Rothausen

Rothausen im Wandel der Zeit

Der Dorfplatz von Rothausen mit seinem Turm der Kirche als Mittelpunkt. Viel hat sich hier im Laufe der Zeit nicht verändert.
Foto: Josef Kleinhenz | Der Dorfplatz von Rothausen mit seinem Turm der Kirche als Mittelpunkt. Viel hat sich hier im Laufe der Zeit nicht verändert.

Abgelichtet ist das Gasthaus, dessen Inhaber laut Postkarte Leopold Ruck gewesen war – Anfang der 1960er Jahre wurde es laut einem Zeitungsbericht geschlossen. Heute ist die Dorfgaststätte auch unter dem Namen Kern bekannt. Die einstige Wirtin Klothilde Kern kann vermutlich noch manche Geschichte aus früheren Tagen in Rothausen erzählen. Denn sie bekam die örtlichen Neuigkeiten, die  unter den  Bürgern im Gastraum ausgetauscht wurden, hautnah mit. Getränke oder Essen werden jedoch schon lange nicht mehr angeboten. Heute ist das Sängerheim der gastronomische Anlaufpunkt.

Weiß jemand, wer die Menschen auf der Postkarte sind?

Vor der ehemaligen Gaststätte hielten früher auch Pferdefuhrwerke – wie das Motiv auf der alten Postkarte zeigt. Auf dem Wagen mit den Speichen-Rädern saßen Bauersleute. Vor einem Giebelfachwerk eines Hauses gleich daneben beobachteten Personen im Hintergrund vermutlich den Fotografen bei seinen Aufnahmen. Die Gesichter des Trios sind wegen der Distanz jedoch kaum zu erkennen.  

Eine alte Postkarte vermittelt historische Ortsansichten von Rothausen. Oben das frühere Gasthaus und unten der Dorfplatz.  Den See  in der Mitte gibt es nicht mehr.
Foto: ReproJosef Kleinhenz | Eine alte Postkarte vermittelt historische Ortsansichten von Rothausen. Oben das frühere Gasthaus und unten der Dorfplatz. Den See in der Mitte gibt es nicht mehr.

In der Mitte der Postkarte ist ein See zu sehen, umsäumt  von einer Allee. Ihn gibt es ebenfalls schon lange nicht mehr. Er war am Rande des Dorfes angesiedelt, wie man bei einem kleinen Rundgang durch den Ort von Einwohnern erfahren kann. Die Ansicht des Dorfplatzes auf der Postkarte wird gekennzeichnet von der evangelischen Kirche mit ihrem stattlichen Turm.    

In Rothausen ist es auch tagsüber ruhig

Kommt man als Besucher in diesen frühen Herbsttagen nach Rothausen, sieht man kaum Menschen  auf der Straße. Hier herrscht Ruhe. Nur ein Kleinbus steht am Dienstagnachmittag an der Bushaltestelle und lässt Passagiere aussteigen. Kinder spielen in der Nähe für kurze Zeit. Eher zufällig fährt ein junger Mann mit einem überdimensionalen Drahtesel durch die Straßen, um das „neue Gefährt“ Probe zu fahren.   

Der Radler outet sich als Gemeinderatsmitglied. Als Einwohner und waschechter Rothäuser sei er jedoch viel zu jung, um zu wissen, wie früher im Dorf alles ausgesehen hat. So kann er sich nur an historischen Bildern orientieren und an ältere Mitbürger verweisen. Dass ein See am Rande des Dorfes existierte und wohl im Sommer für Erfrischung sorgte, wisse er nur vom Hören und Sagen. Das Ratsmitglied fährt mit dem Rad voraus, um die einstige Lage des Sees zu zeigen.    

Gerade einmal rund 120 Menschen leben im kleinsten Ortsteil von Höchheim

Die Einwohnerzahl Rothausens beziffert er auf 120. Durch Zuzüge seien in den vergangenen Jahren ein paar Leute neu im Ort dazu gekommen. Wenige Schritte vom Dorfzentrum entfernt, meldet sich ein freundlicher Neu-Bewohner zu Wort, der in Rothausen einen älteren Bauernhof mit Haus, Stallung und Scheune erworben und für die Zukunft investiert hat.  

Ziel sei es nun, daraus womöglich ein Kleinod zu machen und auch eine Ferienwohnung einzurichten. Damit könnte er dem Tourismus einen kleinen Weg nach Rothausen bahnen. Was die Gesamtsanierung von Haus und Hof angeht, steht der stolze Besitzer vor einer Mammutaufgabe und Herausforderung. Schritt für Schritt will er Arbeiten  in Eigenregie verrichten. Sie werden freilich noch viel Zeit in Anspruch nehmen.

Der neue Einwohner steht, wie er sagt, als Außendienstler im Beruf und schätzt abseits von lärmenden Straßen besonders die Ruhe im Ort. Mit dem Kauf der Immobilie habe er sich daher einen Traum erfüllt. Eines Tages sollen noch Tiere vor dem Anwesen grasen.   

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