikel kommentiert, vor allem im Online-Auftritt und auf der Facebook-Seite dieser Redaktion. "Als Personal darf man eine Stunde vor Dienstbeginn kommen, um eventuelle einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen", klagt eine Mitarbeiterin.

Viele Kommentatoren stören sich auch daran, dass für Mitarbeiter im Parkhaus mit seinen fast 900 Plätzen ein Euro pro angefangener Stunde verlangt wird. Bei einem Halbtags-Job am Campus komme da schnell ein Betrag von 100 Euro zusammen.    

Mehr Mitarbeiterparkplätze

Wie schon in der ersten Berichterstattung, weist auch jetzt das Rhön-Klinikum auf die intensiven Bemühungen um mehr Mitarbeiterparkplätze hin.  Für Mitarbeiter wurden deshalb die beiden Parkflächen „Waldparkplatz“ und „Spätschicht“ im Bereich der Neurologie (Haus 8) geschaffen. Die Schranken an beiden Mitarbeiterparkflächen sind mittlerweile im Einsatz. Auch die frei zugänglichen Parkplätze sind sämtlich für Mitarbeiterfahrzeuge reserviert, entsprechende Pappschilder weisen darauf hin.

Durchblick: Von der höchsten Ebene des Parkhauses ergibt sich ein toller Blick durch die Schutzgitter über Herschfeld.
Foto: Gerhard Fischer | Durchblick: Von der höchsten Ebene des Parkhauses ergibt sich ein toller Blick durch die Schutzgitter über Herschfeld.

Rund um den Campus wie in der Tiefgarage und am Salzburgweg werden ebenfalls Plätze vorgehalten. Hinzu kommt der ehemalige Handwerkerparkplatz aus der Bauphase, der nun ebenfalls Mitarbeitern zur Verfügung steht. Wie zu hören ist, sind für einen reservierten Parkplatz im Umfeld des Campus circa 15 Euro im Monat fällig, ein vergleichsweise niedriger Preis.

Preisvergleich mit dem Bad Kissinger Eli-Krankenhaus

Das Parkhaus steht für die Nachtschicht ab dem späten Abend zu einem Sonderpreis von 50 Cent für die Nacht zur Verfügung. Alle anderen Preise werden in den Online-Kommentaren jedoch kritisiert. Zuerst einmal ist es der eine Euro pro angefangener Stunde für Besucher oder Patienten, der für Unmut sorgt. So wird der Vergleich mit dem Helios-Krankenhaus in Bad Kissingen gezogen, wo für das, freilich kleinere, Parkdeck ein Euro pro Tag für Besucher zu entrichten ist.

"Für ein Krankenhaus ist die Parkgebühr definitiv zu hoch", klagt denn auch ein Kommentator über die Preisgestaltung an. Besucher würden oft durchaus einige Stunden mit Patienten-Besuchen verbringen. "Das ist wirklich traurig, wie man die Leute abzocken will", ärgert sich eine Leserin, die mehrmals die Woche Angehörige am Rhön-Campus besucht.

Maximalgebühren für Langzeitparker

Wer als Patient für längere Zeit das Parkhaus nutzt, darf mit verbilligten Tarifen rechnen.
Foto: Gerhard Fischer | Wer als Patient für längere Zeit das Parkhaus nutzt, darf mit verbilligten Tarifen rechnen.

Wer das Parkhaus nutzt, wird immerhin gleich über Parkgebühren für längere Aufenthalte informiert. Bis zu sieben Tagen sind 15 Euro fällig, für einen Monat 50 Euro.

Und dann gibt es ja noch eine Kurzparkmöglichkeit. "Die Nutzung des Parkhauses ist in der ersten halben Stunde kostenfrei. Davon profitieren Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen, zum Beispiel beim Abholen eines Rezepts oder von Medikamenten, beim Bringen von Kindern in den Kinderhort oder als „Fahrservice“ für Angehörige", sagt Pressesprecherin Daniela Klöb. Wichtig hierbei ist, das Ticket auch für diese kurze Zeit am Parkautomaten zu entwerten, um nicht vor verschlossenen Ausfahrschranken zu stehen.

Bleibt für die Mitarbeiter noch die Nessi-Buslinie, die auch zum Campus fährt. "Da wir einen Firmenbeitrag zur Nessi" leisten, ist die Nutzung der Buslinie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Campus kostenfrei"so Kalb.

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