Bad Neustadt

Rhön-Grabfeld: 75 Jahre Bayerischer Bauernverband

Der Bayerische Bauernverband feiert heuer 75. Jubiläum. Dabei kann der Verband auf viele Erfolge blicken. Und auch die Corona-Pandemie prägte die Arbeit der Landwirtschaft.
Die Landwirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel . Der Bayerische Bauernverband hat sich der Aufgabe angenommen, diesen zu unterstützen und fördern.
Foto: Daniel Peter | Die Landwirtschaft befindet sich in einem stetigen Wandel . Der Bayerische Bauernverband hat sich der Aufgabe angenommen, diesen zu unterstützen und fördern.

Die größte Erntedankkrone der Welt ist nur einer der Erfolge der Kreisgruppe des Bayerischen Bauernverbands in Rhön-Grabfeld. "Das war eine einmalige Gemeinschaftsleistung von Bäuerinnen, Bauern und der gesamten Bevölkerung rund um Heustreu", so der Kreisobermann Mathias Klöffel. Heuer feiert der Verband 75. Jubiläum – große Feierlichkeiten wurden aufgrund von Corona auf nächstes Jahr verschoben. Trotzdem wurden im Rahmen des Jubiläums eine Baumpflanzungsaktion und ein Jubiläumsgewinnspiel gestartet. Der Verband blickt auf erfolgreiche 75 Jahre zurück. 

Am 7. September 1945 haben sich die 22 Gründungsmitglieder des Verbandes im Sitzungssaal des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft in München getroffen, um eine freie, parteipolitisch unabhängige und gemeinsame Bauernorganisation zu gründen: den Bayerischen Bauernverband (BBV).

Große Erfolge und Aufgaben der Kreisgruppe Rhön-Grabfeld

Seit dem setzt sich der Verband für die Förderung der regionalen Landwirtschaft ein, auch die Kreisgruppe Rhön-Grabfeld ist dabei stets engagiert. So konnten auch innovative Ideen, wie ein Rapsacker auf dem Marktplatz in Bad Neustadt, umgesetzt werden. Darüber hinaus lag der Fokus auch auf der Transformation der erneuerbaren Energien im Landkreis. "Hierbei wurden wegweisende Gemeinschaftsprojekte initiiert und die Energieproduktion mit Allianzen und Gemeinschaften wie zum Beispiel mit Bund Naturschutz gefördert", sagt Kreisbäuerin Margit Ziegler.

Kreisobermann Mathias Klöffel und Kreisbäuerin Margit Ziegler.
Foto: Regina Vossenkaul | Kreisobermann Mathias Klöffel und Kreisbäuerin Margit Ziegler.

Und die Aufgaben für den Verband werden wohl auch in Zukunft nicht weniger. Für Klöffel und seine Kollegen stellt sich die Frage: Wie machen wir die Landwirtschaft im Landkreis zukunftsfähig – vor allem auch in Bezug auf Tierhaltung, Ackerbau und neue Techniken? Mit diesen Themen setze sich der Verband auch aktuell auseinander und werde dies auch in Zukunft tun.

Die Mitgliederzahlen sind trotz der Arbeit und Erfolge des Verbandes rückläufig, teilt Klöffel mit. "Das liegt auch am Rückgang der Betriebe bedingt durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft", erklärt der Kreisobermann.

Wandel der Landwirtschaft durch Klimawandel, Digitalisierung und Globalisierung

"Der Wandel, der in den vergangenen Jahrzehnten innerhalb der Landwirtschaft stattgefunden hat, hat deutliche Spuren auf den Höfen und in den bayerischen Dörfern hinterlassen", heißt es in einer Pressemeldung des Vereins. Denn der Klimawandel, die Digitalisierung und die globale Vernetzung veränderten Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend und in rasantem Tempo.

Die Corona-Pandemie habe aber auch gezeigt, wie wichtig die regionale Landwirtschaft sowie der tägliche Einsatz und die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern auch im Jahr 2020 sind, damit für Verbraucher zuverlässig Lebensmittel mit möglichst kurzen Lieferwegen bereitgestellt werden können. Auch in Zukunft müsse man Konzepte entwickeln, die darauf abzielen, die bayerische, kleinstrukturierte Landwirtschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Andere Bauernbewegungen unterstützen

In den vergangenen Jahren  haben sich neben dem BBV weitere Vereine und Verbände gebildet – so zum Beispiel das "Netzwerk Solidarische Landwirtschaft" oder auch die Bauernbewegung "Landwirtschaft verbindet". Diese sehe der BBV jedoch nicht als störend, sondern eher als unterstützend. Natürlich hätten auch diese Bewegungen Einfluss auf die Arbeit des Verbandes, trotzdem sei es wichtig, dass es weitere Bewegungen gibt. "Der BBV alleine kann nicht alle Richtungen und Sparten gleichmäßig abdecken", so Ziegler.

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